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Medienmanager Ernst Swoboda verstorben © APA/Hans Punz

Ernst Swoboda

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Ernst Swoboda

Redaktion 06.08.2021

Medienmanager Ernst Swoboda verstorben

Privatradio-Pionier und Kronehit Geschäftsführer ist mit 62 einem schwerem Leiden erlegen.

WIEN. Er hat den Privatsender Kronehit zum erfolgreichsten Privatradio des Landes gemacht, war ein anerkannter Medienanwalt und langjähriger Rechtsberater der Mediaprint. Nun ist Ernst Swoboda mit 62 Jahren verstorben. Auf der Website des Senders hieß: „Dr. Ernst Swoboda prägte fast zwei Jahrzehnte die Radiolandschaft Österreichs und war federführend für die Erfolgsgeschichte von Kronehit verantwortlich. Seine professionelle Art, seine Loyalität und sein Engagement wurde sowohl von uns Mitarbeitern als auch von Geschäftspartnern sehr geschätzt.

Auch Christoph Dichand sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus: „Wir haben einen wichtigen Kollegen und wertvollen Menschen verloren. Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei seiner Familie“, sagt der Krone-Herausgeber.
Kurier-Geschäftsführer Thomas Kralinger über das Ableben des überall geschätzten Kollegen: „Swoboda war der wichtigste Medienmanager im Privatradiobereich, aber vor allem ein verlässlicher, loyaler, liebenswürdiger und pflichtbewusster Kollege. Auch wir wünschen der Familie viel Kraft in diesen schweren Stunden. Er ist viel zu früh gegangen, und wir werden ihn sehr vermissen“.

Neben der Funktion als kronehit Geschäftsführer war Swoboda unter anderem auch Vorsitzender des Verbandes Österreichischer Privatsender.

Auch bei den Kolleginnen und Kollegen vom VÖP zeigt man sich tief betroffen vom Ableben von Ernst Swoboda.
In Andenken an den VÖP-Präsidenten veröffentlichte der Verband auch einen Nachruf, den wir im Wortlaut übernehmen. (red)

Nachruf des Verbands Österreichischer Privatsender zum Ableben von Ernst Swoboda: „Gestern verstarb der langjährige VÖP-Präsident Ernst Swoboda (62). Die Privatrundfunkbranche trauert um einen ihrer wichtigsten und charismatischsten Vertreter.

Ernst Swoboda hat die österreichische Privatradiobranche geprägt wie kaum ein anderer. Nachdem er 2004 die Geschäftsführung des überregionalen Privatsenders „Kronehitradio“ übernommen hatte, entwickelte er diesen zum ersten nationalen und zu einem der erfolgreichsten Privatradios in Österreich. Zugleich war er Geschäftsführer von „Krone TV“, einem der jüngsten Privatfernsehsender in Österreich, und von dem TV-Vermarkter „IP Österreich“. 2015 wurde er einstimmig zum Vorsitzenden des Verbands Österreichischer Privatsender gewählt und hat sich seither fortwährend und mit großem Engagement für die Weiterentwicklung der österreichischen Privatrundfunklandschaft eingesetzt.

Ernst Swoboda war im Kreis der Privatsender und über die Branche hinaus hochgeschätzt. Sein Sachverstand, seine Erfahrung und sein Scharfsinn waren stets aufs Neue beeindruckend. Die Privatrundfunkbranche konnte mit ihm auf einen der einfallsreichsten und kompetentesten Medienjuristen Österreichs zählen. Er war einer, der niemals aufgab und immer neue Wege suchte, um ein Problem anzugehen, auch wenn andere längst kapituliert hatten. Er imponierte mit seinem Kampfgeist, seiner Unerschrockenheit und seinem Durchhaltevermögen. Der Weg des geringsten Widerstands war, wenn ihm etwas wichtig war, niemals der seine.

Im Namen des Vorstands des VÖP und aller Mitglieder drücken seine beiden Stellvertreter im VÖP ihre Betroffenheit und Anteilnahme aus.

