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Veni, vidi, vici: Demner, Merlicek & Bergmann © Felix Vratny
© Felix Vratny

Skender Fejzuli 05.04.2019

Veni, vidi, vici: Demner, Merlicek & Bergmann

Rund 20 Jahre Erfolgsgeschichte stehen mit DMB auf dem ­ersten Platz im Focus.xpert-Ranking der Full-Service-Agenturen.

••• Von Skender Fejzuli

Vorjahressieger Demner, Merlicek und Bergmann, kurz DMB, steht zum wiederholten Mal an der Spitze der Focus xpert.rankings der Full-Service-Agenturen. Wie das so mit dem Erfolg ist, der die Agentur in den letzten Jahren begleitet, wollten wir im Siegerinterview mit DMB-Geschäftsführer Mariusz Jan Demner in Erfahrung bringen.


medianet:
Wie fühlt es sich an, ausgezeichnet zu werden?
Mariusz Jan Demner: Wunderbar – wie übrigens schon in den letzten 20 Jahren.

medianet:
Der Award beruht auf dem Erfolg 2018. Wie ist das Jahr für DMB verlaufen?
Demner: Wir gehen dazu über – und das zur vollsten Kundenzufriedenheit –, die Letztverantwortung mancher Etats nicht nur in den Händen von Harry Bergmann und Mariusz Demner zu belassen.

Davon profitieren alle: die Kunden, weil sie noch mehr bekommen, da sie zusätzlich zu den neuen Brand Captains weiterhin auf die Expertise von Mariusz Demner und Harry Bergmann vertrauen können. Und die Mitarbeiter, weil es sehr beflügelnd ist, für die großartigsten Kunden des Landes (und darüber hinaus) in verantwortungsvollerer Position tätig sein zu dürfen. Arbeitsintensiv: voll am Erfolg der Kunden zu arbeiten und gleichzeitig die Kraft für Veränderungen der eigenen Strukturen und Arbeitsweisen aufzubringen – da ist uns schon einiges gelungen.


medianet:
Verändert hat sich auch einiges, seitdem Bergmann DMB verlassen hat?
Demner: Ich glaube, dass in den drei Monaten, seit er sich auf die strategische Beratung konzentriert, wir beide neu entdecken, was wir aneinander haben. Der Agentur und ihren Kunden sollte das zugutekommen.

medianet:
Zugute soll auch dem Kunden das neue Holding-Management-Team mit Moana Merzel, Melanie Rönnfeld und Joachim Krügel kommen. Damit haben Sie DMB von einer inhabergeführten zu einer inhabergelenkten Agenturgruppe entwickelt. Welche Auswirkungen hat diese Veränderung?
Demner: Melanie Rönnfeld hat mit norddeutscher Gründlichkeit und Ausdauer den Change-Prozess vorangetrieben. Sie hat klugerweise – alle Hierarchien ignorierend – viele, auch sehr junge Mitarbeiter in Arbeitsgruppen geholt und so, gemeinsam statt einsam, Schienen für neue Arbeitsweisen hinsichtlich mehr Kooperation und digitale Ausrichtung gelegt. Innerhalb eines Jahres hat der Change-Prozess schon Früchte getragen: Die Kunden sind neugierig geworden auf ein integriertes Angebot. Große Ideen, über alle, besonders auch digitale Kanäle orchestriert, verschaffen ihren Marken mehr Magnetismus und beflügeln ihr Geschäft. Das wirkt stärker als die vielen fragmentierten Piepser, die heute vielfach die Halden an digitalem Content wachsen lassen. Nach dem Abgang von Harry Bergmann wurden Melanie Rönnfeld und Moana Merzel kürzlich zu Geschäftsführerinnen der Agenturholding bestellt. Und ich habe begonnen, mein tägliches 14-Stunden-Pensum in Richtung 12 Stunden zu reduzieren.

medianet:
Im Gegensatz dazu haben Sie, gegen Mitte des letzten Jahres, die Erweiterung der Services und Kooperationen bei DMB in der Zeit der digitalen Umwälzung angekündigt. Wie viel ist davon schon umgesetzt?
Demner: Wir haben viel digitales Projektgeschäft hereinholen können, sowohl von Kunden, teils aber auch New Biz, das wir mit gewachsener Kompetenz anziehen konnten. Und es ist vielleicht kein Zufall, dass wir nach einem auch awardträchtigen Jahr 2018 nicht nur den Staatspreis Werbung für die beste Gesamtkampagne holen konnten, sondern auch im soeben erschienen Digitalkreativranking mit DMB souverän Platz 1 belegen konnten und quasi als Draufgabe die Media 1 Platz 6 – als einzige Mediaagentur unter den Top 10. Man sieht, da geht was weiter. Die Gruppe hat mit Herz und Hirn, mit Disziplin und viel Zustimmung ihrer Kunden Riesenschritte in Bezug auf die digitale Transformation geschafft. Die ist aber der Weg und noch lange nicht das Ziel. Wir gehen hier unbeirrt weiter.

medianet:
Wie ist das Jahr 2019 bis jetzt für Demner, Merlicek & Bergmann verlaufen?
Demner: Gut. Nach dem Gewinn der AMA werden wir demnächst einiges an weiterem Neugeschäft bekannt geben können. Und einiges auch, das aus Zusatzaufgaben bestehender Kunden kommt. Zugenommen hat auch das Auslandsgeschäft, insbesondere in Italien, wo wir die ‚New Kids on The Block' sind und für Kunden wie Hausbrandt Kaffee, Marlene (VOG, Südtirol, Europas größter Vermarkter von Äpfeln) arbeiten, aber auch erfolgreich Publikums­kampagnen für Darbo fahren.

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