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Jubiläumsdoku: Eröffnung der 100. Salzburger Festspiele im ORF © APA/Franz Neumayr
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Redaktion 10.09.2020

Jubiläumsdoku: Eröffnung der 100. Salzburger Festspiele im ORF

Am Samstag, 1. August 2020, ab 20.15 Uhr in ORF 2; davor: Spezialausgabe des Festspielmagazins „JedermannJedefrau“.

WIEN. Am 22. August 1920 begann mit der ersten „Jedermann“-Aufführung die Salzburger Festspielgeschichte. 100 Jahre später begeht man das Jubiläum in der Mozartstadt Corona-bedingt zwar anders als geplant, dennoch wird wieder fest gespielt in Salzburg! Von 1. bis 31. August 2020 fand eine modifizierte und verkürzte Ausgabe des weltberühmten Kulturfestivals statt – und der ORF ist bereits seit 95 Jahren (anfangs als RAVAG) und auch heuer wieder als verlässlicher Medienpartner und Host Broadcaster mit dabei. Am Eröffnungstag, am Samstag, dem 1. August, stand der Abend in ORF 2 ganz im Zeichen der Festspiele: Bereits um 18.05 Uhr gab es eine Jubiläumsausgabe des vom ORF Landesstudio Salzburg produzierten Festspielmagazins „JedermannJedefrau“.

Den Hauptabend um 20.15 Uhr eröffnete Beate Thalbergs Hochglanzproduktion „Das Große Welttheater – Salzburg und seine Festspiele“ über die bewegte Festivalgeschichte – eine als Spiel-Doku angelegte filmische Zeitreise mit Burg- und Filmschauspieler Florian Teichtmeister als Diener einer speziellen Tischgesellschaft mit kostbarem, zum Teil noch unveröffentlichtem Archivmaterial. Als Höhepunkt des Abends präsentierte ORF 2 anschließend um 21.15 Uhr live-zeitversetzt die Premiere der Jubiläumsinszenierung von Hugo von Hofmannsthals Traditionsstück „Jedermann“ mit Tobias Moretti in der Titelrolle.

„JedermannJederfrau Spezial – Das Salzburger Festspielmagazin“ (18.05 Uhr)
Bereits zum vierten Mal begleitete das Festspielmagazin des ORF-Salzburg durch die aufregende Festspielzeit – heuer moderiert von Romy Seidl und ORF-Landesdirektor Christoph Takacs. Die Jubiläumsausgabe präsentiert wissenswerte Hintergrundgeschichten, aber auch viel Unterhaltsames. So taucht die Sendung ein in die bewegte Festspielgeschichte und berichtet über die spannendsten und skurrilsten Begebenheiten bis zu aktuellen Ereignissen und Anlässen wie die kürzlich eröffnete Landesausstellung. Das Publikum erfährt mehr über den „Jedermann“ und seine Buhlschaften und ORF-Kulturlady Barbara Rett gibt u. a. Einblick, wie die Salzburger Festspiele es immer wieder schaffen, künstlerische Weltkarrieren an der Salzach zu starten.

„Das Große Welttheater – Salzburg und seine Festspiele“ – Ein außergewöhnlicher Schlüssellochblick (20.15 Uhr)
In 30 Archiven weltweit konnte für die aufwendig recherchierte 54-minütige Spiel-Doku von ORF-Filmemacherin Beate Thalberg („Die Königin von Wien – Anna Sacher und ihr Hotel“) zum Teil noch völlig unbekanntes Material gefunden werden, das neue Facetten des Festivals zeigt. Darin rollt Florian Teichtmeister in der Rolle des Franz Swatosch – langjähriger Diener von Max Reinhardt – die historischen Ereignisse auf: von der Gründung 1920, über den künstlerischen Widerstand nach Hitlers Machtergreifung, den Neustart 1945, bis zur Ära Karajan und einem Exkurs in die Gegenwart. Das hochwertig aufbereitete, kostbare Archivmaterial ergänzt die authentischen Kommentare und Reflexionen einer speziellen Tischgesellschaft rund um Reinhardt auf dem Salzburger Schloss Leopoldskron und lässt erkennen, wie die Erfindung der Festspiele ablief.

„Das Große Welttheater – Salzburg und seine Festspiele“ gewährt einen außergewöhnlichen Schlüssellochblick auf die Dramen und unbekannten Ereignisse hinter den Kulissen des weltweit wohl bedeutendsten Kulturfestivals. Teil von Beate Thalbergs Tischgesellschaft sind die Schlüsselfiguren der Festspielgeschichte: die drei Gründer – der bedeutende Theatermacher Max Reinhardt, Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal und Komponist Richard Strauss, weiters die Künstlerinnen und Strateginnen Helene Thimig, Margarete Wallmann und Anna von Mildenburg. Hinzu stößt der Erneuerer und Komponist Gottfried von Einem. Der eine am Tisch ist Jahrgang 1864, die andere erzählt von ihren Erlebnissen in den 1960er-Jahren. Wie das sein kann? Auf Schloss Leopoldskron gehen die Uhren eben etwas anders. Und während bei Tisch gestritten und gelacht wird, schleichen Schwarz-Weiß-Figuren aus dem Archiv durchs Haus.
Entstanden ist der Film als Koproduktion von ORF, Arte G.E.I.E., BR und pre tv, gefördert von Fernsehfonds Austria und Land Salzburg, vorwiegend gedreht am historischen Schauplatz Schloss Leopoldskron. Dieses war von 1918 bis 1938 im Besitz von Max Reinhardt, der das Anwesen zum wichtigen Treffpunkt für Kunst- und Kulturschaffende aus ganz Europa und Übersee machte und dort gemeinsam mit Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss die Salzburger Festspiele begründete.

„Jedermann“ – ORF-Live-Übertragung der Premiere mit elf Kameras (21.15 Uhr)
Den TV-Auftakt der ORF-Live-Übertragungen aus der sommerlichen Festspielhochburg Salzburg machte der „Jedermann“, live-zeitversetzt vom Domplatz (in 3sat am Samstag, 22. August, 21.45 Uhr). Nach mehr als 700 Vorstellungen in einem Jahrhundert ist Hofmannsthals mythisch aufgeladenes Mysterienspiel zentraler Bestandteil der Salzburger Festspiele und schreibt seine Erfolgsgeschichte in einem fort – das ist einzigartig im deutschsprachigen Theater. Zum 100-Jahr-Jubiläum präsentiert das Festival das „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ in der zeitgenössischen Lesart von Regisseur Michael Sturminger.

Sie holt die Menschen in der Gegenwart ab und versucht, sie mit einer Geschichte zu berühren, die zu jeder Zeit große Relevanz hat. Tobias Moretti als „Jedermann“ führt eine Riege namhafter Kolleginnen und Kollegen an: Edith Clever, Caroline Peters, Mavie Hörbiger, Gregor Bloéb und Peter Lohmeyer beweisen unter anderen ein weiteres Mal, dass das Traditionsstück nicht nur eine spezifische Geschichte meint, sondern für alle Menschen von Bedeutung ist.

Für die ORF-Bildregie der Jubiläumsfassung mit insgesamt elf Kameras, darunter eine Drohne und eine Spider-Cam, zeichnet André Turnheim verantwortlich. (red)

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