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 Nachhaltige Unternehmen sind zukunftsfähig und optimistisch © Pixabay
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Redaktion 06.08.2020

Nachhaltige Unternehmen sind zukunftsfähig und optimistisch

156 beim TRIGOS einreichende Unternehmen wurden zu ihrer Erfahrung mit Corona befragt. Die Analyse bestätigt: Nachhaltigkeit als Grundhaltung macht optimistisch & resilient.

WIEN. Die Einreichung zum TRIGOS – Österreichs renommierteste Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften und Nachhaltigkeit – fiel heuer mitten in die Corona-Pandemie. Darum beschlossen die TRIGOS Trägerorganisationen, alle einreichenden Unternehmen zu befragen, wie es ihnen ging. Dies war wichtig, um die Jurybewertung abzusichern, um festzustellen ob die eingereichten Projekte nach wie vor bestehen und in welchem Ausmaß die Unternehmen durch Corona in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt waren. Aufgrund der Relevanz der Ergebnisse wurden diese Antworten nun ausgewertet und veröffentlicht. Die Erkenntnisse verstärken das Ergebnis des „TRIGOS Barometer Zukunftsfähigkeit“, eine SORA-Studie, die im Februar 2020 veröffentlicht wurde.

Den einreichenden Unternehmen wurden zwei offene und einfache Fragen gestellt:
1) Was bedeutet die Corona-Krise für Ihr Unternehmen?
2) Hat sich durch Corona etwas an Ihrem Projekt bzw. an den in Ihrer Einreichung geschilderten Maßnahmen geändert?

141 der 156 einreichenden Unternehmen beantworteten diese Fragen – teilweise sehr ausführlich, offen und kritisch. Ihre Antworten wurden nun ausgewertet und zu einem Analysebericht zusammengefasst.

Das Hauptergebnis: Was bis dahin Thesen waren, ist nun durch die Aussagen der Unternehmen bestätigt. Nachhaltige Unternehmen sind innovationsfreudig und optimistisch – die beste Voraussetzung für Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Dies zeigt sich einerseits an der hohen Anzahl der Rückmeldungen (über 90 %), vor allem aber an deren Inhalt und Tonalität.

Insgesamt überwiegt eine optimistische Grundhaltung. Viele Unternehmen sehen die Krise als Chance – 23 Unternehmen verwenden diese Formulierung sogar explizit in ihrer Antwort. Nur ein kleiner Teil der Unternehmen musste durch Corona Änderungen oder Rückschläge am eingereichten Projekt vornehmen, der überwiegende Teil (77 %) besteht auf der Fortführung – oder in manchen Fällen sogar Ausweitung des zum TRIGOS eingereichten Projektes. Dies spiegelt die hohe Relevanz der eingereichten Projekte und Maßnahmen für die Unternehmen sowie die starke Integration dieser in das jeweilige Kerngeschäft wider.

Die Frage nach den Umsatzeinbußen wurde nicht explizit gestellt. Dennoch haben 51 von 141 Unternehmen, d.h. 36 %, Umsatzeinbußen offen angesprochen und benannt – und bleiben trotzdem optimistisch. Gleichzeitig berichten 15 Unternehmen, d.h. 11 %, über teilweise beträchtliche Zuwächse - bis hin zur Notwendigkeit, zusätzliches Personal anzustellen. Dies korreliert in vielen Fällen mit der raschen Reaktion des Unternehmens, auf digitale Produkte und Strategien zu setzen (s.u. Dimension 3)

Die Antworten bestätigen damit auch die Definition von Zukunftsfähigkeit, die durch die TRIGOS Trägerorganisationen in einem umfassenden Stakeholder Prozess erarbeitet wurde. Vor allem der Satz: „Zukunftsfähige Unternehmen gehen offen und mutig auf Neues zu und passen flexibel ihre Strategie an“ ist durch die 141 Antworten der Einreicher eindeutig belegt.

Das Ergebnis korreliert auch mit der Zukunftsfähigkeits-Matrix, die aus fünf Dimensionen besteht, an denen man Zukunftsfähigkeit erkennen und manifestieren kann:
Strategie und Kerngeschäft, Führung und Kultur, Resilienz und Innovation, Umwelt und Ressourcen, Gesellschaft und Wertschöpfung (Umfeld).

Die Erkenntnisse

Die Unternehmen passen flexibel ihre Strategie an
(Dimension 1: Strategie und Kerngeschäft)
Festzustellen bei: 86 von 141 Unternehmen (61%)

Die Unternehmen stellen die MitarbeiterInnen in den Fokus
(Dimension 2: Führung und Kultur)
Festzustellen bei: 61 von 141 Unternehmen (43%)

Die Unternehmen reagieren mit Innovationen (neue digitale Angebote etc.)
(Dimension 3: Resilienz und Innovation)
Festzustellen bei: 64 von 141 Unternehmen (45%)

Die Unternehmen halten explizit an Nachhaltigkeit fest (trotz Corona und tlw. wirtschaftlicher Einbußen)
(Dimension 4: Umwelt und Ressourcen)
Festzustellen bei: 70 von 141 Unternehmen (50%)

Die Unternehmen übernehmen Verantwortung für Betroffene (durch Unterstützungs-Aktionen, Spenden, Corporate Citizenship etc.)
(Dimension 5: Gesellschaft und Wertschöpfung (Umfeld))
Festzustellen bei: 18 von 141 Unternehmen (13%)

(red)

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