MARKETING & MEDIA
Die Bilderflut managen: Neuer Lehrgang an FH Joanneum panthermedia.net / Wavebreakmedia ltd

Der Lehrgang "Visuelle Kommunikation und Bildmanagement" startet an FH Johanneum.

panthermedia.net / Wavebreakmedia ltd

Der Lehrgang "Visuelle Kommunikation und Bildmanagement" startet an FH Johanneum.

Redaktion 23.03.2017

Die Bilderflut managen: Neuer Lehrgang an FH Joanneum

Berufsbegleitender Master-Lehrgang "Visuelle Kommunikation und Bildmanagement" startet im Herbst.

GRAZ. Gute Kommunikatoren überzeugen ihr Publikum mit Fakten, Argumenten und brillanten Texten. Erste Aufmerksamkeit erzeugen aber vor allem Bilder. Ihre Nutzung ist für Kommunikations-und Medienprofis alltäglich, doch nur wer die Regeln der Entstehung, Verbreitung, Rezeption und das Management der Bilder kennt, kann erfolgreich damit arbeiten. Die FH Joanneum bietet dazu einen Master-Lehrgang an.

 Wer Zeitung liest, fernsieht, im Internet surft oder ein Smartphone besitzt, weiß es längst: Wir leben in einer Welt der Bilderflut. Technische, elektronische und digitale Reproduktionen der Welt haben dazu geführt, dass die Wirklichkeit immer stärker als eine durch Pixel und Punkt vermittelte wahrgenommen wird. "Das Bild ist das neue Wort", wie es Heinz M. Fischer, Vorsitzender des Departements für Medien und Design an der FH Joanneum in Graz überspitzt im Gespräch mit der APA formulierte.

Um im Kampf um die öffentliche Aufmerksamkeit vorne mit dabei zu sein, gilt es unzählige Kommunikationskanäle und Plattformen mit Bildern, Videos und Infografiken zu bespielen. Erfolgreiche Kommunikation von morgen brauche daher "einen perfekten Mix und den strategischen Einsatz unterschiedlicher visueller Produkte", zeigte sich Fischer überzeugt. Jedoch: "In Österreich haben wir den immensen Stellenwert des Visuellen lange Zeit etwas unterbewertet", blickte der Leiter des Studienganges Journalismus und Public Relations auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre zurück.

Wer es bisher gewohnt war, mit der breiten Öffentlichkeit vorwiegend mit geschriebener und gesprochener Sprache zu kommunizieren, muss daher um- und neu denken. Denn zum einen funktioniere die visuelle Kommunikation nach anderen Regeln, als die Kommunikation durch Texte und Worte. Zum anderen brauchen Profis aus der Medien- und Kommunikationsbranche - von Redaktionen über PR-Agenturen bis hin zu Content-Produzenten und Medienproduktionsfirmen - laut Fischer das entsprechendes Rüstzeug, um mit der Bilderflut "in einer reflektierten und strategisch ausgerichteten Weise umzugehen".

 Beides will der neue Master-Lehrgang "Visuelle Kommunikation und Bildmanagement" bieten. Schwerpunkte sind einerseits die Konzeption, Gestaltung und Professionalisierung visueller Kommunikation. Andererseits gehe es um die Vermittlung von "Strategien, die aus Bild-Quantitäten Bild-Qualitäten erzeugen". Auch ökonomische, rechtliche und ethische Fragen rund um die Nutzung der Bilder und visueller Kommunikation sind Thema. Die spezielle Kombination gebe dem Lehrgang eine Alleinstellung am Markt der akademischen Weiterbildung an österreichischen Fachhochschulen, so Fischer. Die Lehrgangs-Inhalte wurden unter Einbeziehung der Bedürfnisse der Medienhäuser unter Konsultation der APA erarbeitet. APA-Experten werden auch als Referenten auftreten.

Starten möchte man mit dem dreisemestrigen Master-Lehrgang am Institut für Journalismus und Public Relations im Herbst mit 20 Studienplätzen. Die Lehrgangsstruktur ist auf berufstätige Teilnehmer ausgerichtet: Nach jeweils einer kompakten Vorlesungs-und Seminarwoche gibt es Wochenendtermine und betreutes E-Learning sowie Projekt- und Produktionseinheiten.

 Das Institut für Journalismus und Public Relations bietet den Bachelor-Studiengang Journalismus und Public Relations sowie den Master-Studiengang Content Strategie an. Berufsbegleitend findet seit 2014 der Master-Lehrgang Public Communication statt. Im Herbst wird das Angebot um den Master-Lehrgang Visuelle Kommunikation und Bildmanagement sowie den ebenso neuen postgradualen Lehrgang Technische Dokumentation erweitert. Letzterer dauert ebenfalls drei Semester und bietet 20 Studienplätze und richtet sich vor allem an die Wirtschaft und Industrie, wo die Dokumentation von technischen Abläufen oder Produktion sowie verständliche Erklärungen für den Konsumenten immer wichtiger werden.

Während die Plätze in den Studiengängen des Medieninstituts steuerfinanziert sind, müssen die Kosten für die rund 60 postgradualen Lehrgangs-Plätze von den Studierenden oder deren Arbeitgeber finanziert werden. Die Kosten belaufen sich je nach Lehrgang auf 2.500 bis 3.500 Euro pro Semester. (APA)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL