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Die harte Wirklichkeit © APA/AFP/Ina Fassbender
© APA/AFP/Ina Fassbender

Redaktion 27.03.2020

Die harte Wirklichkeit

Die Coronakrise wird die Wirtschaftsprognosen global zu Makulatur gestalten – die Pfeile zeigen bereits mehrheitlich nach unten.

Gastbeitrag ••• Von Monika Rosen

Europa▼

Erste Schätzungen für die Euro­zone gehen von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im 1. Quartal um 2,5% aus.

USA

In den USA wird eine kurze, aber scharfe Rezession erwartet, für das 1. Quartal belaufen sich die Schätzungen auf eine Stagnation der Wirtschaft, also ein Null-Wachstum.

Japan▼

Schon vor dem Ausbruch des Corona­virus drohte die japanische Konjunktur in die Rezession zu schlittern. Sollten jetzt auch noch die Olympischen Sommerspiele in Tokio verschoben werden müssen, könnte das weitere 1,5% an Wachstum in Japan kosten.

China▲

Die Konjunkturdaten aus China zeigen bereits, wie tief die Schleifspuren durch die gesetzten Maßnahmen auch andernorts sein könnten: Umsätze im Einzelhandel –20%, Industrieproduktion –13%. Für das Gesamtjahr könnte heuer ein Wachstum von „lediglich” 3% drohen, das wäre der geringste Wert seit den 70er-Jahren.

Indien▲

Auch die indische Konjunktur wurde durch die Coronakrise auf dem falschen Fuß erwischt, schon vor Ausbruch der Pandemie war das Wachstum deutlich verlangsamt. Für das kommende Fiskaljahr (ab 1. April) wird derzeit noch ein Wachstum von 3,5% erwartet, das Risiko der Prognose wird wohl nach unten gerichtet sein.

Lateinamerika▼

Im Zuge der Coronakrise erwarten Ökonomen für heuer in Mexiko einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,6%, in Brasilien um 0,9%. In Argentinien soll die Konjunktur 2020 um 2,5% schrumpfen, in Chile um 0,5% und in Ecuador um 2,7%.

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