INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Erstmals über der Marke von 200.000 Einheiten
britta biron 03.04.2015

Erstmals über der Marke von 200.000 Einheiten

World Robotics Vorläufige Zahlen der International Federation of Robotics zeigen neuen Absatzrekord

China, Südkorea, Japan, USA und Deutschland sind die wichtigsten globalen Absatzmärkte.

Die vorläufige Statistik für 2014 geht von einer neuen Rekordmarke von insgesamt 225.000 verkauften Industrierobotern aus.

Chicago. „Im abgelaufenen Jahr hat die Zahl der weltweit verkauften Industrie-Roboter erstmals die Marke von 200.000 Einheiten überschritten”, freut sich Arturo ­Baroncelli, Präsident der International Federation of Robotics (IFR). Aufgrund der vorläufigen Zahlen geht man davon aus, dass ­insgesamt 225.000 Einheiten verkauft wurden, was einem Plus gegenüber 2013 von satten 27% entspricht.

„Stärkste Nachfragetreiber waren auch im Vorjahr die Automobilindustrie gefolgt von der Elektronikbranche”, so Baroncelli.

Plus in allen Regionen

Allerdings steigt, vor allem durch die technische Weiterentwicklung der Robotiklösungen, auch die Nachfrage aus neuen Branchen wie etwa der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie sowie dem Pharma- und Kosmetiksektor. Hinsichtlich der Hauptabsatzmärkte zeigt sich, dass die Industrie im asiatische Raum zunehmend auf Automatisierung setzt; insgesamt rund 140.000 Einheiten wurden hier abgesetzt, im Vergleich zu 98.807 im Jahr 2013. Auch die Verkäufe in Europa und Amerika haben neue Rekordwerte erreicht. Dass die prozentuelle Steigerung hier deutlich geringer als in Asien ausfällt, liegt vor allem daran, dass sowohl in Europa als auch Amerika die Automatisierungsrate deutlich höher als in Asien ist. Aufgesplittet nach einzelnen Märkten, ist China wieder Spitzenreiter mit 56.000 verkaufte Einheiten – das entspricht einer Steigerung um 54%. Profitiert von dieser deutlichen Nachfragesteigerung haben vor allem ausländische Hersteller, von denen der Großteil (rund 40.000) der neuen Roboter in China stammt.

China mit eigenen Robotern

Allerdings zeigt sich eine zunehmende Tendenz der chinesischen Unternehmen zu Robotiklösungen aus dem eigenen Land. 2013 lag der Absatz mit 9.000 Einheiten drei Mal so hoch wie 2012, und im Vorjahr konnten die chinesischen Hersteller mit 16.000 Stück ihre Position nochmals deutlich festigen.Ein Umstand, den ausländische Unternehmen künftig bei ihren Marktstrategien wohl werden berücksichtigen müssen – vor allem auch vor dem Hintergrund, dass das Reich der Mitte seine Aufholjagd noch lange nicht abgeschlossen hat. Denn nach wie vor liegt der Automatisierungsgrad in Chinas Industrie mit rund 30 Industrie-Robotern je 10.000 Arbeitnehmer deutlich unter jener der westlichen Industrienationen oder Japan.An zweiter Stelle liegt Südkorea mit 39.000 Einheiten, die vor allem aus den ambitionierten Ausbauplänen der lokalen Automobilins-trie resultieren. Mit rund 28.000 Einheiten (vs. 25.110 im Jahr 2013) rangiert Japan auf Platz drei, etwa ebenso viele Roboter wurden in den USA abgesetzt, und auf Deutschland (5. Platz) entfallen rund 20.000 Einheiten.

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