HEALTH ECONOMY
Vinzenz Gruppe baut um © Vinzenz Gruppe

Spitäler schärfen Profil: Michael Heinisch, Andrea Kapounek, Ulrich Schmidbauer (v.li.).

© Vinzenz Gruppe

Spitäler schärfen Profil: Michael Heinisch, Andrea Kapounek, Ulrich Schmidbauer (v.li.).

23.10.2015

Vinzenz Gruppe baut um

Der Ordensspitalsträger Vinzenz Gruppe schärft sein Profil. Die fünf Wiener Spitäler der Gruppe werden zu Fachkliniken ausgebaut, hieß es beim 20 Jahr-Jubiläum.

••• Von Ina Karin Schriebl

WIEN/LINZ/RIED. Um angesichts der Veränderungen im Gesundheitswesen ihre Leistungsangebote noch besser ausrichten zu können, bündelt und erweitert die Vinzenz Gruppe als Träger von Ordensspitälern ihre Angebote. Bis zum Jahr 2020 werden die fünf Wiener Krankenhäuser der Gruppe zu Fachkliniken ausgebaut. In Oberösterreich wird die Kooperation der beiden Schwerpunkt-Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern in Linz und Ried tiefgreifend geschärft. An jedem Krankenhaus-Standort wird zusätzlich ein „Gesundheitspark” errichtet. Die „Strategie 2020. Für eine gesunde Zukunft” wurde im Rahmen des 20. Geburtstags der Vinzenz Gruppe vorgestellt.

Abstimmung mit KAV

„Gerade als Träger von gemeinnützigen Ordenskrankenhäusern ist es uns wichtig, angesichts der gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Veränderungen heute schon Antworten für die Bedürfnisse der Patienten von morgen zu finden”, erklärt Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe. „Daher haben wir uns intensiv damit auseinandergesetzt, wie wir mit unseren Wiener Häusern das künftige Angebot des Wiener Krankenanstaltenverbunds bestmöglich ergänzen können.” Das Ergebnis: Die Vinzenz Gruppe behält die Standorte (Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Gumpendorf, Krankenhaus Göttlicher Heiland, St. Josef-Krankenhaus, Orthopädisches Spital Speising und Herz-­Jesu Krankenhaus) bei, aber schärft deren Profil. „Wir bilden fünf Fachkliniken und bieten somit höchste Expertise für klar definierte Krankheitsbilder.” Weiterhin erhalten bleibt das akutmedizinische Angebot an die Wiener Patienten.

Für Ulrich Schmidbauer, Chirurg und Sprecher der ärztlichen Direktoren in der Vinzenz Gruppe, liegen die Vorteile von Fachkliniken auf der Hand: „Wissen schafft Wissen. Hohe Fallzahlen bedeuten hohe Expertise, viel Erfahrung und Wissensvorsprung. Vor allem Patienten mit Krankheiten, die nicht so häufig sind, sind in entsprechenden Fachkliniken bestens aufgehoben.”
Die Patienten werden künftig in den Wiener Krankenhäusern der Vinzenz Gruppe neben der gewohnten akutmedizinischen Versorgung ein größeres therapeutisches Angebot vorfinden. Alle benötigten Experten sind im Haus, was kürzere Wege und die Vermeidung von Doppelbefundungen mit sich bringt. Mitarbeiter können mehr Erfahrung in einem medizinischen Schwerpunkt sammeln und sich spezialisieren. „Eine Fachklinik mit hochspezialisierter Medizin ist zudem attraktiv für Spitzenmediziner”, sagt Schmidbauer.

Startschuss vor einem Jahr

„Wir haben vor einem Jahr den Startschuss für die Umsetzung des Strategieprozesses gegeben. Heuer und im Jahr 2016 stehen keine Veränderungen der Abteilungen in unseren Krankenhäusern an. In dieser Zeit bereiten wir gemeinsam mit der Mitarbeitern alles für die konkreten Schritte vor. Erste spürbare Veränderungen werden sich für die Patienten ab 2017 zeigen – dann werden einige Abteilungen übersiedeln”, sagt Heinisch.

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