INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Industriestandort auf Digitalisierungskurs © Festo
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Paul Christian Jezek 06.10.2017

Industriestandort auf Digitalisierungskurs

Oberösterreich pusht Innovationsführerschaft und setzt auf erstklassige Infrastruktur und gut ausgebildete Fachkräfte.

••• Von Paul Christian Jezek

Digitalisierung schafft die Basis für neue Geschäftsmodelle, Beschäftigung und Möglichkeiten, sich im internationalen Wettbewerb zu positionieren.

Als starker Produktions­stand­ort hat Oberösterreich grundsätzlich gute Karten, aus der digitalen Transformation der kommenden Jahre gestärkt hervorzugehen. 2016 hat das Bundesland die „Leitinitiative Digitalisierung” gestartet, heuer liegt der Schwerpunkt auf Produktion, Informationssicherheit, generativer Fertigung/3D-Druck, vernetztem Fahren sowie Fachkräften. Als konkretes Ziel haben sich Land und WKOÖ vorgenommen, den Digitalisierungsgrad der oö. Unternehmen bis 2022 von derzeit 40 auf 60% zu steigern. Dazu ist vor allem der flächendeckende Ausbau eines 100-Mbit-Breitbandnetzes (mithilfe der OÖ. Errichtungsgesellschaft) notwendig.

Smarte Produktion

Mit der Johannes Kepler Uni, den Fachhochschulen, außer­universitärer Forschung, Ausbildungsstätten wie HTL und mit innovativen Unternehmen bringt Oberösterreich viele Voraussetzungen mit, um bei den mit smarter Produktion verbundenen Technologien erfolgreich zu sein.

Mit der Intelligenten Forschungsfabrik „LIT Factory”, die an der JKU errichtet wird, bekommen diese Institutionen eine „Spielwiese”, auf der neue Ideen entwickelt und auf ihre Tauglichkeit für den Einsatz im Echtbetrieb getestet werden können.
Smarte Produktion vereint viele Kernkompetenzen Oberösterreichs – sowohl auf Unternehmens- als auch auf Forschungsseite: Mechatronik, IKT, Werkstofftechnologie – Kunststoff, Metall, Holz, Leichtbau, Composite, Alu bis hin zur Logistik.

Smarte Forschung

Auch das neue COMET K2-Zentrum „LCM Center for Symbiotic Mechatronics” verspricht einen Innovationsschub bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien wie autonome Fahrzeuge, intelligente Produktionsanlagen, vorausschauende Assistenz-Systeme sowie selbstlernende Maschinen.

Wesentliche Leistungsträger für den Digitalen Wandel in Oberösterreich sind gleich drei Forschungseinrichtungen in ­Hagenberg: RISC Software GmbH, Software Competence Center Hagenberg GmbH (SCCH) und Fachhochschule OÖ.
U.a. soll Hagenberg zum internationalen Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit werden; ein Schwerpunkt wird dabei der Aufbau eines „Information Security Hub” in OÖ sein – mit einer Servicestelle, die das Thema im Bewusstsein der Unternehmen verankert und diese bei Aspekten der IT-Sicherheit – wie Technik, Recht, Umsetzung, Risikomanagement, etc. – unterstützt.

Smarte Resultate

Schon zwischen 2008 und 2013 ist in Oberösterreich die Wertschöpfung im Bereich „Information & Kommunikation” jährlich durchschnittlich um 7,3% gewachsen – und damit fast drei Mal so stark wie im Österreich-Durchschnitt, der bei 2,5% liegt.

Die Zahl der Beschäftigten in diesem Wirtschaftssegment ist in Oberösterreich in den Jahren 2011 bis 2013 um 7,8% angestiegen (Statistik Austria 2016) und zeigt damit das höchste Branchen-Wachstum.

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