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Prof. Horst Knapp-Preis 2017 für Ulla Kramar-Schmid © UniCredit Bank Austria/Oreste Schaller

Gregor Hofstätter-Pobst und Ulla Kramar-Schmid.

© UniCredit Bank Austria/Oreste Schaller

Gregor Hofstätter-Pobst und Ulla Kramar-Schmid.

Redaktion 30.05.2018

Prof. Horst Knapp-Preis 2017 für Ulla Kramar-Schmid

Ulla Kramar-Schmid, Mitglied der Redaktion der „ORF ZiB 2“, wurde am Dienstagabend mit dem renommierten Prof. Horst Knapp-Preis ausgezeichnet.

WIEN. Gregor Hofstätter-Pobst, Finanzvorstand der UniCredit Bank Austria, erklärte bei der Überreichung des Preises für herausragende Leistungen im österreichischen Wirtschaftsjournalismus: „Ein qualitativ und insbesondere journalistisch hochwertiges Fernsehprogramm ist unverzichtbar für den öffentlichen Diskurs über politisch und gesellschaftlich relevante Themen in unserem Land – und das gerade angesichts des Trends, dass sich immer mehr Menschen hauptsächlich über Social Media-Kanäle informieren. Dem ORF und der ZiB 2-Redaktion ist es vor rund drei Jahren gelungen, eine der erfahrensten Investigativ-Journalistinnen des Landes zu gewinnen: Ulla Kramar-Schmid. Sie hat sich nicht nur mit innenpolitischen Themen profiliert, sondern auch mit fundierter Wirtschaftskompetenz. Das ist essenziell für eine erstklassige journalistische Analyse und Einordnung, eben weil viele politische und wirtschaftliche Themen sehr eng miteinander verschränkt sind.“

Der Juryvorsitzende Ewald Nowotny, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, betonte in seiner Laudatio: „Die Jury hat sich einhellig für Ulla Kramar-Schmid ausgesprochen, weil sie in ihrer journalistischen Arbeit dem entspricht, dessen Preis wir heute verleihen. Im Geiste Horst Knapps geht es um Fakten und ihre richtige Einordnung. Frau Kramar-Schmid erfüllt in hohem Ausmaß dieses Ideal und ist daher eine sehr würdige Preisträgerin.“

„In Zeiten der digitalen Welt werden, je nach Bedarf, echte Fakten gebogen, mit Propaganda angereichert und in einen neuen Zusammenhang gestellt, bis sich alternative Fakten bilden. Genau hier liegt die Aufgabe des Journalisten: Alternative Fakten von echten Fakten zu unterscheiden, sorgsam zu prüfen und für die Leserschaft verständlich zu machen, damit sie sich eine eigene Meinung bilden kann und nicht auf Meinungsmacher angewiesen ist“, so die Preisträgerin Ulla Kramar-Schmid anlässlich der Preisverleihung.

Die Festrede hielt Max Schrems, Jurist und Autor sowie Initiator und Vorstandsvorsitzender der neuen europäischen Datenschutz-NGO noyb („none of your business“). Unter dem Titel „Der neue europäische Datenschutz: Bremse oder Dynamo der Wirtschaft?“ erläuterte er seine These, wonach sich die seit 25. Mai EU-weit direkt anwendbare neue Datenschutz-Grundverordnung für die europäischen Unternehmen dauerhaft zum Wettbewerbsvorteil wandeln wird, auch wenn das Gesetz in puncto Rechtssicherheit und Verständlichkeit Nachholbedarf hat: „In Zeiten der Digitalisierung bedarf es einer digitalen Umverteilung, um eine faire Balance zu schaffen und Monopolbildungen aufzubrechen. Mit der DSGVO ist hier ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung gemacht worden“, so Schrems.

Über Ulla Kramar-Schmid
Die Preisträgerin, Ulla Kramar-Schmid, ist seit Juli 2015 Mitglied der Redaktion der „Zeit im Bild 2“. Von 1998 bis 2015 war sie als Redakteurin beim Nachrichtenmagazin „profil“ in den Ressorts Innenpolitik, Wirtschaft und Investigativ tätig, nachdem sie zuvor beim „Kurier“ sowie bei „AZ“ und „NÖN“ journalistische Erfahrung gesammelt hatte.

Der Prof. Horst Knapp-Preis wird seit 1996 jährlich von der UniCredit Bank Austria gestiftet. Damit werden herausragende Leistungen im österreichischen Wirtschaftsjournalismus ausgezeichnet, die komplexe wirtschaftliche und sozialpolitische Zusammenhänge besonders klar und leicht verständlich aufbereiten. Eine unabhängige Jury vergibt den von der UniCredit Bank Austria gestifteten Preis im Gedenken an Prof. Horst Knapp, den 1996 verstorbenen Doyen des österreichischen Wirtschaftsjournalismus. Der Preis ist mit 7.000 € dotiert. (red)

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