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Dunkle Inflationswolken © APA/AFP/Armando Babani

Mieses Wetter Die dunklen Inflationswolken in der Eurozone werden wohl erst im kommenden Jahr verzogen sein.

© APA/AFP/Armando Babani

Mieses Wetter Die dunklen Inflationswolken in der Eurozone werden wohl erst im kommenden Jahr verzogen sein.

Redaktion 10.09.2021

Dunkle Inflationswolken

Temporäre Faktoren heizen die Teuerung an. Im November könnte sich die Inflationswetterlage beruhigen, Entspannung zum Jahreswechsel.

Gastbeitrag ••• Von Monika Rosen

Europa

Im August ist die Inflation in der Eurozone auf drei Prozent gestiegen, das ist der höchste Wert seit zehn Jahren. Ein starker Treiber sind die Energiepreise, die in den letzten zwölf Monaten um über 15% zugelegt haben (s. dazu „Unter der Lupe: Inflation in der Eurozone vor Wendepunkt”).

USA

Der US-Arbeitsmarkt blieb im August deutlich hinter den Erwartungen zurück. Statt 760.000 wurden nur 235.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, nach immerhin 1 Mio. im Juli.

Japan ▲

Der Rücktritt von Premier Yoshihide Suga ebnet wahrscheinlich den Weg für ein neues Stimulierungsprogramm. Damit sind die Chancen für eine wirtschaftliche Erholung bis Jahresende zuletzt deutlich gestiegen.

China

Die Zero Covid-Strategie Chinas hält die Fallzahlen wohl unter Kontrolle, belastet aber stark die Wirtschaft. Speziell die Schließung von Häfen und damit die Stilllegung von Warenströmen erwiesen sich als problematisch, nicht nur für China.

Indien ▲

Im 2. Quartal ist die indische Wirtschaft um über 20% gewachsen, im Vergleichszeitraum des Vorjahres ist sie um 24% geschrumpft. Die relative liberale Covid-Strategie der Regierung ermöglicht ein starkes Wachstum, aber um den Preis von hohen Fallzahlen.

Lateinamerika

Die Inflation beträgt in Brasilien derzeit fast neun Prozent, sollte sich bis Jahresende aber auf etwa sieben Prozent abkühlen. Auch das Wachstum hat im 2. Quartal enttäuscht.

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