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Kreative Inspiration für mehr Umsatz durch gesellschaftliches Engagement von adidas Runtastic © leisure communications/Roland Rudolph

Reinhard Schwarzinger und Chris Thaller

© leisure communications/Roland Rudolph

Reinhard Schwarzinger und Chris Thaller

Redaktion 21.11.2019

Kreative Inspiration für mehr Umsatz durch gesellschaftliches Engagement von adidas Runtastic

adidas-Runtastic-Manager Chris Thaller zeigt am Dienstagabend auf Einladung des Creativ Club Austria auf, wie das erfolgreichste österreichische Start-up mit Kreativität im digitalen Umfeld punktet und die Welt ein Stück besser machen will.

WIEN. – „Die Verbindung von kreativer Exzellenz mit den digitalen Möglichkeiten ist eine Kernfrage für erfolgreiche Kommunikation, wie sie adidas Runtastic als erfolgreichstes Start-up des Landes seit Anfang an lebt. Die digitale Erfolgsgeschichte beruht auf Community-Building, Content und Kreativität und hat Vorbildwirkung“, begrüßt Creativ-Club-Austria-Geschäftsführer Reinhard Schwarzinger zur CCA-Session im Co-Working-Place „Zimmer“. Auf Einladung der Interessenvertretung der Kreativwirtschaft gibt Chris Thaller, Head of Creative Projects bei adidas Runtastic, Einblicke, wie sich digitale Kanäle nutzen lassen, um die eigene Marke zu stärken und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Mitunter entwickelte er das Kreativkonzept für „Run for the Oceans“, um auf die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll aufmerksam zu machen.

Marketing für Produkte, die Probleme lösen
Mit 289 Millionen App-Downloads, 150 Millionen registrierten Usern und mehr als neun Millionen Fans und Followern ist das österreichische Unternehmen ein massiver Faktor in der Digitalstrategie von adidas. Über Digitalstrategien möchte die Sportfirma Communities zusammenbringen. Zu diesen Aktivitäten zählt auch „Run for the Oceans“, die mittlerweile größte Kampagne des Konzerns. Pro gelaufenem Kilometer wurde ein U.S.-Dollar an Projekte zum Schutz der Ozeane wie die „Parley Ocean Schools“ gespendet, die Kinder in Umweltschutzthemen unterrichten. 2019 beteiligten sich bereits 2,2 Millionen Teilnehmer an dem Gemeinschaftsprojekt. Darunter auch prominente Sportler wie Lionel Messi oder David Beckham.

Bereits 2007 wurde mit „Parley“ der erste Schuh aus Plastikmüll vorgestellt. Mittlerweile werden elf Millionen der Recycling-Schuhe pro Jahr verkauft. Bis 2024 will adidas alle Produkte aus recyceltem Plastik herstellen.

„Die großen Probleme dieser Welt bieten große Möglichkeiten. Wir sprechen nicht mehr nur von Corporate Social Responsibility, sondern von Corporate Opportunity. Mit dem Projekt verdienen wir Geld, schaffen Awareness für das Umweltproblem und tragen zu dessen Lösung bei“, erklärt Thaller.

Wettlauf gegen den Schneeleoparden Uuliin
Ähnlich konzipiert ist das Projekt „Run Wild“, das in Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, Internet of Elephants und dem Snow Leopard Trust auf gefährdete Tierarten wie Schneeleoparden aufmerksam macht. Teilnehmer sind aufgerufen, sich zwölf Tage lang in der App mit dem Schneeleoparden Uuliin in der Mongolei zu messen und mindestens genauso viele Kilometer wie er am Tag zurückzulegen. Über 50 Kilometer mussten sie bewältigen, um es mit ihrem tierischen Herausforderer aufzunehmen. Durch die Aktion, Content und Storytelling wird eine persönliche Beziehung zwischen den Läufern und Uuliin aufgebaut, um die Aufmerksamkeit und Spenden für gefährdete Tierarten zu steigern. Bei der Premiere von „Run Wild“ beteiligten sich 500.000 User und 280.000 aktive Läufer, von denen mehr als 21.000 weiter unterwegs waren als ihr Partner in der Mongolei.
„Wir leben in einer chaotischen Digitalwelt, deren Kraft wir mit Kreativität für eine bessere Welt einsetzen können und damit auch als Unternehmer profitieren“, schließt Thaller.

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