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Lange Nacht der Museen als „ORF-Museumszeit” © ORF/Thomas Ramstorfer

ORF-Konzernsprecher und Marketingchef Martin Biedermann.

© ORF/Thomas Ramstorfer

ORF-Konzernsprecher und Marketingchef Martin Biedermann.

Redaktion 18.09.2020

Lange Nacht der Museen als „ORF-Museumszeit”

Üblicherweise von 400.000 Menschen genutzt, fällt die ORF Lange Nacht der Museen aus – als Ersatz initiiert der ORF eine kulturelle Ticket-Aktion.

••• Von Dinko Fejzuli

WIEN. Das alles beherrschende Thema Corona hat auch vor der Langen Nacht der Museen (LNDM) nicht halt gemacht. Üblicherweise tummeln sich bis zu 400.000 Besucherinnen und Besucher in den teilnehmenden Museen und Locations. Doch heuer muss der kulturelle Live-Event ausfallen. Beim ORF hat man reagiert und eine Museums-Aktionswoche gestartet.

Aktionswoche

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz über die ins Leben gerufene ORF-Museumszeit: „Nachdem wir nach sorgfältiger Prüfung die ‚ORF-Lange Nacht der Museen' mit rund 400.000 Besucherinnen und Besuchern in einer Nacht in diesem Herbst nicht veranstalten können, freut es mich umso mehr, dass wir gemeinsam mit den teilnehmenden Häusern die Aktionswoche ‚ORF-Museumszeit' ins Leben rufen konnten. Damit wollen wir einen wichtigen Impuls in dieser für die Kunstinstitutionen herausfordernden Zeit für den Besuch von Museen und Ausstellungen setzen, die Vielfalt der österreichischen Museumslandschaft aufzeigen und für die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur begeistern.”

Eigene Ticketaktion

Deshalb gibt es vom 3. bis 10. Oktober im Rahmen der „ORF-Museumszeit” in allen teilnehmenden Häusern unter dem Label „ORF-Ticket” eine Woche lang besondere Aktionen wie beispielsweise Ermäßigungen, Sonderprogramme, Kinder­extras und vieles mehr. Auch ORF III Kultur und Information begleitet die „ORF-Museumszeit” vom Montag, dem 5., bis Freitag, dem 9. Oktober, täglich im Rahmen von „Kultur Heute” mit Spezialsendungen aus den vielseitigen musealen Einrichtungen Wiens.

medianet bat anlässlich der neuen Initiative ORF-Konzernsprecher und Marketingchef Martin Biedermann um ein paar Antworten zur neuen ORF-Museumszeit.


medianet: Herr Biedermann, nach welchen Kriterien sucht man einen passenden Ersatz für die LdM, die sich auch TV-gerecht umsetzen lässt, und was ist die Idee hinter der ORF-Museumszeit?
Martin Biedermann: Wir haben nach der corona-bedingten Absage der LNDM nach einer Möglichkeit gesucht, die Museen zu unterstützen, ohne dass man eine große Veranstaltung, die derzeit eben nicht möglich ist, organisiert. Mit der Aktion ‚ORF Museumszeit' wollen wir die Menschen animieren, ins Museum zu gehen und eines der vielen speziellen Angebote während dieser Woche in Anspruch zu nehmen. Dadurch teilen sich die Besucherzahlen gut auf, und die Kampagne bringt die Museen auch über die Aktionswoche hinaus wieder ins Bewusstsein der Menschen.

medianet:
Besteht die Möglichkeit, wenn die LdM wieder zurückkehret, dass die ORF-Museumszeit bestehen bleibt?
Biedermann: Wir gehen davon aus, dass die LNDM im Herbst 2021 wie bisher wieder stattfinden kann. Der ORF ist aber als größter Kulturvermittler des Landes immer offen für Kooperationen und Aktionen über die LNDM hinaus.

medianet:
Welche Bedeutung hat die LdM für den ORF?
Biedermann: Eine große: Der ORF veranstaltet seit 20 Jahren den mit jährlich rd. 400.000 Besuchern größten derartigen Event in Europa; die LNDM ist ein Fixpunkt im Kulturkalender des Landes und ermöglicht breiten Bevölkerungsschichten niederschwellig einen Besuch der vielfältigen Museen – von Hochkultur bis Alltagskultur. Der ORF berichtet auch umfassend in seinen Programmen über die LNDM und die damit einhergehenden Aktionen der Museen.

medianet:
Wie wird die ORF-Museumszeit kommunikativ begleitet?
Biedermann: Natürlich redaktionell in den Programmen des ORF und in Ankündigungen in den ORF-Medien und mittels Inseraten.

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