INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Ein Durchbruch beim Stahl © Stirtec

Hightech Stirtec GmbH ist Technologieführer im Bereich Friction Stir Welding (Rührreibschweißen). Die Kernkompetenz liegt in der Lieferung von Technologie, Maschinen sowie automatisierten Fertigungsanlagen und Werk­zeugen.

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Hightech Stirtec GmbH ist Technologieführer im Bereich Friction Stir Welding (Rührreibschweißen). Die Kernkompetenz liegt in der Lieferung von Technologie, Maschinen sowie automatisierten Fertigungsanlagen und Werk­zeugen.

Paul Christian Jezek 03.03.2017

Ein Durchbruch beim Stahl

Der weltweite Technologieführer im Bereich Rührreibschweißen, Stirtec, hat das umweltfreundliche FSW-Verfahren für Stahl zur Marktreife entwickelt.

••• Von Paul Christian Jezek

GRAZ. Wenn es darum geht, hochfeste Stähle mit bis zu 10 mm Wanddicke in industriellem Maßstab zu schweißen, sorgt die mit zahlreichen Patenten abgesicherte Maxstir-Werkzeug­technologie der Stirtec GmbH durch geringen Verschleiß der Schweißwerkzeuge für hohe Pro­duktivität und geringe Kosten.

Diese neue Entwicklung in der Rührreibschweißtechnologie und das verschleißfeste Werkzeug eröffnen neue Segmente im industriellen Einsatz des Verfahrens für hochfesten Stahl. Gegenüber den derzeit verwendeten Verfahren bietet das neue Verfahren deutliche Vorteile in Qualität, Kosten und Geschwindigkeit. „Verarbeiter von hochfesten Stählen mit extrem hohen Beanspruchungen wie bei Druckrohren im Energiebereich oder ausladenden Krankonstruktionen sind sehr interessiert an den Vorteilen dieser neuen Technologie”, sagt Stirtec-Co-Gründer Gunter Figner.
„Die herausragende Umweltfreundlichkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass bei diesem Festkörperfügen keine giftigen Dämpfe, keine Schweißspritzer oder sonstige Arbeitsplatzbelastungen entstehen”, so Figner.
Führende Firmen der Raum- und Luftfahrt wie z.B. Space-X verwenden die Technologie bereits für Aluminiumanwendungen und können zukünftig auch für die Bearbeitung von hoch­festen Stählen darauf zugreifen.

Es gibt schon erste Aufträge

„Mehrere namhafte Industriefirmen haben Interesse an unserem Verfahren und unseren Werkzeugen für Stahl angemeldet”, bestätigt Co-Gründer Thomas Weinberger. „Es sind bereits erste Kundenaufträge eingelangt. Aktuell liegt unser Fokus auf der Serienüberleitung und Prozessstabilität für die Anforderungen der Serienfertigung. Bis Jahresende wollen wir unseren Ingenieur- und Facharbeiterstock um zehn bis fünfzehn Personen aufstocken, um so Kapazitäten für die anstehende Marktnachfrage zu schaffen.”

Die erst 2013 gegründete Stirtec wird die Entwicklungsarbeit im Bereich hochfester Stähle weiter fortsetzen und ist zuversichtlich, deutlich höhere Festigkeiten und Dicken mit diesem Verfahren industriell schweißen zu können und damit Lösungen für Anforderungen anzubieten, die heute noch sehr kostspielig und zeitraubend gelöst werden müssen.

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