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Ski fürs Reich der Mitte © Doppelmayr

Während der Skizirkus in den Alpen langsam an seine Grenzen stößt, sollen Millionen Chinesen zu Skifahrern werden.

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Während der Skizirkus in den Alpen langsam an seine Grenzen stößt, sollen Millionen Chinesen zu Skifahrern werden.

Redaktion 17.05.2019

Ski fürs Reich der Mitte

Die österreichische Wintersportindustrie will Geld vom Bund, um den Hoffnungsmarkt China besser erschließen zu können.

WIEN. Die heimischen Wintersport-Firmen haben einen Bittbrief an die Bundesregierung verfasst; Hintergrund des Vorstoßes sind die Olympischen Winterspiele 2022, die in der chinesischen Hauptstadt Peking abgehalten werden.

Atomic, Fischer, Head, Blizzard und etliche Firmen, die mit der Skibranche verbunden sind, wollen vom aktuellen Wintersport-Boom profitieren: Langfristig könne China nämlich zum größten Markt für heimische Skierzeuger werden, heißt es.

Für chinesische Skilehrer

Zwar sei der wichtigste Markt für die Skifirmen noch immer Europa, doch die Absätze stagnieren weltweit und sind stark von der Schneelage abhängig, sagt Atomic-Chef Wolfgang Mayrhofer, der Sprecher der Österreichischen Skiindustrie.

In einer Initiative mit dem Titel „Go China” wollen die Wintersport-Firmen nun ihre Kräfte bündeln. In einem ersten Schritt wollen sie 1.000 Skilehrer in China mit österreichischen Produkten ausrüsten und ausbilden; schließlich hätten Skilehrer eine wichtige Vermittlerrolle für angehende Skifahrer.
Unterzeichnet haben den Appell neben den vier Skiherstellern u.a. auch der Seilbahnhersteller Doppelmayr und die auf Ticketsysteme spezialisierte Grödiger Firma Skidata. (pj)

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