INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Start-ups mit großem Herz © Cochic Photography (2)

Die Sieger: 1. Platz für Open Piano for Refugees: Udo Felizeter (Open Piano), Bernhard Gröhs (Deloitte), Nico Schwendinger (Open Piano, v.l.).

© Cochic Photography (2)

Die Sieger: 1. Platz für Open Piano for Refugees: Udo Felizeter (Open Piano), Bernhard Gröhs (Deloitte), Nico Schwendinger (Open Piano, v.l.).

Redaktion 28.06.2019

Start-ups mit großem Herz

Die Initiative found! fördert Start-ups, die ihren Schwerpunkt auf die Schaffung von Perspektiven für Geflüchtete legen.

WIEN. Zum dritten Mal werden durch das found!-Programm Geschäftsideen mit besonderem Mehrwert für Menschen mit Fluchthintergrund gefördert.

Anfang 2019 wählten Deloitte Österreich und Impact Hub Vienna dazu aus zahlreichen Bewerbungen die sechs vielversprechendsten Start-ups aus.
In einer mehrmonatigen Inkubationsphase feilten die Finalisten dann gemeinsam mit Experten von Deloitte und Impact Hub an ihren Geschäftsplänen. Die Ergebnisse wurden dann einer Expertenjury in finalen Pitches vorgestellt. Im Anschluss kürte die Jury die diesjährigen Gewinner; dabei wurde besonderes Augenmerk auf den sozialen ­Beitrag der Geschäftsidee gelegt.

Für soziale Themen „brennen”

Beide Siegerteams erfüllten dieses Kriterium auf beeindruckende Weise. Die Erstplatzierten, Open Piano for Refugees, konnten die Expertenjury einstimmig für sich gewinnen: Das Start-up erhält ein Preisgeld von 15.000 € sowie 50 Pro-bono-Beratungsstunden. Auf den zweiten Platz schaffte es das Team von ­Kicken ohne Grenzen: Es erhält 10.000 € und ebenfalls 50 Pro-bono-Stunden (siehe unten).

„Viele Gründer in Österreich brennen für soziale Themen”, bestätigt Bernhard Gröhs, CEO von Deloitte Österreich, im Gespräch mit medianet. „Genau für diese Personen soll found! ein Sprungbrett für einen wirtschaftlichen Erfolg ihrer Ideen sein. Wir sind überzeugt, mit Open Piano for Refugees und Kicken ohne Grenzen die richtige Wahl getroffen zu haben.”

Die Piano Player

Die Gewinner von Open Piano for Refugees glauben an das verbindende Element von Musik und wollen das Erlernen eines Musikinstruments für jeden leistbar machen; in ihrem Musikinstitut DoReMi werden unter anderem Geflüchtete als Lehrende angestellt.

„Der erste Platz ist nicht nur eine große Unterstützung für unseren weiteren Weg, sondern auch eine Anerkennung für die Anstrengungen der letzten Jahre”, kommentiert Udo Felizeter von Open Piano for Refugees.
„Jetzt können wir voller Motivation den nächsten Schritt gehen und unser Angebot an neuen Standorten ausbauen.” (pj)

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