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Der Ösi-Influencer, den Britney Spears kennt © Marcel Create

Christian Brückner.

© Marcel Create

Christian Brückner.

Redaktion 18.02.2022

Der Ösi-Influencer, den Britney Spears kennt

TikToker Condsty ist einer der erfolgreichsten seines Metiers. diego5 Studios unterstützen ihn dabei.

••• Von Georg Sander

WIEN. Mit schönen Zeichen- und Lernvideos wollte sich Christian Brückner eigentlich nur die Zeit vertreiben. Videoillusionen und einfache, schnell gezeichnete Illustrationen von Figuren und Tieren zeigt der 37-Jährige in seinen Kurzvideos. Als Gemeindebediensteter im Mostviertel fährt er den Kindergartenbus und ist im Sommer auch Bademeister. Als Condsty lud er seine Videos auf TikTok hoch. Mittlerweile hat er mehr als 20 Mio. Follower, unglaubliche 20 Mrd. Mal sind seine Clips abgerufen worden. Es fehlt nicht mehr viel und er gehört zu den Top100 auf der Plattform.

Mit Influencern arbeiten Marken gegenwärtig gerne zusammen. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass Christian Brückner zu Condsty wurde? „Ich hab wirklich nur aus Spaß mit TikTok angefangen”, erzählt er im Gespräch mit medianet, „Ich hab das bei einem anderen gesehen und wollte auch mit etwas Einfachem Erfolg haben.”

Was macht er damit?

Die Zahlen sprechen für sich, aber was macht man mit einem derartigen Hobby? Schließlich wäre das auch ein netter Zeitvertreib „ohne dass es durch die Decke ging”. Realisiert hat er den Wert seiner kreativen Arbeit nicht. Bewusst wurde es ihm „erst” bei fünf, sechs Mio. Followern. Dass er herausstach, realisierte er dann, als niemand Geringerer als Britney Spears auf seiner Instagram-Seite landete und ein Video auf ihrer eigenen Seite postete: „Sie ist Hollywood, man ist überfordert und sagt auch mit bald 40 Jahren als Mann: Wow, was passiert hier?” Seit eineinhalb Jahren arbeitet er nun mit diego5 Studios zusammen – auch deshalb, weil andere Influencer ihn darauf aufmerksam machten, dass er damit Geld verdienen könnte und Unterstützung helfe.

Die Agentur-Unterstützung

diego5 baut seit Jahren für Unternehmen Social Media-Präsenzen im Bereich Digital-Video auf. TikTok ist stark im Kommen. Ein Fünftel der User habe nicht einmal ein Instagram/Facebook-Konto. Schon junge Zielgruppen können so an die Marke gebunden werden, erklärt Lisa Thoma, diego5-Managing Director Influencer & Branded Entertainment „Die Aktivität der Userinnen und User auf TikTok ist unvergleichbar hoch, 34 der täglich aktiven TikTok Nutzerinnen und -Nutzer veröffentlichten jeden Tag Inhalte”, erzählt sie.

Die Clips werden auf Basis des individuellen Nutzerverhaltens ausgespielt – sprich man muss dafür niemandem folgen: „TikTok lernt anhand deines Interesses für jedes einzelne Video, welche weiteren dir vorgestellt werden sollen. Es kann dir darüber hinaus auch ein Video, das vor Monaten produziert und hochgeladen wurde, vorgeschlagen werden – ähnlich wie bei YouTube. Und nicht jeder will überall ein Profil haben. Bei Insta­gram und Facebook brauchst du einen Account, um überhaupt etwas zu sehen.” TikTok wiederum fragt, ob man ein neues Video auf anderen Plattformen posten will.

So wirbt es sich

Wie sieht das in der Praxis aus? Etwa Musiker, die im Hintergrund der Videos laufen, aber auch Start-ups wie GoStudent. Im Endeffekt müssen Produkt und Influencer wirklich zusammenpassen, die Reichweite alleine reicht nicht: „Basteln, lernen, Fortbildung – alles, was zu mir und meinem Content passt, mache ich gerne. ”

Welchen Tipp hat er abschließend für jene, die mit Influencern arbeiten wollen, und was gibt es zu beachten? „Influencer sind keine Schauspieler. Wir sollen unsere Persönlichkeit beibehalten, den Stil, die Kreativität, mit der Influencer groß geworden sind, da darf man nicht versuchen, das abzuändern.”

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