MARKETING & MEDIA
Erste Kandidaten bei „Liebesg’schichten und Heiratssachen © APA/Herbert Neubauer

Elizabeth T. Spira

© APA/Herbert Neubauer

Elizabeth T. Spira

Redaktion 18.07.2019

Erste Kandidaten bei „Liebesg’schichten und Heiratssachen

Sechs Singles aus Wien, NÖ und der Steiermark versuchen ihr Glück – am 22. Juli um 20.15 Uhr in ORF 2.

WIEN. Nach ihrem erfolgreichen Start mit bis zu 925.000 Zuseherinnen und Zusehern geht die 23. und Elizabeth T. Spiras letzte Staffel der ORF-„Liebesg’schichten und Heiratssachen“ in die nächste Runde. Am Montag, dem 22. Juli 2019, steht um 20.15 Uhr in ORF 2 die erste Kandidatenfolge der aktuellen Saison auf dem Programm, für die die im März dieses Jahres verstorbene „Königin der einsamen Herzen“ sechs neue, partnersuchende Singles porträtiert hat. Die drei Damen und drei Herren kommen aus Wien, Niederösterreich und der Steiermark. So u. a. die 49-jährige Wienerin Karin, die einen Gentleman der alten Schule kennenlernen möchte, oder der Niederösterreicher Ewald, der mit 69 nach wie vor „stark liebesfähig“ ist.

Die sechs Kandidaten im Überblick
Jacky, 63-jähriger Pensionist aus Graz, sucht „eine Partnerin, die zu mir passt und mit mir ein paar Dinge macht.“ Jacky ist seit zwei Jahren allein, denn „die Scheidung ist eingetroffen.“ Nach ein paar Teneriffa-Urlauben war die Ehe zu Ende, aber er möchte seiner Ex-Frau nichts unterstellen, denn: „Ich versteh’ mich noch gut mit ihr.“ Die Trennung kam recht plötzlich und Jacky war „komplett fertig“, aber jetzt fühlt er sich bereit für eine neue Partnerin, wenn eine kommt, die ihn will. Mit einer neuen Partnerin würde Jacky gerne wandern gehen, an die Adria auf Urlaub fahren oder Radfahren. Seine große Leidenschaft ist das Schnapsen, aber das müsste die neue Dame an seiner Seite nicht mit ihm teilen – „sonst muss man sie auch noch gewinnen lassen.“ Am Abend ist der Steirer besonders einsam, „da geht einem schon etwas ab, das kann einem der Fernseher auch nicht ersetzen.“

Karin, 49-jährige Orthopädietechnikerin aus Wien-Favoriten, sucht „einen netten Mann.“ Seit zwei Jahren ist sie geschieden, die Ehe dauerte 13 Jahre, eine dramatische Trennung folgte. Ihr Ex-Mann erlitt ein Burn-out, es kam zum Zusammenbruch, dem ein Werkstattbrand folgte. Der selbständige Restaurator ging zurück in seine Heimat Polen und nahm die gemeinsame Hündin mit. „Er hat darum gebeten, dass ich ihn freigebe.“ Die Beiden gingen im Guten auseinander: „Es wird Zeit für Neues.“ Von einem neuen Mann an ihrer Seite wünscht sich Karin eine gewisse Offenheit und „dass man nicht immer um Nähe kämpfen muss. Das ist langweilig und anstrengend.“ Ein Gentleman der alten Schule wäre schön. „Ich würde gerne eine harmonische Beziehung führen.“

