HEALTH ECONOMY
Privatkliniken wachsen weiter © PremiQaMed

WK-Fachverbandsobmann Julian M. Hadschieff freut sich über leichtes Wachstum.

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WK-Fachverbandsobmann Julian M. Hadschieff freut sich über leichtes Wachstum.

06.11.2015

Privatkliniken wachsen weiter

Beinahe 97.000 Aufenthalte melden die heimischen Privatkliniken für das Vorjahr. Nun soll auch die Qualitätsarbeit transparenter werden, kündigt die Branche an.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Der aktuelle Bericht des Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) zeigt ein klares Bild: 96.826 Aufenthalte im Jahr 2014 bedeuten einen Zuwachs von 2,2%. Das Plus ergebe sich vor allem aus den hohen medizinischen Standards, die in der jährlichen Überprüfung der Qualitätsarbeit bestätigt wurden, sind der Fachverband der Gesundheitsbetriebe und der Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs überzeugt.

Jedes Jahr evaluiert der PRIKRAF-Tätigkeitsbericht die Qualitätsarbeit in den Kliniken. Das Fazit: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sinkt stetig: Lag diese 2011 noch bei 4,8 Tagen, konnten die Patient das Privatspital im vergangenen Jahr im Schnitt bereits nach 4,37 Tagen wieder verlassen.Besonders hohe Zuwächse gibt es bei den ambulanten Tagesaufenthalten: Im Vergleich zum Vorjahr kam es in diesem Bereich zu einer Steigerung um 22,3%.

Zusammenarbeit mit Reha

Zu den Haupt-Behandlungsgebieten zählen Bewegungsapparat, Schädel, Gehirn und Nervensystem, Augen, Orbita sowie Entbindung. Auf diese vier Gruppen entfallen mehr als die Hälfte aller Aufenthalte (50,8%). „Die kürzere Aufenthaltsdauer und die vermehrten tagesklinischen Aufenthalte lassen sich auf verschiedene Gründe zurückführen: Zum einen zeigen sie den medizinischen Fortschritt, andererseits die Zusammenarbeit zwischen den Privatkrankenanstalten und den Rehabilitations-Kliniken. Diese ermöglicht Patienten, dass sie nach kurzer Zeit mit der Reha starten können”, erklärt Thomas Kreuz, Finanzreferent des Verbands der Privatkrankenanstalten.

„Bei der Überprüfung der Qualitätsarbeit konnten die Privatkrankenanstalten immer sehr gute Ergebnisse vorweisen. Jetzt gilt es, diese auch für die Patienten sichtbar zu machen”, erklärt Julian M. Hadschieff, Obmann des Fachverbandes der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich. Insgesamt setzen die heimischen Privatkliniken – ohne Ordensspitä- ler – pro Jahr rund 400 Mio. € um, rechnet er vor.

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