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tarife.at analysiert die aktuellen Wählerströme im Mobilfunk © Harald Lachner

Maximilian Schirmer, Geschäftsführer tarife.at

© Harald Lachner

Maximilian Schirmer, Geschäftsführer tarife.at

Redaktion 26.09.2019

tarife.at analysiert die aktuellen Wählerströme im Mobilfunk

Die Gewinner und Verlierer im Handy-Wahlduell.

WIEN. Pünktlich zur Nationalratswahl am 29. September hat sich tarife.at die Wählerströme am Mobilfunkmarkt angesehen. Österreichs größtes Mobilfunk-Vergleichsportal analysiert, wohin Handykunden aktuell abwandern. Im Rennen um die Wechselwähler holt sich HoT die meisten Stimmen. Unterdessen muss Drei die größten Verluste verbuchen. Dabei spielen neben dem Preis auch die Netzqualität sowie die Preissicherheit eine nicht zu unterschätzende Rolle.

 „Während die großen Anbieter als Wahlverlierer aus dem Rennen gehen, verbuchen zwei Diskonter die größten Zuwächse“, resümiert Maximilian Schirmer, Geschäftsführer von tarife.at, das Ergebnis der aktuellen Kundenstromanalyse am Handymarkt. Konsumenten haben dabei reichlich Auswahl: 30 Mobilfunker stehen am Stimmzettel. Auf die Loyalität ihrer Stammwähler sollten sie sich allerdings nicht verlassen.

Sonntagsfrage: Zu welchem Mobilfunkanbieter Konsumenten wechseln
tarife.at hat auf Basis von über 10.000 Kündigungen im Monat, die Stimmung am Mobilfunkmarkt festgehalten. Dabei hat das Vergleichsportal analysiert, zu welchem Anbieter die Nutzer wechseln. Den Wahlgewinner stellt HoT mit 22,46 % der Stimmen. Platz zwei geht mit 14,22 % der Wechselstimmen an einen weiteren Diskonter, yesss. Danach folgen Drei (12,43 %), A1 (12,25 %), spusu (11,94 %) und Magenta (10,65 %) sowie etwas abgeschlagen educom (5,22 %) und bob (3,96 %). Die restlichen 6,87 % verteilen sich auf die übrigen Anbieter.

Mandatsverluste: Welcher Anbieter musste die größten Einbußen hinnehmen
Herbe Verluste muss Drei hinnehmen: Der Anbieter konnte zwar neue Stimmen aus dem Pool der Wechselwähler gewinnen, hat gleichzeitig aber 28,84 % an die anderen Kandidaten verloren, was in Summe einem Minus von 16,41 % entspricht. Auch das Ergebnis von Magenta fällt wenig rosig aus: Der Zuwachs kann den gleichzeitigen Verlust von 20,35 % nicht wettmachen und mündet in einem Minus von 9,7 %. Mit einem blauen Auge kommt A1 davon und verzeichnet in Summe einen Zuwachs von 2,16 %.

Motivforschung: Wieso kündigen Konsumenten ihren Handyvertrag
70,6 % der Nutzer wechseln nicht nur den Mobilfunkanbieter, sondern auch gleich das Netz. Wie die Motivforschung klarstellt, ist das Wahlmotiv daher nicht ausschließlich am Preis festzumachen: Während spusu in den letzten Wochen in 42,6 % der Vergleiche auf tarife.at der günstigste Anbieter war, sind nur 11,94 % der Kunden zu diesem Anbieter gewandert. 47,10 % der Kunden wechseln den Betreiber aufgrund des Preises und immerhin 17,16 % wegen der Netzqualität. 6,42 % der Wechsler kündigen aufgrund von plötzlichen Preissteigerungen und weitere 29,32 % führen sonstige Gründe ins Treffen. Bemerkenswert: Nur 20,46 % würden bei ihrem Anbieter bleiben, wenn dieser ihnen ein deutlich günstigeres Angebot machen würde.

Regionale Auffälligkeiten
Während die Netzqualität für die Kärntner am wenigsten (14,8 %) Relevanz hat, wird das Netz in Oberösterreich vermehrt (19,8 %) als Grund für einen Wechsel angeführt. Im Vergleich dazu wechseln Burgenländer überdurchschnittlich oft aufgrund des Preises zu einem anderen Anbieter (52,85 %). Dem gegenüber scheinen die Salzburger am wenigsten preissensibel zu sein (44,94 %). Während die Kärntner akuten Preiserhöhungen gelassen gegenüberstehen (3,91 %), sind diese vor allem in Wien ein vergleichsweise häufiges Wechselmotiv (8,27 %). Die meisten Kündigungen gab es in Niederösterreich (20,55 %) – die wenigsten im Burgenland (3,05 %).

Datenbasis & Methodik: Transparenz statt zack, zack, zack
tarife.at hat 5.000 Kündigungen, die in den letzten Wochen auf dem Portal erstellt wurden, untersucht. Dabei wurden ausschließlich Kündigungen von Handyverträgen herangezogen. Internet und Fernsehen spielen in der aktuellen Erhebung daher keine Rolle. Darüber hinaus wurden auch nur jene Angaben berücksichtigt, deren Nutzer der anonymisierten Datenspeicherung und -auswertung explizit zugestimmt haben. Im Rahmen dessen konnten die Nutzer in einem freiwilligen Fragebogen weiterführende Informationen zu Kündigungsgründen und dem künftigen Anbieter hinterlassen. Da Wertkartenangebote nicht gekündigt werden, beziehen sich die Abgänge nur auf Vertragstarife. (red)

 

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