Markus Breitenecker, Geschäftsführer der PULS4 / ATV Gruppe: „Unter allen Geschäftsführer:innen österreichischer Medienhäuser habe ich mit Ernst am allerbesten zusammengearbeitet. Ernst Swoboda: intelligent, humorvoll, trocken, schnörkellos, uneitel. Ein Mensch, der sich selbst nie in den Vordergrund gespielt hat. Immer ein Kämpfer für die Sache, nicht für sich. Ein kreativer und kluger Jurist, der immer wieder neue Ideen hatte, die Schieflage im dualen Rundfunkmarkt Österreichs mit neuen juristischen Wegen zu beseitigen.“

Christian Stögmüller, Geschäftsführer von Life Radio: „Die Zusammenarbeit mit Ernst war stets geprägt von hoher Wertschätzung, dem Dialog auf Augenhöhe und Handschlagqualität. Sein Wissen, seine Schnelligkeit und seine Intelligenz waren beeindruckend. Ich danke ihm für die Kraft und die Leidenschaft, mit der er sich gerade in den letzten Monaten und Jahren und trotz seiner schweren Erkrankung für Österreichs Privatsender eingesetzt hat.“

Auch Corinna Drumm, Geschäftsführerin des VÖP, ist tief betroffen: „Die Zusammenarbeit zwischen Ernst und mir war stets von großem Vertrauen und hoher Loyalität geprägt. Ich konnte mir seines Rückhalts und seiner Unterstützung immer sicher sein, wofür ich sehr dankbar bin. Mein und unser aller tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie für ihren unermesslichen Verlust. Ernst, Du wirst mir sehr fehlen!“

Aus dem ORF kamen ebenfalls Worte des Mitgefühls zum Ableben des VÖP-Präsidenten. Sowohl ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz als auch Hörfunkdirektorin Monika Eigensperger bekundeten ihre Wertschätzung für den Radio-Pionier aber auch für den Menschen Swoboda aus: „Ernst Swoboda war einer der Pioniere des Privatradios. Österreich verliert einen innovativen Medienmacher, der die Weiterentwicklung des Medienstandortes Österreich ganz wesentlich mitgeprägt und sich große Verdienste um das österreichische Radio erworben hat! Im Namen des ORF spreche ich der Familie von Ernst Swoboda mein tiefempfundenes Beileid aus“, betont ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz anlässlich des Ablebens von Kronehit-Geschäftsführer Dr. Ernst Swoboda.

Hörfunk-Direktorin Monika Eigensperger: „Mit Ernst Swoboda verliert die Radiolandschaft einen wichtigen Medienmanager. Ich habe ihn als harten Kämpfer für den Privatradiomarkt bei der Arbeit im Vorstand des Radiotests kennen und seine fundierte Sachkenntnis schätzen gelernt. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.“

Auch der VÖZ Drückte sein Mitgefühl zum Tod von Ernst Swoboda aus „Das Ableben von Ernst Swoboda macht viele Kolleginnen und Kollegen tief betroffen und sprachlos. Er war nicht nur einer der verdienstvollsten Radiomanager des Landes, sondern auch einer der versiertesten Juristen der Branche. Mit seinem unermüdlichen jahrzehntelangen Engagement für das österreichische Verlagswesen, prägte er überaus präzise und nachhaltig dessen Standards. Als langjähriger Justitiar der Mediaprint, hat er zur Erfolgsgeschichte des Unternehmens beigetragen und führte die letzten 17 Jahre als Geschäftsführer von Kronehit das Privatradio bundesweit zum Erfolg. In seinen zahlreichen Publikationen und juristischen Kommentaren setzte er sich zudem mit den medienrechtlichen Rahmenbedingungen sowie Fragestellungen auseinander und lieferte damit immer wieder maßgebliche Impulse.

Der Vorstand und die Mitglieder des Verbandes Österreichischer Zeitungen sprechen den Angehörigen ihr tief empfundenes Beileid aus.“

Ebenfalls betroffen zeigte man sich seitens der Bundesregierung: „Mit seinem tagtäglichen Engagement habe Ernst Swoboda bewiesen, dass ein erfolgreiches und beliebtes Privatradio in Österreich wirklich möglich ist. Der bis heute anhaltende Erfolgskurs des Radiosenders sei auch ihm zu verdanken“, so das Bundeskanzleramt in einer Stellungnahme.

Von Tod des Hörfunk-Weggefährten Swoboda zeigt man sich auch beim Werbezeitenvermarkter RMS tief betroffen.

RMS Geschäftsführer Joachim Feher gegenüber medianet: „Mit Dr. Ernst Swoboda verlieren wir eine prägende und eindrucksvolle Persönlichkeit der österreichischen Medienszene. Seine Zielstrebigkeit, sein Intellekt und seine Konfliktbereitschaft für die Sache haben mich stets tief beeindruckt. Seine Fähigkeit, kreativ neue Blickwinkel einzubringen, hat uns in der RMS oftmals geholfen, erfolgreiche Lösungen zu finden. Als er mir bei meinem ersten RMS-Sommerfest im Jahr 2017 das Du-Wort angeboten hat, wusste ich, dass ich in Österreichs Privatradioszene angenommen bin. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.“

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