HEALTH ECONOMY
„Österreich leistet wichtigen Beitrag” © Sanofi/Marton Szolt

Nachhaltig Sanofi setzt mit der Initiative „Planet Mobilization” nachhaltige Schwerpunkte und baut die Forschung aus, sagt Deutschland-CFO und Österreich-Geschäftsführer Marcus Lueger.

© Sanofi/Marton Szolt

Nachhaltig Sanofi setzt mit der Initiative „Planet Mobilization” nachhaltige Schwerpunkte und baut die Forschung aus, sagt Deutschland-CFO und Österreich-Geschäftsführer Marcus Lueger.

Redaktion 25.11.2022

„Österreich leistet wichtigen Beitrag”

Die Österreich-Tochter des Pharmakonzerns Sanofi ist ein wesentlicher Teil in Europa, sagt Manager Marcus Lueger.

••• Von Chris Radda

WIEN/FRANKFURT. Der Pharmakonzern Sanofi setzt auf Nachhaltigkeit, Forschung und Prävention, sagt Marcus Lueger, Sanofi-CFO in Deutschland und Co-Geschäftsführer in Österreich, im Interview.

medianet: Sanofi global hat im Q3 ein Umsatzplus von neun Prozent präsentiert. Was sind die Wachstumstreiber in Österreich?
Marcus Lueger: In Österreich tragen wir mit sehr guten regionalen Ergebnissen zum Wachstum im Konzern bei. 2021 machte der Umsatz von Sanofi Österreich rund 163 Mio. Euro aus. Damit sind wir ein wesentlicher Bestandteil im deutschsprachigen Raum und liegen im europäischen Vergleich unter den Ländern, die nicht zur Euro 5 gehören, unter den Top Ten – ein wichtiger Erfolg. Schließlich leisten wir damit einen wichtigen Beitrag, um unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung weltweit auf hohem Niveau zu halten und um neben Standardtherapien innovative Therapien, vor allem im Bereich der Onkologie und Immunologie, und Impfstoffe voranzutreiben. Der Erfolg beruht aber neben erfolgreichen Produkten vor allem auf dem unermüdlichen Einsatz unserer rund 150 Beschäftigten

medianet:
Sanofi hat konzernweit die Nachhaltigkeitsinitiative ‚Planet Mobilization' ins Leben gerufen. Was sind die Ziele?
Lueger: Wie evaluieren den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte und Aktivitäten – von den Rohstoffen bis hin zu ihrer Verwendung und Entsorgung. Unser Ziel ist es, direkte und indirekte Auswirkungen auf die Umwelt weiter einzugrenzen: Bis 2050 wollen wir klimaneutral sein; bis 2025 wollen wir den Abfall an Sanofi-Standorten drastisch reduzieren und eine Recyclingquote von 90 Prozent erreichen. Dazu stellen wir etwa auf blisterfreie Impfstoffverpackungen und umweltfreundliches Design für alle neuen Produkte um. Zudem wollen wir den Wasserverbrauch an allen Standorten um mehr als 20 Prozent reduzieren. Das sind nur einige Beispiele von unseren Maßnahmen für den Klimaschutz.

medianet:
Wie engagiert sich Sanofi für die Gesellschaft?
Lueger: Als Gesundheitsunternehmen haben wir große Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Denn Gesundheit betrifft jede einzelne Person. Wir möchten das Leben verbessern und einen gerechten Zugang für möglichst viele Menschen auf der Welt zu Medikamenten schaffen. Dabei legen wir besonderes Augenmerk auf die Versorgung in den 40 ärmsten Ländern der Welt. Unsere Non-profit-Geschäftseinheit stellt genau diesen Menschen die 30 lebenswichtigsten Medikamente und Impfstoffe zu Selbstkosten für die Behandlung von Tuberkulose, Malaria oder Krebs zur Verfügung. Zudem unterstützen wir lokale Start-ups, um Infrastruktur aufzubauen.

medianet:
Welche Schwerpunkte legt Sanofi für die Zukunft?
Lueger: Generell verfolgen wir die Strategie, ‚Best in class' oder ‚First in class' zu sein. Deshalb liegt der Fokus neben der Onkologie und Immunologie auch auf der Entwicklung innovativer Impfstoffe. Unser Ziel ist, die Impfstoffverkäufe bis 2030 zu verdoppeln. Impfungen können in vielen Bereichen Leben retten und sind echte Gamechanger. Zudem sind sie ein wichtiger Part der Prävention, die in den vergangenen Jahren ins Hintertreffen geraten ist. Unsere Influenza-Impfung geht etwa über den reinen Schutz vor Influenza hinaus und reduziert das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Durch eine Influenzaimpfung lassen sich zudem Doppel- und Mehrfachinfektionen (wie mit Covid-19 oder RSV) vermeiden. Bei Kinderimpfungen, etwa gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), verzeichneten wir erst jüngst einen Erfolg mit der Empfehlung zur Zulassung bei Kleinkindern durch die EMA.

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