INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Nichts geht ohne die „Chemiker” © Adler

Die Chemie­industrie engagiert sich für ein forschungs- und technologie­freundliches Umfeld, in dem sie mit ihrer Innovationskraft Lösungen für die zenralen gesellschaftlichen Herausforderungen leisten kann und will.

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Die Chemie­industrie engagiert sich für ein forschungs- und technologie­freundliches Umfeld, in dem sie mit ihrer Innovationskraft Lösungen für die zenralen gesellschaftlichen Herausforderungen leisten kann und will.

Redaktion 17.04.2020

Nichts geht ohne die „Chemiker”

Die Chemische Industrie steht für 8,7% der Investitionen und 11,4% der Beschäftigten der heimischen Industrie.

WIEN. Österreichs Chemische Industrie ist mit knapp zehn Prozent der gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Industriebereich und mit rund 250 Betrieben und mehr als 45.000 Beschäftigten für mehr als zehn Prozent des heimischen Produktionswerts verantwortlich.

Damit ist ein wesentlicher Anteil aller Industriearbeitsplätze im Bereich Chemie angesiedelt.

Wachstum „vor” dem Virus

In den ersten drei Quartalen 2019 konnte der österreichische Außenhandel mit Chemiewaren um stolze 7,7 % zulegen. Zweistellige Zuwächse verzeichneten pharmazeutische Grundstoffe und Spezialitäten sowie Düngemittel.

Der wichtigste Handelspartner ist Deutschland, wohin Chemiewaren im Wert von 4,3 Mrd. € exportiert werden. Dieser Wert stieg um 7,5% zum Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Mit Waren im Wert von 1,7 Mrd. € folgt mit großem Abstand die Schweiz; auch hier verzeichneten die Exporte ein Plus, nämlich von 20%. Die Exporte von Chemiewaren innerhalb Europas stiegen stärker als die Importe nach Österreich.

Zum Beispiel … Kunststoff

Die heimische Kunststoffbranche ist sehr vielfältig und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette – vom Rohstoff bis zum Produkt. Dazu gehören Rohstoffherstellung, Kunststoffverarbeitung und -maschinenbau, Werkzeug- und Formenbau sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Effiziente Netzwerke garantieren eine zukunftsorientierte Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die Kunststoff-Cluster mit teilweise grenzüberschreitenden Aktivitäten in Osteuropa ermöglichen der Branche – „virusbereinigt” – sehr gute Wachstumsbedingungen.

Die Umwelt im Blick

„Responsible Care” in der Chemischen Industrie bedeutet nicht nur eine Halbierung der Arbeitsumfälle, sondern auch ein großes Plus für die Umwelt.

Verbundwerkstoffe wie auch naturfaserverstärkte Kunststoffe spielen eine bedeutende Rolle im boomenden Leichtbau und bringen völlig neue Funktionalitäten in die Branche ein.
Mehrere Tausend Tonnen Kunststoff-Verpackungen werden jährlich recycled: Zum einen wird Granulat für die Erzeugung neuer Kunststoffprodukte hergestellt, zum anderen wieder Rohstoffe für die Chemische Industrie gewonnen. Die Idee der Kreislaufwirtschaft verkörpert seit Jahren die Vision einer Wirtschaft mit kontrolliertem Ressourcenverbrauch. (pj)

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