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Sommerspiele Melk starten außergewöhnliches „Xperiment“ © Daniela Matejschek

Xperiment Team

© Daniela Matejschek

Xperiment Team

Redaktion 10.06.2020

Sommerspiele Melk starten außergewöhnliches „Xperiment“

Sechs Regisseure, Sechs Wochen, Sechs Xperimente – die Sommerspiele Melk präsentieren ein völlig neues Konzept für den Sommer.

MELK. Unter dem Titel „Sommerspiele Melk Xperiment – Pandemic Edition“ wird von 10. Juli bis 15. August 2020 ein ungewöhnliches Programm als künstlerische Antwort auf die Herausforderungen der vergangenen Monate und die neuen Rahmenbedingungen in der Wachauarena Melk über die Bühne gehen.

Außerordentliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen – das dachte sich auch das Team rund um den künstlerischen Leiter Alexander Hauer und Wiebke Leithner, Geschäftsführerin der Wachau Kultur Melk. Mit dem Projekt „Sommerspiele Melk Xperiment – Pandemic Edition“ wollen sie den Dialog mit dem Publikum wiederaufnehmen und Unterhaltung bieten, gleichzeitig neue Impulse setzen und sowohl für das Ensemble als auch für das Team der Sommerspiele Melk eine Perspektive für den Sommer gewährleisten. Dabei war es ihnen wichtig, die ursprünglich geplanten Produktionen der Sommerspiele Melk nicht in einer notgedrungenen „Light-Version“ umzusetzen, sondern die neuen Rahmenbedingungen als Chance zu nutzen:

„Herausforderungen sind auch immer wieder Katalysator für kreative Lösungen. Wir schaffen hier etwas völlig Neues, das mit den Sommerspielen Melk, so wie wir sie kennen, nicht vergleichbar ist. Denn es ist uns wichtig, auch unter den veränderten Voraussetzungen Kunst- und Kulturprojekte zu kreieren, die begeistern, überraschen und die Sehnsüchte des Publikums bedienen. Wir greifen die neuen Möglichkeiten auf, spielen mit ihnen, reagieren und agieren zugleich. So wollen wir auch in diesem Ausnahmejahr dem Titel Melks als Kulturstadt gerecht werden.“, erläutert Alexander Hauer.

Wiebke Leithner fügt an: „Als kultureller Nahversorger sehen wir es als unsere Aufgabe, unserem Publikum im Rahmen des Möglichen ein Kulturprogramm für den Sommer anzubieten. Gleichzeitig sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber den Künstler*innen, unserem Team und unseren Partnern bewusst. Das Sommerspiele Melk Xperiment ist kein Ersatz für unsere Hauptproduktionen und auch keine Generallösung für die vielfältigen Problemstellungen, mit denen sich Kulturschaffende vor und hinter der Bühne derzeit konfrontiert sehen. Vielmehr ist dieses Projekt ein Versuch, qualitativen Kulturgenuss unter fairen Bedingungen für alle Beteiligten zu schaffen.“

Mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und der Stadt Melk starten die Sommerspiele Melk daher unter Einbeziehung des Ensembles sowie sechs jungen Regisseur*innen, die Melk eng verbunden sind, im Juli und August 2020 ein außergewöhnliches „Xperiment“.

Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau NÖ, freut sich ebenfalls über das neue Konzept: „Auch, wenn wir Corona-bedingt das große Jubiläum zu den Sechs0. Sommerspielen Melk erst im nächsten Jahr feiern können: Ich freue mich, dass auch in diesen herausfordernden Zeiten am traditionsreichsten Spielort des Landes ein einzigartiges Projekt umgesetzt und die ununterbrochene Spielserie fortgesetzt wird. So können wir endlich wieder Schauspiel live erleben und das Land NÖ wird auch weiterhin ein verlässlicher Partner für die Festspielorte sein.“

Das Konzept: Sechs Regisseure, Sechs Stücke, 12 Abende
Alexander Hauer, Sebastian Klinser, Helena Scheuba, Andreas Stockinger im Duo mit Ursula Leitner und Lukas Wachernig werden von 10. Juli bis 15. August 2020 sechs Wochen lang sechs Kurz-Produktionen inszenieren. Jede*r Regisseur*in – unter ihnen sowohl erfahrene als auch Nachwuchstalente – kreiert jeweils ein ca. Sechs0-minütiges „Xperiment“, das freitags und samstags jeweils um 20:30 Uhr aufgeführt wird. Für die Proben stehen jedem*r Regisseur*in sowie dem Ensemble fünf Tage zur Verfügung. Am Programm stehen unter anderem Stücke von Hofmannstahl, Nestroy, Soyfer, Aristophanes und eine Rockoper. Die szenische Gestaltung der einzelnen „Xperimente“ ist den Regisseur*innen völlig freigestellt. Dennoch werden sie alle auf ihre eigene Weise – mal schwarzhumorig, mal nachdenklich, mal komödiantisch, in jedem Fall unterhaltsam – reflektieren, was die derzeitige Situation mit unserer Gesellschaft macht.

Die Besucher erwarten auch organisatorisch einige Neuerungen und Überraschungen. So wird in diesem Jahr kein Gastrozelt aufgebaut. Um die Wahrung des Sicherheitsabstandes zu gewährleisten, werden in der Wachauarena anstelle der Tribüne, die normalerweise rund 5Sechs0 Sitzplätze bietet, Sessel für 250 Zuseher*innen aufgestellt – die Platzierung kann bei jeder Produktion variieren. Denn die Stücke werden nicht (immer) auf der Bühne aufgeführt, sondern können den gesamten Raum der Wachauarena nutzen. Die Vorstellungen finden selbstverständlich unter Berücksichtigung aller vorgeschriebenen Maßnahmen statt.

Karten für die „Xperimente“ sind ab Mittwoch, 10. Juni über www.sommerspielemelk.at oder telefonisch unter 02752/540Sechs0 bzw. per Email unter office@wachaukulturmelk.at verfügbar.

Statements der Partner und Fördergeber
"Dass die Sommerspiele in einer anderen Form heuer doch noch stattfinden können, freut mich sehr. Es ist schön zu sehen, wie kreativ die Verantwortlichen Lösungen finden, sich an die Gegebenheiten anpassen. So wird es in diesem Jahr doch noch möglich sein, uns in der Wachauarena einzufinden und "unsere Kultur" zu genießen. Danke dafür!". Patrick Strobl, Bürgermeister Stadt Melk

„Kreativität gehört zur wirksamsten Kraft der Menschen und gerade in Krisenzeiten darf die Welt wieder neu gedacht werden. Was kaum jemand für möglich gehalten hat, wird jetzt möglich! Toll, wie rasch das Team – trotz erschwerter Rahmenbedingungen – ein Kulturprogramm zusammengestellt hat. Ein Kultursommer in Melk mit neuem Format – ich freue mich!“. Doris Bracher, Präsidentin Verein der Freund*innen der Wachau Kultur Melk (red)

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