INDUSTRIAL TECHNOLOGY
NÖ-Firmen im Rampenlicht der WM © Gabriel-Chemie

Bitte nur den Sessel mit den drei Erklärungen verwenden!

© Gabriel-Chemie

Bitte nur den Sessel mit den drei Erklärungen verwenden!

Redaktion 14.06.2018

NÖ-Firmen im Rampenlicht der WM

Russische Stadien setzen auf Masterbatches von Gabriel-Chemie.

GUMPOLDSKIRCHEN. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 bis 15. Juli in Russland ist Österreich zwar mit seiner Nationalmannschaft nicht dabei, wohl aber mit einigen heimischen Unternehmen, die prestigeträchtige Aufträge rund um das sportliche Großereignis an Land ziehen konnten. Auch zwei niederösterreichische Betriebe rücken ins Bild, wenn das runde Leder einen Monat läuft.

Den für Millionen TV-Zuschauer sichtbarsten Beitrag aus dem Land unter der Enns wird die Firma Gabriel-Chemie aus Gumpoldskirchen liefern. Das Industrieunternehmen aus dem Bezirk Mödling hat nämlich rund 400.000 Sitzplätzen in den russischen WM-Stadien - darunter dem großen Luzhniki-Stadion in Moskau für 81.000 Zuschauer - die richtigen Farben verpasst.

Gabriel-Chemie erzeugt mit 590 Beschäftigten in Gumpoldskirchen sowie in weiteren Werken in Europa rund 60.000 Farbtöne, sogenannte Masterbatches. Diese Farbkonzentrate finden vielfach Verwendung, so z.B. auf den Verschlüssen von Limonadenflaschen, auf Kosmetikdosen, Skischuhen, Telekommunikationskabeln oder eben auf Kunststoffsitzen in Sportarenen.

Neben den funktionalen Anforderungen an die Sessel, wie Haltbarkeit, Farbechtheit und Lichtbeständigkeit, „ist in den Fußball-Stadien wegen der strengen Sicherheitsbestimmungen auch der Faktor Flammschutz zur Eindämmung eines möglichen Feuers ein enorm wichtiges Thema“, erklärt Gabriel-Chemie-Unternehmenssprecherin Nicole Ziegler. Für Russland habe man die Masterbatches so entwickelt, dass die optischen und mechanischen Eigenschaften der Kunststoffsitze über deren gesamte Lebensdauer stabil erhalten bleiben.

Bestens verkabelt
Bereits ab dem ersten Spieltag der Fußball-WM wird auch die Studiotechnik-Firma Poyer GmbH aus Ried am Riederberg den Beweis ihrer hohen fachlichen Kompetenz erbringen müssen. Der Hightech-Betrieb aus dem Wienerwald sorgt im internationalen TV-Übertragungszentrum IBC in Moskau dafür, dass dort die Verkabelung höchsten Standards entspricht. „Während der WM in Russland sind wir mit zehn Mitarbeitern im Volleinsatz“, sagt Geschäftsführer Peter Poyer.

Durch das Mitwirken der Poyer GmbH bekommen alle bei der Fußball-WM akkreditierten ausländischen Fernseh- und Radiostationen Bild- und Tonsignale einwandfreier Qualität von den Spielstätten. So übernimmt allein der ORF aus dem IBC vom russischen TV bis zu 32 verschiedene Signalpakete, mittels derer er sowohl die Live-Übertragung der Matches als auch die Hintergrundberichterstattung abwickelt. (pj)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL