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Sky steigt aus, ORF bleibt bis 2020 © APA/Herbert Neubauer

Bis 2020 Der ORF hält bis 2020 die Rechte an der Formel1. In Deutschland freut sich RTL über die Übertragungen, Sky ist mit Ende der vergangenen Saison aus­gestiegen.

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Bis 2020 Der ORF hält bis 2020 die Rechte an der Formel1. In Deutschland freut sich RTL über die Übertragungen, Sky ist mit Ende der vergangenen Saison aus­gestiegen.

Michael Fiala 02.02.2018

Sky steigt aus, ORF bleibt bis 2020

Sky wird ab der kommenden Saison keine Rennen mehr übertragen; ORF und RTL übertragen weiterhin.

••• Von Michael Fiala

WIEN/MÜNCHEN. Wenn am 25. März in Melbourne (Australien) die Formel1-Motoren aufheulen, wird es auf Sky eher ruhig zugehen: Es wird die erste Saison seit 1996 sein, die nicht auf dem Pay-TV-Sender übertragen wird. Die Free-TV-Sender ORF und RTL hingegen werden weiterhin Vettel & Co in die österreichischen und deutschen Haushalte übertragen.

Das war auch mit ein Grund, warum Sky aus dem Poker ausgestiegen ist, denn die fehlende Exklusivität wurde zum Problem. Zudem muss der Sender nach dem Erwerb der Rechte für die Deutsche Bundesliga wohl jeden Euro zwei Mal umdrehen. „Die Ziele, die wir uns für die Verhandlungen vorgenommen haben, konnten wir nicht erreichen”, sagte Carsten Schmidt, der Vorsitzende von Sky. „Wir wollen verstärkt auf Dinge setzen, die wir exklusiv haben. Und das war in der Formel1 in Deutschland leider nicht gegeben”, sagte Unternehmenssprecher Ralph Fürther der deutschen Tageszeitung Die Welt. Zudem investierte Sky zuletzt auch verstärkt in eigene Serien wie „Babylon Berlin”, um auch von den teuren Sportrechten etwas unabhängiger zu werden.

Alternativen zu Sky

Mögliche Alternativen zu Sky stehen jedoch schon im Raum, munkelt man in Branchenkreisen. So könnte Eurosport einspringen, die mit dem hauseigenen Eurosportplayer, der aktuell auch bereits Spiele der Deutschen Bundesliga überträgt, bereits Erfahrung gemacht hat.

Aktuell kostet der Player 50 € pro Jahr. Aber auch DAZN, das sich 2017 bereits erfolgreich für Premium-Rechte wie die Champions League erfolgreich beworben hat, könnte ein neuer Streaming-Partner der Formel1 werden. Denkbar wäre zudem auch Amazon.
Zu guter Letzt könnte Formel1-Eigentümer Liberty selbst über die Formel1-App bzw. -Website die Übertragungen gegen eine Gebühr anbieten. Im Gegensatz zu RTL könnte man diese Rennen dann dort ohne Werbeunterbrechungen sehen. Bei der MotoGP gibt es bereits einen Saisonpass, der um nicht gerade schlanke 140 € zu haben ist. Bis es jedoch so weit ist, kann sich der ORF darüber freuen, in Österreich exklusiv von der Formel1 zu berichten – vorerst bis 2020.

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