INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Die Österreicher ­möblieren Mailand © Vasku & Klug

Spektakulär Die Besucher von „Austrian Design – Pleasure & Treasure” werden durch ein Schaumstoffbad zu den Exponaten waten.

© Vasku & Klug

Spektakulär Die Besucher von „Austrian Design – Pleasure & Treasure” werden durch ein Schaumstoffbad zu den Exponaten waten.

Redaktion 15.03.2019

Die Österreicher ­möblieren Mailand

Zahlreiche Produzenten sowie mehr als 40 Spitzendesigner repräsentieren die Alpenrepublik bei der Top-Möbelmesse.

MAILAND/WIEN. Bereits zum achten Mal präsentiert die Aussenwirtschaft Austria parallel zur Möbelmesse eine hochkarätige Auswahl neuester Design-Produkte aus Österreich – heuer in der Sala Reale, dem ehemaligen königlichen Warteraum am Zentralbahnhof.

Die exklusive Location ist nur selten zugänglich und wird nun erstmals während der Designwoche bespielt. für das Ausstellungskonzept „Austrian Design – Pleasure & Treasure” zeichnen die vielfach prämierten Architekten Vasku & Klug verantwortlich.

Im königlichen Warteraum

Vasku & Klug verwandeln die prunkvolle Sala Reale – den ehemaligen Warteraum des königlichen Hauses Savoyen – in einen Designpool. Die Besucher werden durch ein Schaumstoffbad waten und sich so den Weg zu den Exponaten bahnen.

Gezeigt wird eine breite Palette an österreichischem Interior-Design – von Wohnaccessoires wie Tischspiegeln bis zu Büromöbeln, von Tableware bis zu Leuchten. Ausgewählt wurden die Ausstellungsobjekte von einer vierköpfigen Jury nach Kriterien wie Innovationsgrad, Verarbeitung und formellen, ästhetischen sowie funktionellen Qualitäten. „Das Niveau der Einreichungen war sehr hoch”, meint Reanne Leuning, Projektleiterin und zuständig für Creative Industries bei der Aussenwirtschaft Austria.

Exportmotor Möbel

Möbeldesign „made in Austria” ist ein wichtiger Exportmotor: Laut Branchenbericht 2017/18 des Fachverbandes der Holzindustrie Österreichs erzielte die heimische Möbelindustrie zuletzt ein Exportvolumen von mehr als 900 Mio. €.

Wichtigster Handelsraum ist die EU – hier wurden mit einem Plus von 2,2% 647,6 Mio. erwirtschaftet. Der größte Handelspartner ist Deutschland (+5,6% auf 380,1 Mio.), gefolgt von Italien (+5,5% auf 39 Mio.).
„Dass gerade auf dem deutschen und italienischen Markt eine starke Nachfrage nach österreichischem Möbeldesign herrscht, bestätigt das hohe Niveau heimischer Produkte”, erklärt Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie. Dank Erfindergeist, handwerklicher Präzision, technologischem Vorsprung und einem sicheren Gespür für Qualität und Nachhaltigkeit genieße die heimische Möbelbranche hohes Ansehen, versichert der Branchenexperte. (pj)

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