INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Holz in der Wolke © Kapsch BusinessCom (2)

Das Problem „Die logistische Lagerarbeit ist ein großes Problem z.B. für eine Holzmöbel­manufaktur”, sagt Mark Winkler von Kapsch BusinessCom.

© Kapsch BusinessCom (2)

Das Problem „Die logistische Lagerarbeit ist ein großes Problem z.B. für eine Holzmöbel­manufaktur”, sagt Mark Winkler von Kapsch BusinessCom.

Paul Christian Jezek 11.05.2018

Holz in der Wolke

Bits zwischen Baum und Borke: Wie Kapsch mit einem digitalen Fingerprint die verarbeitende Industrie revolutioniert.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge (IoT) sowie Robotik umfassen immer mehr Bereiche der Produktion von Gütern und Dienstleistungen. Im kommenden Jahrzehnt wird nahezu jedes Haushaltsgerät und jede Industriemaschine mit dem Internet verbunden sei.

Einer der Industrie-Pioniere, welche die Digitalisierung mit ihren innovativen Produkten und Lösungen maßgeblich mitvorantreiben, ist Kapsch BusinessCom. Im Zuge der Hannover Messe 2018 vermittelte Mark Winkler, Head of Digital Transformation & Business Development bei Kapsch BusinessCom, einen exklusiven Einblick ins firmeninterne Forschungslabor.

Daten wandern in die Cloud

Ein aktuelles Pilotprojekt der Kapsch-Gruppe dient der eindeutigen Nachverfolgung und Identifikation einzelner Rohstof­fe oder Teilkomponenten ent­lang der gesamten Lieferkette.

„Bislang waren Kategorisierung und Lagerhaltung ein komplexes Prozedere, da sämtliche Daten der Rohstoffe in unterschiedlichen Listen individuell erfasst werden mussten”, erläutert Winkler. „Dank der intelligenten Industriekamera von Kapsch ist es nun möglich, die Oberfläche von z.B. Holzrohstoffen in Höchstgeschwindigkeit automatisiert zu scannen und mit Verarbeitungsparametern wie Temperatur, Beschaffenheit, Dichte und Herkunft zu verknüpfen.”
Um größtmögliche IT-Sicherheit und Ressourceneffizienz zu gewährleisten, wandern die erhobenen Datensätze direkt in die Cloud-Lösung Microsoft Azure.
So kann Kapsch alle Produkt- und Produktionsparameter an einem zentral gesicherten und rund um die Uhr zugänglichen Ort konsolidieren.
„Dank der Verknüpfung mit Microsoft Azure fließen die im Zuge dieser Produktionsstufen gewonnenen Daten zentralisiert in der Cloud-Lösung zusammen, und wir können durch modernste AI-Lösungen und umfassende Data-Analytics auch die Verarbeitungs- und Produktqualität vorhersagen”, erklärt Winkler.
„So lassen sich u.a. Wartungsmaßnahmen vorhersehen und Störzeiten maßgeblich minimieren.” Man darf gespannt sein, welche innovativen Produkte und Lösungen zur nachhaltigen Gestaltung dem Kapsch Forschungslabor künftig entspringen werden …

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