INDUSTRIAL TECHNOLOGY
futurezone award für die Blockchain © Getty Images/Alistair Berg

Gepriesen Die Branchenlösung auf Blockchain soll Kostenreduk­tion, Transparenz, Fälschungs­sicherheit sowie Zeit- und Ressourcenersparnis bringen.

© Getty Images/Alistair Berg

Gepriesen Die Branchenlösung auf Blockchain soll Kostenreduk­tion, Transparenz, Fälschungs­sicherheit sowie Zeit- und Ressourcenersparnis bringen.

Redaktion 06.12.2019

futurezone award für die Blockchain

Ein im wahrsten Wortsinn ausgezeichnetes Projekt ermöglicht die Digitalisierung von Frachtdokumenten.

WIEN. Um die Potenziale der Blockchain für die Logistikbranche zu nützen, starteten die Transportunternehmen DB Schenker, Lkw Walter und GS1 Austria, EDI-Dienstleister Editel Austria, die Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL) und die WU Wien gemeinsam mit der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY ein Pilotprojekt, das nun mit dem futurezone award ausgezeichnet wurde.

„Dass wir damit den Papierverbrauch massiv reduzieren und einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten, ist besonders schön”, kommentiert Andrea Plöchl-Krejci, Senior Manager und Logistik-Spezialistin bei EY Österreich. „Außerdem wird sich die Blockchain Initiative Logistik 2020 erweitern: Es gibt die Möglichkeit, als zusätzlicher Partner ins gemeinschaftliche Projekt einzusteigen und es inhaltlich mitzugestalten. Davon profitieren besonders Logistikunternehmen sowie Industriebetriebe, bei denen internationale Logistik eine Rolle spielt.”

75 Millionen Prozesse

Mit der Digitalisierung von Dokumenten wie Frachtbriefen (CMR) können jährlich rund 75 Mio. Logistikprozesse automatisiert werden. Zudem können bis zu zwölf Mio. Blätter Papier eingespart werden – Frachtdokumente sind meist papierbasiert und deren Handhabung und Übergabe erfolgt daher oft unkontrolliert.

Bei der Umsetzung des Projekts wird auch der neue internationale Standard für den elektronischen Frachtbrief, „e-CMR”, der noch nicht in allen Ländern ratifiziert ist, berücksichtigt.
Nach zwei erfolgreichen Projekten gemeinsam mit der Stadt Wien für die Implementierung von Blockchain in der öffentlichen Verwaltung, die international viel Aufmerksamkeit erhalten haben, beweist EY mit der Blockchain Initiative Logistik erneut Pioniergeist.
Nach der erfolgreichen heurigen Pilotphase wird das Projekt 2020 in eine kommerzielle Plattform münden. „Die digitale Transformation bringt unzählige neue technologische Möglichkeiten mit sich”, sagt Michael Schramm, Leiter des EY Blockchain-Kompetenzzentrums im deutschsprachigen Raum.
„Der Knackpunkt ist, die Potenziale dieser Technologien auszuloten und auszutesten, welchen Mehrwert verschiedene Lösungen für Unternehmen und Branchen mit sich bringen.” (pj)

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