HEALTH ECONOMY
Mittelstand investiert © Foto Wilke

Bernhard Wittmann hat mit den Firmen Sigmapharm und „MoNo” im Burgenland bisher 20 Mio. Euro investiert.

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Bernhard Wittmann hat mit den Firmen Sigmapharm und „MoNo” im Burgenland bisher 20 Mio. Euro investiert.

Redaktion 05.10.2018

Mittelstand investiert

Nicht nur Pharmariesen bauen in Österreich. Auch mittlere Firmen wie Sigmapharm investieren, zeigt ein Lokalaugeschein.

••• Von Karina Schriebl

HORNSTEIN. Die zusammengehörenden Unternehmen Sigmapharm und „MoNo” haben einen neuen Standort in Hornstein im Burgenland geschaffen. Weitere Ausbauten sind für die nächsten Jahre geplant. Insgesamt wurden 20 Mio. € investiert und Mitarbeiter vor Ort für die Produktion gewonnen. Die neue Pharma-Produktion ermöglicht die aseptische Herstellung steriler flüssiger Produkte als Nasenspray, Rachenspray, Augentropfen oder Vials auf modernstem Stand der Technik.

Gute Rahmenbedingungen

Bernhard Wittmann, Geschäftsführer der Sigmapharm und Vorstand im Branchenverband Pharmig, betont, dass das Burgenland den roten Teppich für seine Firmen Sigmapharm und „MoNo” ausgerollt hat. Auch die Fördermöglichkeiten sind im Burgenland noch gut, sagt Wittmann. Für den Standort Hornstein spricht auch die gute Erreichbarkeit von Wien. Baubeginn war im Herbst 2016, und weitere Ausbauten sind für die nächsten Jahre geplant. „MoNo” ist Partner zahlreicher Unternehmen wie des IPO-Kandidaten Marinomed, der Novartis-Tochter Sandoz, Bionorica, Ratiopharm und weiterer. Parallel konnte zuletzt auch ein Präparat für Augentropfen für die Mehrfachanwendung ganz ohne Konservierungsmittel kreiert werden.

Die Branche sieht aber zahlreichen Herausforderungen entgegen, erzählt Wittmann: einerseits die Serialisierung, neue Medizinprodukte-Regularien sowie steigende regulatorische Anforderungen. Wittmann betont, dass nicht die Aktienkurse oder Profitmaximierung den Kurs seines Unternehmens bestimmen, sondern er Wert auf eine nachhaltige, zukunftorientierte Entwicklung legt und das Wohl derjenigen im Auge hat, die die produzierten Produkte verwenden. Viele Sigmapharm-Produkte sind im Erstattungskodex der Kassen gelistet, führt Wittmann aus, jedoch wird um jeden Cent gekämpft. Seit 20 Jahren gab es allerdings keinerlei Preiserhöhungen; hier klaffen die Vorstellungen auf beiden Seiten weit auseinander.
Sigmapharm hat 27 Mitarbeiter und setzt 13 Mio. € um, die „MoNo” setzte mit 80 Mitarbeitern zehn Mio. € um. Der Anteil der Lohnfertigung beträgt 45%.

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