Der 74-jährige Pensionist Otto aus Niederösterreich sucht eine Dame, „die zu mir passen würde.“ Otto hat nicht zu hohe Ansprüche, aber „sie soll nicht zu klein und nicht zu groß, nicht zu dick und nicht zu dünn sein und vor allen Dingen gesellig.“ Zweimal war Otto verheiratet, das erste Mal verließ er seine Frau, das zweite Mal war es umgekehrt. Im November hat ihn seine letzte Partnerin nach vier Jahren verlassen, die genauen Gründe kennt er nicht. „Jetzt bin ich ganz allein. Wenn man einen Partner gerne hat, dann fällt es einem noch schwerer, dass man über das hinwegkommt.“ Der Pensionist verbringt viel Zeit in seinem Garten, denn der muss gehegt und gepflegt werden, aber für eine neue Partnerin hätte er immer Zeit! Otto würde mit einer neuen Dame an seiner Seite gerne Schwammerlsuchen gehen, Sport machen und wandern, „wichtig ist, dass man sich versteht. Keppeln soll sie nicht dauernd.“

Die 68-jährige pensionierte Lehrerin Susi aus Wien-Penzing hätte gern jemand an ihrer Seite, denn „das Alleinleben ist nicht so lustig.“ Seit 20 Jahren ist Susi allein, aber sie war mit Gartenarbeit, den Kindern und Tennisspielen beschäftigt. Ihre Ehe hielt elf Jahre. Der Mann war Workaholic und Susi verliebte sich in einen um 16 Jahre Jüngeren. Die Wienerin war damals 33 Jahre alt und dachte „die große Liebe kann alle Schwierigkeiten überdauern.“ Als der junge Mann sie verließ, dauerte es Jahre, bis sie die Trennung verarbeitet hatte. Nun möchte Susi gefunden werden. Der neue Mann kann jünger sein, „aber nicht so, dass es in Stress ausartet. Zumindest jung geblieben soll er sein.“

Pensionistin Ulla, 62 Jahre, wohnhaft in Graz, ist gebürtige Finnin und sucht einen Partner. Sie lebt seit fast sieben Jahren in Österreich, die Liebe hat Ulla nach Graz verschlagen. „Es war eine Parallelbeziehung. Ich war blind und sehr verliebt.“ Fast acht Jahre dauerte die Beziehung an, dann entschied sich Ulla, diese zu beenden. Sie blieb in Österreich, seit fünf Jahren lebt sie nun allein. Der neue Mann, den sie sich an ihrer Seite wünscht, soll gebildet sein und so wie sie eine Affinität zu Theater, Literatur, Kunst und Musik haben – „ich möchte auch gerne den Alltag teilen“. Ulla ist unabhängig, das ist sehr wichtig für sie, denn sie sucht keinen Bankier. „Die Liebe kann man nicht kaufen.“ Die emanzipierte Finnin tut sich manchmal mit den Männern etwas schwer: „Österreich ist ein Macho-Land. Die Männer in meinem Alter wollen alle um 15 Jahre jüngere Frauen.“

Ewald, 69-jähriger Pensionist aus dem Süden von Wien, hat vor zwei Jahren seine Frau verloren. Sie hat ihm gewünscht, dass er wieder glücklich werden soll, und so versucht er es über die Sendung. Ewald ist einmal geschieden, „meine erste Frau war immer von jemandem abhängig und das halte ich nicht für einen guten Weg.“ Er heiratete ein zweites Mal und im Juni des Vorjahres verlor er seine große Liebe nach mehr als 36 Jahren Ehe. Es war ein sehr starker Verlust. Man hatte genug Zeit um voneinander Abschied zu nehmen, dennoch war es sehr schwer. „Ich habe durch den Verlust erst gemerkt, wie stark liebesfähig ich bin. Das habe ich nicht für möglich gehalten.“ Ewald wünscht sich von seiner neuen Partnerin, dass sie alle seine Sehnsüchte erfüllt, sie soll eine Freundin, Partnerin, eine lebenskluge Frau sein und bereit und offen, sich voll einzulassen. „Sie soll noch Spaß am Leben haben und Optimismus, das wäre auch gut!“ Gerne würde der Pensionist noch einige Länder mit der neuen Partnerin bereisen. Sie soll zwischen 55 und Anfang 60 sein. „Die Damen sollen es probieren und sich nicht von meinen 69 Jahren abschrecken lassen.“ (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL