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„Es bringt nichts, die Augen zu verschließen. Mobile ist da.“ Mobile Marketing Day

Mobile Marketing Association Austria Präsident Andreas Martin, Mobile Marketing Day Organisator Josef Mantl und Facebook Speaker Daniel Jimenez.

Mobile Marketing Day

Mobile Marketing Association Austria Präsident Andreas Martin, Mobile Marketing Day Organisator Josef Mantl und Facebook Speaker Daniel Jimenez.

Gianna schöneich 28.04.2016

„Es bringt nichts, die Augen zu verschließen. Mobile ist da.“

Heute findet der Mobile Marketing Innovation Day statt. Die Teilnehmer und Speaker reisten aus aller Welt an, um ihr Wissen zu teilen, über ihre Businessmodelle zu sprechen und sich Inspirationen zu holen.

Von Gianna Schöneich

„Die Zukunft bewegt sich vorwärts. Die Menschen wollen wissen, was sind die Innovationen, was die Trends? Wir haben hier ein Programm zusammengestellt, das diese Fragen beantwortet“, eröffnete Josef Mantl von JMC den Mobile Marketing Innovation Day 2016. Während die Ovalhalle der Arena 21 im MuseumsQuartier heute, am 28. April, noch bestuhlt werden musste, wurde die Schlange vor dem Check In-Schalter immer länger.

„Mobile führt dazu, dass wirklich Umwälzungen stattfinden. Sowohl im Nutzerverhalten, als auch in Businessmodellen“, so Daniel Jiménez, Manager des Client Solution Team von Facebook in Dublin.

Die Speaker des heutigen Tages reisten aus der ganzen Welt an. Jit Gondalia, Master Card, London, sprach über Mobile Payment, Norman Nielsen, Zalando, Berlin, über ASO und App-Indexing. Felix Krause aus San Francisco hielt einen Vortrag über die Developer Tools von Twitter. Österreichische Speaker waren unter anderem Karin Klitsch von IQ mobile oder Harald Winkelhofer, Mobile Marketing Association Austria.

„Die Welt wird durch Apps mobil“, erklärte Jiménez. „Das ist ein Trend, den wir festgestellt haben.“ Grund hierfür sei die enorme technische Weiterentwicklung, die in den letzten Jahren stattfand. Dabei gehen die Nutzer selektiv vor: „Bevorzugt werden Apps, die eine Dienstleistung besonders gut erbringen“, so Jiménez. Facebook wäre deshalb davon abgekommen, mehrere Dienste in einer Applikation anzubieten. Die Second Screen-Nutzung nennt der Manager ebenfalls als Trend, Nutzer wechseln schnell zwischen den einzelnen Screens. „Das ist Fluch und Segen gleichermaßen. Segen, weil man sehr gezieltes Targeting durchführen kann. Fluch ist es allerdings, weil noch vieles Cookie-basiert stattfindet. Das führt dazu, dass die Reichweite, wenn mehrere Cookies platziert sind, überbewertet wird. Die Genauigkeit von demografischen Daten nimmt ab, und die Frequenz wird absolut unterbewertet. Bei einer Aussteuerung über Cookies sehen die Nutzer viel zu häufig dieselbe Anzeige. Wir sind der Meinung, dass diese Art des Measurements veraltet und sehr fehlerhaft ist.“ Die Kontrolle der Nutzer sei ebenfalls nicht zu unterschätzen. Ist Werbung nicht zielgerichtet und relevant, wird sie ausgeblendet, weswegen auf Facebook die Möglichkeit besteht, Werbung per Mausklick zu entfernen.

Jiménez warf auch einen Blick in die Zukunft: „Ein großer Fokus wird in den nächsten Jahren auf den Facebook-Messenger gelegt. Zum Beispiel könnte ein Messenger für Flug-Airlines eine gute Möglichkeit bieten, mit Kunden in Kontakt zu treten. Man muss keine Kundenhotline wählen, man kann, wie man es mit seinen Freunden und seiner Familie gewohnt ist, über Messenger kommunizieren. Wir haben gesehen, dass Menschen ungern Apps wechseln, wenn diese funktionieren. Deswegen wollen wir unseren Partnern den Messenger zur Verfügung stellen.“ Auch der virtuellen Realität wird eine große Rolle in der Zukunft zugesprochen: „Wir können uns noch nicht wirklich ausmalen, was das für Möglichkeiten bietet.“

2012 fand der erste Mobile Marketing Innovation Day statt, heuer lud die Kommunikationsagentur JMC bereits zum fünften Mal zur Konferenz ein. Bis 18 Uhr gab es noch zahlreiche Vorträge, Inspiration und Wissensaustausch stehen dabei im Vordergrund, wie ihn auch Jiménez an das Publikum weitergab: „Es bringt nichts, die Augen zu verschließen. Mobile ist da. Unsere Empfehlung ist, das Ganze zu embracen. Wir haben diese Wandlung selbst durchgemacht. Bis vor drei, vier Jahren war Facebook keine wirkliche App an sich. Wir waren mobil eigentlich gar nicht aufgestellt. Diese Umwälzung haben wir in den letzten Jahren geschafft. Mittlerweile erwirtschaften wir circa über 70 Prozent unseres Umsatzes aus mobile.“

 

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