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Sonne am Dach © PBH Holding

Die Eigenanlage der Poschacher Natursteinwerke wurde 2021 in Betrieb genommen und wird noch weiter ausgebaut.

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Die Eigenanlage der Poschacher Natursteinwerke wurde 2021 in Betrieb genommen und wird noch weiter ausgebaut.

Redaktion 01.04.2022

Sonne am Dach

Für Industriebetriebe ist der Strompreis ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Gut, wenn man selbst Strom erzeugt.

WIEN / KLAGENFURT. Unter dem „Dach” der Poschacher Baustoff Holding (PBH) finden sich viele Dächer – das eines Baustofffachhandels, eines Dachdecker-Spenglereibetriebs, eines Bedachungsfachhandels, des Einkaufszentrums Donaupark Mauthausen und der Poschacher Natursteinwerke. Platz also für eine sinnvolle Dachflächennutzung.

Die Idee, die Dachflächen mit Photovoltaikanlagen auszurüsten, entstand im Jahr 2018. Da die PBH damals nur Handelsbetriebe hatte, war der Eigenbedarf an Sonnenstrom noch überschaubar. Aus diesem Grund fiel die Entscheidung, eine Kooperation mit der Firma Photovoltaik Installations (PVI) aus Klagenfurt einzugehen. 2019 wurde die erste Photovoltaik-Anlage am Wiener Standort der Austrodach in Maria Lanzendorf fertiggestellt.
Dieses erfolgreiche Projekt veranlasste die PBH schließlich dazu, der Firma PVI die Dachflächen an allen Standorten zu Verfügung zu stellen.
Mit der Eingliederung der Poschacher Natursteinwerke in die PBH kam es schließlich zur Errichtung der ersten Photovoltaik-Eigenanlage. Da die Poschacher Natursteinwerke als Industriebetrieb einen sehr hohen Energieverbrauch haben und die Strompreise stetig steigen, entschied man sich für eine Anlage mit 500 kWp (Kilowatt-Peak). Auch diese Errichtung wird von der Firma PVI begleitet.

Es summiert sich

Die Dachflächen der PVI umfassen rund 10.000 m², rechnet man bei der PBH zusammen: „Bei den Eigenanlagen werden es ca. 2.000 Quadratmeter sein – die Poschacher Natursteinwerke befinden sich im Ausbau”, erklärt PBH-Geschäftsführer Leonhard Helbich-Poschacher. In Summe seien das 6.800 verbaute Module mit einer geschätzten Gesamtleistung von rund 2.300.000 kWh pro Jahr – 1.800.140 kWh PVI-Anlagen und 500.000 kWh Eigenanlage.

„Es ist uns wichtig, dass der Ausbau von erneuerbaren Energien in Österreich weiterhin von der Politik forciert wird. Mit der Vermietung unserer Dachflächen an die PVI leisten wir gerne einen kleinen Beitrag zum Ausbau der Photovoltaik-Flächen im Land. Und durch unsere Eigenanlagen profitieren wir mittlerweile auch selbst davon”, betont Helbich-Poschacher. (hk)

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