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„Natürlich möchte ich gewinnen” © APA/Georg Hochmuth

Weg ins Finale: Am 11. Mai tritt Nathan Trent für Österreich im 2. Halbfinale des ESC in Kiew für Österreich an. Das Finale findet am 13. Mai im 11.000 Menschen fassenden International Exhibition Centre in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt..

© APA/Georg Hochmuth

Weg ins Finale: Am 11. Mai tritt Nathan Trent für Österreich im 2. Halbfinale des ESC in Kiew für Österreich an. Das Finale findet am 13. Mai im 11.000 Menschen fassenden International Exhibition Centre in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt..

Dinko Fejzuli 03.03.2017

„Natürlich möchte ich gewinnen”

Der ORF stellte den österreichischen Beitrag zum dies­jährigen Song Contest vor – eine Nummer mit Potenzial.

••• Von Dinko Fejzuli

WIEN. Offiziel wurden heute „Running on Air”, der Song und das dazugehörige Video des österreichsichen Teilnehmners Nathan Trend, für des diesjährigen Song Contest in Kiew vorgestellt.

Technisch war das Lied bereits seit gestern auf diversen Plattformen zu hören. Der Grund: Damit man sicherstellt, dass das Lied ab heute auch tatsächlich verfügbar ist, wird es den diversen Plattformen vorab zur Verfügung gestellt. „Technische Drängeleien” hätten nun dazu geführt, dass es eben schon am Vortag verfügbar war, so ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm.
Wichtig sei, so Böhm, dass keine Fristen im Bezug auf den ESC verletzt wurden, denn das wäre durchaus ein Thema gewesen.
Und das Lied selbst? Ein Luftrenner, der durchaus das Potenzial hat, nicht als Luftnummer für Österreich zu enden. Darin stapft der 24-jährige Tiroler durch die verschneite Bergwelt seiner Heimat. Die gitarren­lastige Midtempo-Nummer, die stilistisch ein wenig an Vorbilder wie Ed Sheeran erinnert, hat dabei durchaus internationales Format und ist im Zwischenbereich von Pop und R'n'B angesiedelt.

„Österreich hat Popszene”

„Mainstream ist nicht negativ, weil das im Endeffekt ja bedeutet, dass ein Song von möglichst vielen Menschen gehört wird”, steht der gut gelaunte Sänger zu seinem Lied, das er selbst geschrieben hat: „Es ist eine Danksagung an das Leben, an das Auf und Ab, an das Erwachsen werden.”

Und die Stoßrichtung für den Nachwuchsstar ist nach Eigenaussage auch klar: „Ins Finale will ich auf jeden Fall kommen, aber natürlich ist es mein Ziel, so gut wie möglich abzuschneiden. Natürlich möchte ich da gewinnen.”
Dass Österreich mit Nathan Trent durchaus Chancen auf eine gute Platzierung hat, davon ist auch Radio-DJ-Legende Eberhard Forcher, seit vielen Jahrzehnten für Ö3 im Dienst, überzeugt, der gemeinsam mit Christof Straub (Papermoon-Gründer und Vater der Vorjahreskandidatin Zoë) als Experte den Sänger ausgewählt hat. „So leicht ist das nicht: FM4-Künstler lehnen das schon einmal prinzipiell ab”, erinnerte sich der 62-Jährige an den Prozess. Und dass Trent sein Lied selbst geschrieben hat, sei ein ungemeiner Vorteil im Wettbewerb: „Internationale Songwriter geben für eine Vorausscheidung in Österreich oft nicht ihre besten Lieder her.”
Das sieht auch Stefan Zechner, seit 2011 Chef des ESC-Projekts im ORF, so: „Es ist einfach die schönste Variante, wenn der Künstler seinen Song selbst geschrieben hat.”
Zufrieden mit der getroffenen Entscheidung zeigte sich auch Edgar Böhm: „Es ist ein positives, ein optimistisches Lied, das in diesen grauen Zeiten auch ein bisschen Hoffnung versprühen kann.”

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