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"Katzentisch" im Rathaus Leisure.at

Michael Ondaatje, Michael Häupl, Christian Pöttler.

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Michael Ondaatje, Michael Häupl, Christian Pöttler.

Redaktion 17.11.2016

"Katzentisch" im Rathaus

Rund 600 geladene Literaturfans feierten am Mittwochabend das 15. Jubiläum der Buchaktion.

WIEN. Bereits zum 15. Mal werden im Rahmen der weltweit einzigartigen Gratis-Buchaktion „Eine Stadt. Ein Buch.“ auf Initiative des echo medienhaus unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister und Literaturfan Michael Häupl seit Dienstag 100.000 Exemplare des Buchs „Katzentisch“ von Literatur-Superstar Michael Ondaatje („Der englische Patient“) an Literaturfans in der Bundeshauptstadt verteilt. Der Autor des diesjährigen Buchs reiht sich in die Liste von Oscar-Preisträgern, Nobelpreisträgern und Bestseller-Autoren ein, die seit 15 Jahren die Wienerinnen und Wiener in grauen Herbsttagen mit Weltliteratur zum Lesen begeistern. Sein Roman handelt von der Reise eines elfjährigen Jungen auf einem Ozeandampfer in eine ungewisse Zukunft und greift damit wieder ein aktuelles gesellschaftliches Thema auf. Mittwochabend gastierte Ondaatje im Wiener Rathaus, um gemeinsam mit rund 600 geladenen Gästen das Jubiläum der herausragenden Literaturinitiative zu feiern.

Über die Entstehung der vorbildlichen Buchaktion sagt echo medienhaus-Geschäftsführer und Initiator Christian Pöttler: „Bürgermeister Michael Häupl war vom ersten Moment an begeistert, in dem wir ihm die Idee vorgestellt haben. Heute ist 'Eine Stadt. Ein Buch.' Talk of Town und die Taxifahrer verraten einem Tipps, wo man noch Bücher bekommt.“ Häupl freut die lange Tradition der Erfolgsstory: „Wir sind Kinder unserer Zeit und wissen um die Wichtigkeit der Digitalisierung. 'Eine Stadt. Ein Buch.' vermittelt den Menschen die Freude am Lesen und weckt die Neugier an Literatur und Büchern. Das diesjährige Buch ist extrem gefühlvoll geschrieben, und die Leserinnen und Leser können sich gut in die Situation des Jungen auf seiner Reise hineinversetzen. Zur Inspiration für den Roman „Katzentisch“ sagt Ondaatje: „Ich selbst habe als Kind eine große Reise auf einem Ozeandampfer nach London unternommen. Wie ich mit meinen Kindern über diese Vergangenheit gesprochen habe und ihre Wissbegierde merkte, wusste ich, dass es eine packende und spannende Geschichte werden würde.“

Literaturfans im Wiener Rathaus
Auf Einladung von Bürgermeister Michael Häupl und echo medienhaus-Geschäftsführer Christian Pöttler genossen die Lesung des Autors im Wiener Rathaus unter anderem Volksbank Wien-Direktor Wolfgang Layr, "Wiener Bezirksblatt"-Geschäftsführer Thomas Strachota, Kommunikationsberater Ralph Vallon, International Advertising Association Executive Director Raphaela Vallon-Sattler, die café+co-Manager Michaela Löwe-Reitbauer und Herbert Rieser, Polit-Insider Rudi Schicker, Bildungsexperte Andreas Salcher, Society-Insiderin Andrea Buday, die BFI-Kommunikatoren Jan Weinrich und Maria Peischl, Actrice Konstanze Breitebner, Romy-Erfinder Rudolf John, Publikumsliebling Erich Schleyer, ÖWD-Boss Alexander Kiss, Feibra-Gründer Anton Feistl, Manager Alois Aschauer, Schauspieler Peter Marton, Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl, Wien Energie-Kommunikationsleiterin Alexandra Radl, Austrocontrol-Sprecher Markus Pohanka, Manstein Verlag-Geschäftsführer Oliver Stribl, Reed Messe-Manager Benedikt Binder-Kriegelstein, Opernstar Daniel Serafin sowie Herausgeberin Uschi Fellner-Pöttler und erlebten den preisgekrönten Autor hautnah.

Über Michael Ondaatjes Roman „Katzentisch“
Das Buch „Katzentisch“ beschreibt die abenteuerliche Reise eines Elfjährigen auf einem Ozeandampfer in den 1950er-Jahren. Der junge Michael verlässt die tropische Heimat Sri Lanka mit der mehr geahnten als wirklich empfundenen Wehmut eines Jugendlichen, um im fernen London in die Schule zu gehen. Noch ganz Kind, wird er blitzschnell in eine Jugendbande integriert, die permanent neue Streiche ausheckt. Daneben erleben die Leser zahlreiche Schicksale der höchst multikulturellen Passagiere im Abenteuerroman für Erwachsene, in dem es auch um mysteriöse Weissagungen, Gaunereien, Liebe und eine Geiselnahme geht. Das Buch hat durchaus autobiografische Komponenten, zumal auch der 1943 geborene Schriftsteller in den 1950er-Jahren aus seiner Geburtsstadt Colombo auf Sri Lanka nach London übersiedelte.

Über Michael Ondaatje
Der kanadische Schriftsteller Ondaatje wurde 1943 in Colombo (Sir Lanka) geboren, zog 1954 mit seiner Mutter nach London (Großbritannien) und 1962 weiter nach Kanada. Ondaatje erlangte den BA (Bachelor of Arts) an der Universität Toronto und den MA (Master of Arts) an der Queen’s University in Kingston (Ontario). Mitte der 1960er-Jahre ließ er sich in Toronto nieder; von 1971 bis 1983 lehrte er an der York University und dann am Glendon College in Toronto. Am 8. November 1988 wurde ihm der Order of Canada, die höchste kanadische Auszeichnung, verliehen.

Seine Romane bestehen aus „Schnappschüssen“ von miteinander verbundenen Szenen, die er sprachlich äußerst detailreich erforscht. Insbesondere Ondaatjes frühe oder nicht ausschließlich poetischen Werke „The Collected Works of Billy the Kid“ und „Coming Through Slaughter“, zeigen eine bild- und metaphernreiche Sprache, die stark von seiner Herkunft als Dichter geprägt ist. Ständige Wechsel der Erzählperspektive und -zeit sowie der Handlungsstränge prägen diese Werke noch stärker als Ondaatjes spätere Romane. Zu seinen größten Erfolgen zählt „Der englische Patient“: Das Buch wurde mit dem Booker Prize ausgezeichnet und 1996 von Anthony Minghella mit Ralph Fiennes, Juliette Binoche, Willem Dafoe und Kristin Scott Thomas in den Hauptrollen verfilmt und mit neun Oscars (zwölf Nominierungen) ausgezeichnet.

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