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 Corinna Milborn ist "Journalistin des Jahres" © APA Hans Punz

Corinna Milborn

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Corinna Milborn

Redaktion 31.01.2018

Corinna Milborn ist "Journalistin des Jahres"

Puls 4-Infochefin wurde zugleich "Chefredakteurin des Jahres“, Puls 4-Geschäftsführer Breitenecker "Medienmanager des Jahres“; Lebenswerk-Preis an Podgorski, ORF "Redaktion des Jahres“.

WIEN. Jede Menge zu feiern hatte am Dienstag Puls 4. Zwei Tage nach seinem zehnten Geburtstag konnte der Privatsender bei der Verleihung der Journalistenpreise des Branchenblatts "Der Österreichische Journalist" abräumen: Infochefin Corinna Milborn wurde "Chefredakteurin" sowie "Journalistin des Jahres", Geschäftsführer Markus Breitenecker "Medienmanager des Jahres". Der ORF ist "Redaktion des Jahres".

Milborn nutzte die Preisverleihung bei dem traditionell hochkarätig besuchten Event für einen Appell an die Politik: "Pressefreiheit funktioniert nur, wenn es Information gibt", sagte sie und forderte die Regierung auf, endlich ein Informationsfreiheitsgesetz umzusetzen: "Das brauchen wir." Zudem trat sie gegen Angriffe aus der Politik "über die Bande" auf: Immer wieder würden Journalistinnen und Journalisten "herausgepickt und einem Online-Mob ausgesetzt", aktuell Kolleginnen vom "Standard" und von "Vice". Der frühere "Kurier"-Chefredakteur Peter Rabl hatte Lob für Milborn aus der gesamten Branche zusammengesammelt. "Ich bin der Meinung, dass du diese Auszeichnung für deine Persönlichkeit und deine Leistungen absolut verdient hast", sagte er. "Bleib so, mach weiter so."

Markus Breitenecker ist Medienmanager des Jahres
Breitenecker erhielt den Titel "Medienmanager des Jahres" bereits zum zweiten Mal; Laudator Gerhard Zeiler zeigte sich überzeugt, dass auch eine dritte Auflage möglich ist - und zwar "in nicht allzulanger Zeit". Die Jury hatte Breiteneckers "Leidenschaft, Leadership, Vision und Chuzpe" gewürdigt. Zeiler - der Turner-Manager war einst ORF-Generalintendant - sah mit der Übernahme von ATV im Vorjahr Breiteneckers "größtes Ziel fast in Erfüllung" gegangen – "in Richtung Augenhöhe mit dem ORF“. Der Medienmanager und sein Team hätten bewiesen, "dass sich österreichisches Privat-TV rechnet und funktioniert", und zwar ohne dem ORF "etwas wegzunehmen".

Auch für Thaddäus "Teddy" Podgorski, den früheren ORF-General, hielt Zeiler die Laudatio; Podgorski wurde für sein Lebenswerk geehrt. Er sei "immer auch ein Stück Rebell" gewesen, gegen Proporz und "so manche Selbstbedienungsmentalität", so Zeiler. Außerdem habe Podgorski, "kreativ wie kein anderer in unserer Branche", den ORF mit Sendungen und Marken bis heute geprägt. Der Geehrte nahm das Lob "mit großem Vergnügen an".

„Redaktion des Jahres“ geht an den ORF
Für die ORF-Redaktionen empfing Alexander Wrabetz gemeinsam mit allen Chefredakteuren die Auszeichnung. Er konnte sich, ebenso wie Moderator und "Presse"-Chefredakteur" Rainer Nowak, einen medienpolitischen Schlenker nicht verkneifen. Nowak hatte eingangs scherzhaft gefragt, ob denn wohl der künftige ORF-Generaldirektor zugegen sei (worauf Medienminister Gernot Blümel (ÖVP), der sich mit Grußworten einstellte, nicht näher einging). "Das ist der Elephant in the Room", quittierte Wrabetz das launig. "Wer wird mir irgendwann nachfolgen?" Dass darüber so gern spekuliert werde, habe einen Grund: Es sei schlicht ein "wunderbarer Job, eine Berufung, diesen wunderbaren Redaktionen das Arbeiten zu ermöglichen“. Bester Wirtschaftsredakteur wurde heuer Christoph Varga (ORF), im Ressort Innenpolitik führte Andreas Koller von den "Salzburger Nachrichten" das Feld an und in der Außenpolitik Verena Gleitsmann (ORF). Kulturjournalist des Jahres ist Norbert Mayer ("Die Presse"), Sportjournalist des Jahres ORF-Reporter Adi Niederkorn. Ebenfalls aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen kommt die Aufdeckerin des Jahres, Ulla Kramar-Schmid. In der Kategorie „Kolumnisten“ gewann Guido Tartarotti ("Kurier"), in der Unterhaltung Fritz Jergitsch, Chefsatiriker der "Tagespresse" und in der Kategorie Foto Matthias Cremer vom "Standard".

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