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„Facing the Digital Challenge” © MIT

Sinan Aral

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Sinan Aral

Redaktion 25.03.2019

„Facing the Digital Challenge”

MIT Europe Conference am Mittwoch und Donnerstag in der Wirtschaftskammer Österreich. Spitzenforscher des MIT und ausgewählte Startup-Speaker präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeit.

WIEN. Die MIT Europe Conference 2019 findet am 27. und 28. März zum siebten Mal in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien statt. Forscher der US-Elite-Universität Massachusetts Institute of Technology (MIT) und ausgewählte Start-up-Speaker stellen die Auswirkungen der rasch voranschreitenden Digitalisierung auf Unternehmen aller Branchen dar.

Sie zeigen, was Digitalisierung in vielen Bereichen der Wirtschaft schon heute leistet und welche Potenziale noch genutzt werden können.

Dabei liegt der Fokus auf Themen, die von der rasch voranschreitenden Digitalisierung betroffen sind und die Auswirkungen auf die Wirtschaft. Manager und Unternehmer erfahren, was Digitalisierung in vielen Bereichen der Wirtschaft bereits jetzt leistet und welche Potenziale sie vielleicht selbst für ihr Unternehmen nützen können. Österreichische Unternehmer, Technologie-Experten und Wissenschaftler haben während der Konferenz die Möglichkeit, sich mit Vertretern der US-Kaderschmiede MIT auszutauschen.

Digitalisierung vorantreiben
Damit Österreich als attraktiver Digital-Standort weiterkommt, bedarf es einer engen Verzahnung von Wirtschaft, Bildung, Verwaltung, Sicherheit und Infrastruktur. Die Aussenwirtschaft Austria der WKÖ bietet mit der MIT Europe Conference 2019 eine Möglichkeit, von hochkarätigen Forscherinnen und Forschern zu profitieren. Michael Scherz, Leiter des Bereichs Innovation in der Aussenwirtschaft Austria: „Die inhaltliche Bandbreite der MIT Conference reicht heuer von künstlicher Intelligenz, über Messlösungen für medizinische Diagnosesysteme über Blockchain und Kryptowährungen bis hin zu den Auswirkungen von Digitalisierung auf Führung und Strategie.“

Renommierte Forscher des MIT zu Gast in Wien
Michael Casey, Senior Lecturer an der MIT Sloan School of Management, beschäftigt sich mit Kryptowährungen und der ihnen zu Grunde liegenden Blockchain-Technologie. Er spricht darüber, wie „peer-to-peer-trading“ Milliarden ausgeschlossener Menschen den Zugang zur Weltwirtschaft ermöglichen kann. Casey ist überzeugt davon, dass „Blockchain die Finanz-, Technologie-, Rechts- und Versandbranche beeinflussen wird und das Potenzial hat, die Wirtschaft auf einzigartige Weise zu verändern“.

Brian Anthony, Direktor des Master of Engineering in Manufacturing Programm des MIT, Co-Direktor des Medical Electronic Realization Center, wird über rechnergestützte Instrumentierung sprechen, also dem Design von Instrumenten und Techniken zur Messung und Steuerung komplexer physikalischer Systeme – etwa über Messlösungen für Fertigungssysteme.

Jennifer Rupp ist Thomas Lord Assistant Professor für Elektrochemische Materialien in der Abteilung für Materialwissenschaft und Werkstofftechnik und Assistant Professor in der Abteilung für Elektrotechnik und Informatik am MIT. Rupps aktuelle Forschungsinteressen beziehen sich auf die Entwicklung von Festkörpermaterialien und die Abstimmung von Struktur-Eigenschafts-Beziehungen für neuartige Energie- und Informationsgeräte sowie Betriebsverfahren. Dies reicht von alternativen Energiespeichern über Festkörperbatterien, der Umwandlung von Sonnenenergie in synthetische Kraftstoffe oder neuartige Arten von neuromorphen Speichern und Berechnungslogikeinheiten für die Datenspeicherung und -übertragung über Transistoren.

Munther A. Dahleh ist Professor im Bereich Elektrotechnik und Informatik am MIT und Direktor des Instituts für Daten, Systeme und Gesellschaft (IDSS). Er ist international bekannt für seine grundlegenden Beiträge zur robusten Steuerungstheorie, den Berechnungsmethoden für Controller-Design, zum Zusammenspiel von Information und Kontrolle, den grundlegenden Grenzen von Lernen und Entscheiden in vernetzten Systemen, und zur Erkennung und Minderung von Systemrisiken in vernetzten Systemen. Auf der Konferenz in Wien widmet er sich der Frage, „wie wir einen Markt für Daten schaffen“. Dazu sagt MIT-Professor Munther Dahleh: „Daten sind in vielen Kontexten, einschließlich der Unternehmenswelt, ein wichtiges Gut, aber es fehlt an systematischen Methoden, um Daten zu bewerten.“ Er schlägt einen Marktplatz vor, der den Preis von Daten basierend auf dem von ihnen generierten finanziellen Wert ermittelt.

Sinan Aral ist Professor für Management, IT und Marketing am MIT am Institut für Daten, Systeme und Gesellschaft. Sinan Arals Schwerpunkt sind Fake News. In Zusammenarbeit mit seinen Kollegen Soroush Vosoughi und Deb Roy vom MIT Media Lab untersucht Sinan Aral die differenzierte Verbreitung aller verifizierten, wahren und falschen Nachrichten, die auf Twitter von 2006 bis 2017 veröffentlicht wurden. Die Daten umfassen etwa 126.000 Geschichten, die von rund drei Millionen Menschen mehr als 4,5 Millionen Mal getwittert worden sind. Bis zu dieser Studie gab es nur wenige empirische Untersuchungen zur Verbreitung von Fake News und der sozialen Herkunft der Absender. Die Schlussfolgerungen dieser Arbeit sind sowohl überraschend als auch alarmierend. (red)

www.wko.at/aussenwirtschaft/MIT

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