INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Jetzt geht’s los! © APA/Roland Schlager

Infrastrukturminister Hofer und Wirtschaftsministerin Schramböck bei der Vorstellung der Digitalisierungsagentur (DIA).

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Infrastrukturminister Hofer und Wirtschaftsministerin Schramböck bei der Vorstellung der Digitalisierungsagentur (DIA).

Redaktion 08.06.2018

Jetzt geht’s los!

Geht es nach ihren Schöpfern, wird die neu geschaffene DIA der digitalen Infrastruktur ordentlich Dampf machen.

••• Von Helga Krémer

WIEN. Was die Digitalisierung in Österreich anbelangt, so ist man versucht, Pulitzer-Preisträger Carl Sandberg abzuwandeln: „Stell dir vor, es ist Digitalisierung, und keiner geht hin.” Doch Rettung naht – in Form der neuen Digitalisierungsagentur, kurz DIA. Geschaffen vom Wirtschafts- und Verkehrsministerium, soll sie in den Handlungsfeldern Digitale Infrastruktur, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft, Forschung, Entwicklung und Innovation sowie Datenschutz und Datenwirtschaft agieren – als Plattform zur Koordination und Abstimmung unterschiedlicher Akteure.

Die wichtigste Zielgruppe seien kleine und mittlere Unternehmen, betonte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck bei der Vorstellung der DIA: „Fast 98 Prozent aller österreichischen Unternehmen sind Kleinst- und Mittelbetriebe.”
Die Behörde wird in der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in Wien eingerichtet und wird diesen Sommer starten. Bis ins Jahr 2020 soll die DIA 13 Mio. € Budget erhalten und 20 Mitarbeiter. Ein Beirat, bestehend aus Wirtschaftsvertretern und Experten, wird das Projekt begleiten. Ein starker Fokus werde auf die Umsetzung der definierten Pilotprojekte gelegt, um die heimische Wirtschaft bei der digitalen Transformation kontinuierlich zu unterstützen.

Stimmen zur DIA

„Um in diesem Zukunftsfeld voranzukommen, müssen alle Akteure – von Verwaltung und Wirtschaft bis Wissenschaft – zusammenarbeiten und aktiv werden. Innovation Hubs und 5G Labs oder Themen wie Blockchain und Artificial Intelligence sind enorm wichtig für unseren Wirtschaftsstandort”, betont Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer.

Auch die Internetoffensive Österreich begrüßt die Impulse der Bundesregierung zur Stärkung unseres Digitalstandorts: „Die neue Digitalisierungsagentur nimmt sich in ihrer Rolle als Steuerungscockpit der ressortübergreifenden Digitalisierungsprojekte an und beschleunigt dadurch ihre Realisierung in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung”, so Michaela Novak-Chaid, Präsidentin der Internetoffensive Österreich und Geschäftsführerin von HP Austria.

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