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Ziemlich zähe Zahlen © APA/Hans Punz

KonjunkturZwei bis drei Jahre wird es wohl brauchen, um wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen.

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KonjunkturZwei bis drei Jahre wird es wohl brauchen, um wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen.

Redaktion 11.09.2020

Ziemlich zähe Zahlen

Der Kampf gegen die teils dramatischen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie ist noch lange nicht gewonnen.

Gastbeitrag ••• Von Monika Rosen

Europa ▼

Der Einkaufsmanagerindex der Eurozone lag im August unter dem Wert vom Juli, was eine eher holprige Erholung der euro­päischen Konjunktur nahelegt.

USA ▲

Der US Arbeitsmarkt erholte sich zuletzt, die Arbeitslosigkeit ist auf 8,4% gesunken. Das ist der tiefste Stand seit dem Lockdown.

Die Zahlen wurden allerdings durch massive Neueinstellungen im öffentlichen Sektor gestützt.

Japan ▼

Trotz des Rücktritts von Premier Abe werden seine Konjunktur­reformen, „Abenomics” genannt, wahrscheinlich fortgesetzt.

Angesichts von Corona erwartet der IWF in Japan heuer eine Rezession im Ausmaß von 5,8%.

China ▼

Die wirtschaftliche Erholung in China blieb zuletzt hinter den Erwartungen zurück, vor allem der private Konsum sorgte für eine Enttäuschung. Manche Experten machen dafür neben Corona auch schwere Überflutungen in Südchina verantwortlich.

Indien ▼

Die Konjunktur ist im 2. Quartal um 23,9% geschrumpft, das ist der erste Rückgang der Wirtschaftsleistung seit 40 Jahren.

Die indische Notenbank wird möglicherweise noch im Herbst eine Zinssenkung durchführen.

Lateinamerika ▼

Die brasilianische Konjunktur ist im 2. Quartal um 9,7% zurückgegangen, während Mexiko einen Einbruch um 17,1% hinnehmen musste. Es zeigt sich auch, dass das Stützungsprogramm der Regierung in Brasilien 6,5% vom BIP beträgt, jenes in Mexiko nur 0,7%.

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