INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Bits & Bytes im Griff © www.timeline.at/Rudi Handl

Ein Kernthema beim VÖSI Software Day war die Bedeutung nachhaltig digitalisierter Gesellschaften für unsere Zukunft.

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Ein Kernthema beim VÖSI Software Day war die Bedeutung nachhaltig digitalisierter Gesellschaften für unsere Zukunft.

Redaktion 11.10.2019

Bits & Bytes im Griff

Der VÖSI Software Day www.softwareday.at am 2. Oktober verzeichnete mit rund 200 Besuchern einen neuen Rekord.

WIEN. Mit fünf parallelen Tracks mit den Schwerpunkten Innovation, Business, Technologie und heuer neu Nachhaltigkeit und Innovation wurde beim VÖSI Software Day inhaltlich viel angeboten.

„Um digitale Transformation zu ermöglichen, braucht es eine gute Zusammenarbeit zwischen Management, Fachabteilungen, IT und externen Umsetzungs-Partnern – das ist eine Reise und ständige Weiterentwicklung”, umriss Peter Lieber, Präsident des Verbands Österreichischer Software Industrie (VÖSI), das Motto des Software Days: „Enable Digital Transformation – It’s not a project, it’s a journey”.
Österreich ist ein Mittelstandsland, „daher ist es wichtig, auch KMU auf dieser Reise mitzunehmen”, forderte Alfred Harl, Spartenobmann der WKÖ Sparte IC und des Fachverbands UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie). Harl präsentierte auch die neue Initiative KMU Digital: „Damit wollen wir KMU ganz konkret unterstützen, die Digitalisierung im eigenen Unternehmen erfolgreich umzusetzen.” Das Programm hat zwei Teile: Beratungs- und Umsetzungsförderung. Damit können Klein- und Mittelbetriebe aller Branchen gezielt und ganz ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend Status- und Potenzialanalysen sowie als Vertiefung Strategieberatungen in Anspruch nehmen und dabei Tools mit unterschiedlichen Schwerpunkten wählen (z.B. Geschäftsmodelle und Prozesse, E-Commerce und Online-Marketing, IT-Security).

An Nachhaltigkeit denken

„Viele haben gerade bei der Blockchain-Technologie einen hohen Energieverbrauch im Kopf – das ist natürlich ein großer Konflikt mit der Nachhaltigkeit”, verdeutlichte Clara Schneidewind vom Institut für Logic and Computation an der TU Wien das Spannungsfeld zwischen digitalen Möglichkeiten und Nachhaltigkeit.

Neue Software-Architekturen können aber sehr wohl für eine nachhaltige Entwicklung genutzt werden. Schneidewind: „Transparenz, Dezentralisierung und Partizipation sind die großen Vorteile der Blockchain-Technologie; daraus ergeben sich ganz viele spannende Anwendungsmöglichkeiten, auch im Sinne einer nachhaltigen Gesellschaft als demokratisches Partizipationsinstrument.”
Im Ausstellungsbereich präsentierten sich u.a. AIT, Avesor, Hatahet productivity solutions, Sparx Systems, die neue deutsche IT-Fachmesse Twenty2X, Firestart, Infrasoft sowie die Weiter­bildungsinstitutionen ETC und Conect. Der Software Day 2020 findet am 7. Oktober – wieder in der WKÖ – statt. Als Neuerung ist eine Kooperation mit dem deutschen IT-Unternehmertag geplant. Neu hinzu kommt auch eine Länderpartner­schaft (2020 mit Kanada). (pj)

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