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Mobilfunker Drei im 5G-Fieber © Philipp Lipiarski

„Pro Jahr statten wir derzeit rund 1.000 Mobilfunkstandorte mit vollkommen neuer Technik aus oder errichten sie ganz neu”, sagt Drei-CEO Rudolf Schrefl.

© Philipp Lipiarski

„Pro Jahr statten wir derzeit rund 1.000 Mobilfunkstandorte mit vollkommen neuer Technik aus oder errichten sie ganz neu”, sagt Drei-CEO Rudolf Schrefl.

Redaktion 01.04.2022

Mobilfunker Drei im 5G-Fieber

Der Umsatz ist gewachsen, das EBITDA bleibt stabil, und das 5G-Netz wird kräftig und überall ausgebaut werden.

WIEN. Die Internetnutzung in Österreich hat im zweiten Pandemiejahr sowohl bei Privathaushalten als auch bei Unternehmen neuerlich kräftig zugenommen.

Entgegen der allgemeinen Preisentwicklung sind die Mobilfunkpreise laut RTR Preisindex in den letzten zwei Jahren um fünf Prozent gesunken, die Datennutzung im Drei-Netz stieg im selben Zeitraum um 40% auf 1,2 Mio. TB.

5G soll in den letzten Winkel

„Um die Datenmengen, die unsere Kunden und Kundinnen in Zukunft benötigen, in ausgezeichneter Qualität anbieten zu können, errichtet Drei das größte und modernste 5G-Netz Österreichs bis in die entlegensten Gemeinden”, so Drei-CEO Rudolf Schrefl bei seinem Jahresbilanzgespräch. Für zwei Drittel der Kunden sei der neue Mobilfunkstandard 5G bereits verfügbar, am Ende des Ausbaus sollen 98% der Drei-Nutzer Zugang zu 5G haben. Wien sei schon zu 80% mit 5G abgedeckt, sagte Schrefl. Der Drei-Chef erwartet, dass das Datenaufkommen zwar weiter steigen wird, jedoch nicht mehr so stark wie in der Pandemie. 60% des Volumens machen ­­Streamingdienste aus, weshalb Schrefl mit anderen Telekombetreibern eine Abgabe für die Dienste verlangt, die „hohe Bandbreiten beanspruchen und die Infrasruktur belasten”. Vergleichen ließe sich das mit der Lkw-Maut auf den Autobahnen.

Der Gesamtumsatz von Drei stieg 2021 um zwei Prozent auf 866 Mio. € und ist damit wieder auf Vor-Pandemie-Niveau. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und das Betriebsergebnis (EBIT) blieben mit 338 Mio. € bzw. 192 Mio. € konstant.
„Angesichts des anhaltenden Preisverfalls und der Vermeidung von Kurzarbeit bzw. Mitarbeiterabbau – wir beschäftigen weiterhin konstant 1.600 Mitarbeiter – sind wir zufrieden, dass wir unsere Umsätze steigern und unsere Gewinne halten konnten”, so Schrefl. (hk)

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