INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Wind trifft Sonne © Energie Burgenland

Alois Ecker (Energie Burgenland), Christian Dries (DAS Energy), Michael Gerbavsits (Energie Burgenland, v.l.).

© Energie Burgenland

Alois Ecker (Energie Burgenland), Christian Dries (DAS Energy), Michael Gerbavsits (Energie Burgenland, v.l.).

Redaktion 11.09.2020

Wind trifft Sonne

Die Energie Burgenland kombiniert im Windpark Weiden am See Wind- und Solarenergie auf einem Windrad.

WEIDEN AM SEE. Die Energie Burgenland investiert bis zum Jahr 2025 mehr als eine halbe Mrd. € in den Ausbau erneuerbarer Energien und in Innovations-Projekte. „Es ist uns wichtig, die Energiewende erfolgreich zu meistern, um den Klimawandel zu bremsen”, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Gerbavsits anlässlich der Vorstellung eines Pilotprojekts.

Dabei werden auf dem Turm eines Windrads Photovoltaikzellen befestigt, und mit dem zusätzlich produzierten Öko-Strom aus der Photovoltaikanlage werden die Effizienz und der ökologische Fußabdruck der Windkraftanlage weiter erhöht.

Global einzigartig

Die Energie Burgenland hat das Projekt gemeinsam mit dem österreichischen Photovoltaikhersteller DAS Energy errichtet.

Das Partnerunternehmen der Energie Burgenland hat eine weltweit einzigartige Lösung entwickelt, um Wind- und Sonnenkraftenergie zu kombinieren und diese technische Höchstleistung zu realisieren. Kern dieser Neuheit sind die speziellen Eigenschaften der Photovoltaikmodule von DAS Energy. Im Gegensatz zu herkömmlichen Photovoltaik-Anlagen sind die Folien des österreichischen Unternehmens biegsam und passen sich dadurch der Form des Turms an.
Auf dem 80 m hohen Turm des Windrads sind 30 Sonnenkollektoren installiert, die nach Südosten und Südwesten ausgerichtet sind; dadurch wird das Maximum der Sonnenenergie während des Tages genutzt.

Von Seilkletterern installiert

Die Photovoltaikzellen sind auf einer Fläche von 60 m² und bis in eine Höhe von bis zu 40 m angebracht. Die Module sind rund fünfmal leichter als herkömmliche Photovoltaikmodule und nur 2 mm dick.

Die Montage und Wartung der Panele erfordern jedoch besonderes Geschick. Aus diesem Grund wurden Photo­voltaik-Kollektoren von den Seilkletterern der Firma Skyworkers aus Wiener Neustadt angebracht.
„Photovoltaik ist generell eine der umweltfreundlichsten Technologien, benötigt aber sehr viel Fläche”, sagt Christian Dries, Geschäftsführer von DAS ­Energy. „Deshalb ist unser Ziel, möglichst viele Flächen nutzbar zu machen, um so den Strom der Zukunft zu liefern.” (pj)

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