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ServusTV macht MotoGP groß © GEPA pictures
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Redaktion 12.03.2021

ServusTV macht MotoGP groß

MotoGP war hierzulande lange eine Randsportart. Christian Nehiba, Bereichsleiter Sport, erklärt die Erfolgsgeschichte.

WIEN / SALZBURG. Die MotoGP-Saison 2020 auf ServusTV war die erfolgreichste, seit der Sport 2016 auf dem Privatsender läuft. 3,2 Mio. Österreicher haben im Laufe des Jahres eingeschaltet, der durchschnittliche Marktanteil lag bei 13,8%. Für Christian Nehiba, Bereichsleiter Sport bei ServusTV, eine Bestätigung konzentrierter Arbeit. Denn so einfach ist das nicht, kämpft eine vermeintliche Nischensportart wie das Motorradfahren doch gegen heimische Platzhirsche wie Fußball, Skifahren oder die Formel 1.

Journalistische Aufbereitung

„Man braucht ein gutes Team, das journalistisch gut aufarbeitet, kompetent ist und die notwendige Leidenschaft mitbringt”, erklärt Nehiba im Gespräch mit medianet. „Wenn man das wie bei ServusTV immer journalistisch in höchster Qualität umsetzen kann, funktioniert das gut.” Nehiba räumt ein, dass man vom Wachstums­potenzial der MotoGP immer überzeugt, vom schnellen Quotenanstieg jedoch selbst auch positiv überrascht war – Motorradfahrer sind in Österreich ein Markt.

Erfahrung als Trumpf

Diese Zielgruppe sowie viele weitere Motorsport-affine Menschen bespielt ServusTV. Nehiba kann auf ein kompetentes Team bauen: „Mit Moderatorinnen Andrea Schlager und Eve Scheer, mit dem kongenialen Kommentatoren-Duo Christian Brugger und Alex Hofmann, Experten wie Stephan Bradl und Urgestein Gustl Auinger tragen wir die Leidenschaft nach außen.” Das Format sei „perfekt”, komprimiert auf eine Dreiviertelstunde, in der alles passieren kann: Überholmanöver, Rad-an-Rad-Duelle, Stürze, Legenden wie Marc Marquez oder Valen­tino Rossi, junge Wilde.
Hinzu kommt noch die Nähe, die Rechtehalter Dorna bietet: „Es ist nicht so wie bei Fußball oder der Formel 1, wo das Produkt an sich reicht und automatisch Massen mobilisiert. Es geht nicht nur um Technik oder 18 Kameras pro Bike, man muss vor allem auch die Helden porträtieren. Wir sprechen Minuten, bevor es losgeht, mit ihnen, fünf Minuten, bevor sie mit weit über 300 km/h viel riskieren, sind mit der Kamera am Grid. Viel mehr Nähe geht nicht. Das sind schon ganz wichtige Gänsehautmomente.” Hinzu kommen noch jährliche Exklusivinterviews mit den Superstars. ServusTV überträgt mit demselben Team übrigens auch in Deutschland. Einen heimischen Topfahrer gibt es nicht, rot-weiß-rote Fans „müssen” der Marke KTM die Daumen halten.
Ähnlich ist es in der Formel 1, wo es keinen Gerhard Berger und Alex Wurz mehr im Cockpit gibt, sondern mit Red Bull ebenfalls eine Marke. Die Autokönigsklasse läuft in Österreich auf ServusTV, die Rechte sind mit dem ORF 50:50 aufgeteilt. Auch hier gibt es ein starkes Team.

Heimspiel

„Was am 28. März passieren wird, ist schon ein fernsehhistorischer Moment”, spielt Nehiba auf den Formel 1-Auftakt in Bahrain an. Seit über einem halben Jahrhundert liefen die Rennen im öffentlich-rechtlichen TV. „Das ist ein Riesenprojekt. Tanja Bauer ist Redaktionsleiterin, sie kennt den Formel 1-Zirkus seit über 20 Jahren. ” Weiters dabei Andrea Schlager, Kommentator Andi Gröbl sowie Österreichs letzten Piloten, Christian Klien. Der Star des Teams: Nico Hülkenberg. Christian Nehiba und sein Team haben also ein breites Angebot geschaffen – für alte und neue Motorsportfans. (gs)

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