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Politikerinnen verurteilen sexistische Karikatur von Rendi-Wagner © APA/Robert Jaeger

Frauenministerin Susanne Raab

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Frauenministerin Susanne Raab

Redaktion 10.07.2020

Politikerinnen verurteilen sexistische Karikatur von Rendi-Wagner

SPÖ-Chefin hüpft auf Zeichnung in Dessous aus Torte - OÖN entschuldigten sich - Rendi-Wagner: "Noch viel Arbeit vor uns".

LINZ. Eine Karikatur der "Oberösterreichischen Nachrichten" von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, die in Dessous aus einer Torte hüpft, hat Politikerinnen aller Couleurs auf den Plan gerufen. Die Ministerinnen Elisabeth Köstinger, Susanne Raab (ÖVP) sowie Alma Zadic und Leonore Gewessler (Grüne), die SPÖ-Bundesfrauen und andere verurteilten die Zeichnung als "unerträglich", "grindigen Sexismus" sowie eine "Herabwürdigung von Politikerinnen".

Die "Oberösterreichschen Nachrichten", die die Karikatur am Dienstag abgebildet hatten, veröffentlichten am Donnerstag einen Leserbrief von SPÖ-Bundesfrauenvorsitzender Gabriele Heinisch-Hosek und der designierten SPÖ-OÖ-Landesfrauenvorsitzenden Renate Heitz, in dem es unter anderem heißt: "Die sexistische Herabwürdigung von Frauen in ihrer Funktion können wir aber nicht akzeptieren - das ist einfach kein Witz und nicht zum Schmunzeln."

Darunter druckte die Zeitung eine Anmerkung der Redaktion: "Wir bekennen uns zur künstlerischen Freiheit unserer Karikaturisten. Satire und Kunst sollten in ihrer Zuspitzung grundsätzlich großen Spielraum haben, und der reduziert sich, unabhängig vom oben genannten Beispiel, nicht allein auf Witz oder Schmunzeln. Sollten wir mit dem Abdruck dieser Karikatur die Gefühle von Frauen verletzt haben, so tut uns dies leid. Es lag weder in unserer Absicht noch in der unseres Karikaturisten."

Rendi-Wagner selbst sagte im Ö1-Morgenjournal am Donnerstag: "Was gar nicht geht, ist, wenn Frauen sexistisch diffamiert werden", und "das haben die Verantwortlichen der Zeitung eingesehen und sie haben sich entschuldigt". Umso mehr habe sie "die breite Solidarität über alle Parteigrenzen hinweg" gefreut. Aber, so die SPÖ-Chefin: "Da haben wir noch viel Arbeit vor uns." (red)

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