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Die Branche und die Trends 2018 © medianet/Katharina Schiffl

Gerlinde Riedl Geschäftsführerin stadt wien marketing.

© medianet/Katharina Schiffl

Gerlinde Riedl Geschäftsführerin stadt wien marketing.

Redaktion 09.02.2018

Die Branche und die Trends 2018

Der Event Trendreport 2018 ist da – medianet hat sich umgehört: Wie bewertet die Branche die Trends?

••• Von Gianna Schöneich

Was erwartet die Livemarketing- Branche im Jahr 2018? Welche Trends werden in Sachen Events vorherrschend sein? Die Event Company Opitz und Hasil hat die Event-Trends 2018 zusammengestellt.
medianet hat in der Branche nachgehakt und sich einige der Trends kommentieren lassen.

Das Gesicht ist das neue Ticket – Gesichtserkennung beim VIP-Check-in
„Die Gesichtserkennung beim Check-in ist eine gute Möglichkeit, um das Einlassmanagement bei Events effizienter zu gestalten. Das wahre Potenzial dieser Innovation liegt allerdings darin, dass die Besucher persönlich angesprochen werden und so schon auf den ersten Metern eines Events abgeholt werden. Besonders bei Großveranstaltungen kann dies als erste Orientierungshilfe dienen und das Event-Erlebnis bei den Gästen positiv verstärken.“
Eva Mandl

„Das klingt nach Überwachungsstaat und wirkt dann bei den ersten Anwendungen wohl auch so.“ Marcus Wild
„In der öffentlichen Diskussion geht es bei diesem Thema um eine Abwägung zwischen Datenschutz und Sicherheit, tatsächlich aber auch um Freiheit und Selbstbestimmung – Werte, die insbesondere bei Events mit hohem Erlebnisfaktor, wie wir sie veranstalten, von essenzieller Bedeutung sind.“
Gerlinde Riedl

Live-Übertragungen von Events über Soziale ­Netzwerke
„Live-Videos zählen derzeit zu den wohl relevanten Trends in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Co. und werden von den Usern sehr positiv angenommen. Unternehmen und Veranstalter können sich diese Entwicklung zunutze machen, um über die Grenzen des Eventgeländes hinaus Präsenz zu zeigen und auch Interessierte zu erreichen, die nicht vor Ort sein können.“
Eva Mandl

„Mag manchmal Sinn machen, vermittelt das Geschehen aber ganz anders, als wenn man live dabei ist. Wenn es zum Kunden und Thema passt, aber sicher ein gutes ‚Add-on‘“.
Julia Sommerhuber

„Livestreaming fördert Partizipation, schafft Transparenz und stärkt somit die Demokratie. Für die Branche allerdings wird damit die Pressekonferenz in ihrem ursprünglichen Sinn ad absurdum geführt, denn ­warum sollte ein Journalist seinen Schreibtisch verlassen, wenn er die Informationen auch
per Livestream frei Haus ge­liefert bekommt?“
Gerlinde Riedl

Pflanzendekor in Töpfen
„Unsere Kunden agieren in Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit immer sensibler. Dementsprechend kann lebende Pflanzendekoration in Töpfen einerseits immer wieder verwendet werden, oder als Give- away für die Gäste fungieren.“
Elisabeth Wimmer

Food-Boxen für den Speisenüberschuss
„Ja, unbedingt und endlich. Genauso wichtig wäre es, den Cateringüberschuss endlich sozialen Einrichtungen zur Verfügung stellen zu dürfen. Die Branche kämpft schon einige Zeit darum.“ Marcus Wild

„Food-Boxen sind ein guter Beitrag zur Nachhaltigkeit und Ökologie mit Vorteilen für beide Seiten: Der Gast kann sein Essen zu Hause ein weiteres Mal genießen, der Gastronom erspart sich die Entsorgungskosten – Win-win.“ Gerlinde Riedl

„Gute Idee, kommt nur meines Erachtens viel zu selten zum Einsatz.“ Julia Sommerhuber

Interaktion mit dem Publikum klappt auch ohne Event-App
– einfachere Lösungen sind z.B. der QR-Code

„Frontalvorträge sind längst nicht mehr zeitgemäß, und es stellt sich nicht die Frage, ob man mit den Gästen interagiert, sondern wie man es tut. Der tatsächliche Mehrwert von QR-Codes ist allerdings stark umstritten. Auf welche Art und Weise man das Publikum am besten abholt, hängt vom Event ab. Eine simple Möglichkeit, für Interaktion zu sorgen, ist die Nutzung eines eigenen Hashtags für den Event, der die Teilnehmer animieren soll, Online als verlängerter Kommunikationsarm der Veranstaltung zu fungieren. Wie immer gilt aber auch: Spannender Content ist der Schlüssel, um für ­Interaktion zu sorgen.“
Eva Mandl

„Klar ist: Die Interaktion der Veranstalters mit seinem Publikum ist für die Attraktivität, Weiterentwicklung und den Erfolg eines Events essenziell. Motto: Je unkomplizierter, je direkter, desto besser. Der QR-Code wurde hierbei bereits von anderen technologischen Entwicklungen überholt.“ Gerlinde Riedl

Die Zukunft des Storytelling ist virtuell – keine Angst vor dem Experimentieren mit neuen Umsetzungsformen
„Sicher nie nur. Eine gute Geschichte wird – egal ob live erzählt oder auch gekonnt getextet – immer emotionale Bilder im Kopf hervorrufen.“
Julia Sommerhuber

„Ja, es schlummert enormes Storytelling-Potenzial im Medium Virtual Reality. Gleichzeitig bin ich hier konservativ. Beim Storytelling geht es um Emotion, Fantasie und das Erzeugen von Bildern im Kopf. Virtual Reality liefert die Bilder bereits fix und fertig. Auch das Buch wurde nicht durch das Fernsehen ersetzt.“ Gerlinde Riedl

„Nicht nur die Zukunft des Storytellings ist virtuell – das Jetzt ist es bereits. Um in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung mitziehen zu können, glauben einige fälschlicherweise, möglichst viele der vorhandenen Kanäle nutzen zu müssen. Doch es geht nicht darum, in allen Kanälen Präsenz zu zeigen, sondern jene Geschichten zu erzählen, die einen Nutzen bei den Teilnehmern eines Events stiften.“ Eva Mandl

Der Caterer ist auch Dekorateur – bis vor wenigen Jahren hat der Caterer sich rein auf die Produktion von Speisen und das Servieren von Getränken konzentriert

„Schlechter Plan – der Küchenchef betreut ja auch nicht den Event-Empfangsdesk. Sprich: Es gibt Profis für jedes Gewerk. Und die machen ihre Sache nicht nur besser, sondern auch mit Liebe zum Detail – sogar, wenn mal weniger Budget vorhanden ist.“
Julia Sommerhuber

„Heute geht es nicht bloß um gutes Essen, sondern vielmehr um die erfolgreiche Interaktion mit dem Gast. Dieser Trend ist auch in Österreich stark spürbar. Themen wie Nachhaltigkeit, Einsatz regionaler Produkte und die damit verbundenen Geschichten liegen den Veranstaltern zunehmend am Herzen. Aus diesem Blickwinkel macht es oft Sinn, dass der Caterer neben der Konzeption des kulinarischen Konzepts auch die Inszenierung des Buffets verantwortet und die damit verbundene Story selbst umsetzt.“ Elisabeth Wimmer


Neugierig geworden? Hier geht es zum gesamten Report:
http://www.event-company.at/b2b-event-trend-report-2018

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