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Veranstalten nach Corona: Online, hybrid oder doch live? © Werbung Wien

v.l.: Fachgruppenobmann Jürgen Bauer, Werbung Wien, Elisabeth Biedermann, RX Austria & Germany, Moderatorin Sigrid Neureiter-Lackner, Fachgruppe Werbung Wien, Wolfgang Peterlik, emba.

© Werbung Wien

v.l.: Fachgruppenobmann Jürgen Bauer, Werbung Wien, Elisabeth Biedermann, RX Austria & Germany, Moderatorin Sigrid Neureiter-Lackner, Fachgruppe Werbung Wien, Wolfgang Peterlik, emba.

Redaktion 20.07.2021

Veranstalten nach Corona: Online, hybrid oder doch live?

So lautete die Fragestellung im dritten Virtuellen Branchentalk der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien.

WIEN. Fachgruppenobmann Jürgen Bauer sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Events, Onlinemeetings und Messewesen diskutierten unter der Leitung von Sigrid Neureiter-Lackner, Mitglied des Fachgruppenausschusses Werbung und Marktkommunikation Wien.

Online ist gekommen um zu bleiben. Livestreaming ist kein Ersatz für Livemarketing. Hybriden Events gehört die Zukunft, nicht zuletzt deshalb, weil sie auch jenen, die eine Veranstaltung vor Ort nicht besuchen wollen oder können, die Teilhabe ermöglichen. Das sind die wesentlichen Ergebnisse des dritten Virtuellen Branchentalks der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien zum Thema „Veranstalten nach Corona – online, hybrid oder doch live?“ unter der Leitung von Sigrid Neureiter-Lackner. Neben Fachgruppenobmann Jürgen Bauer waren als Talkgäste Elisabeth Biedermann, Director Brand & Corporate Communication RX (Reed Exhibitions) Austria & Germany, und Wolfgang Peterlik, Vorstandsmitglied emba (Event Marketing Board Austria), ins Livestreaming-Studio gekommen. Aus Graz zugeschaltet war Magda Bleckmann, Expertin für einen starken Online-Auftritt.

Die Lockdowns als Treiber der Digitalisierung
Fachgruppenobmann Jürgen Bauer sieht einen Fortschritt im Digitalbereich durch Corona, weist aber gleichzeitig auf die Bedeutung von persönlichem Kontakt hin: „Das größte Learning ist, dass vieles auch digital möglich ist, andererseits aber auch, dass es in einem People-Business wie dem unseren ohne Menschen nicht geht. Das Schöne daran ist, dass man dieses Zusammenkommen wieder mehr wertschätzt als früher.“ Magda Bleckmann plädierte dafür, die im Zuge von Corona erworbenen Skills für Online-Meetings weiter auszubauen, denn diese Fähigkeiten würden in Zukunft mehr gefragt sein denn je. „Machen Sie sich fit für Online-Meetings, denn es wird für jeden von uns wichtig sein, sich auch online gut zu präsentieren“, so die Expertin.

Hybrid ist die Zukunft
„Der hybride Gedanke ist kein kurzzeitiges One-Way-Ticket von der analogen Messe in die digitale Welt, sondern ein Konstrukt, das unser Geschäftsmodell nachhaltig verändern wird. Es geht darum, die Interessen der BesucherInnen in den Mittelpunkt zu stellen, Themen und Trends ganzjährig zu kuratieren, Kontakte herzustellen, eben die Rolle eines Vermittlers einzunehmen“, erklärte Elisabeth Biedermann von den seit kurzem unter der neuen Brand RX auftretenden Reed Exhibitions. Rein digitale Messen funktionieren für sie nicht, weil sie weder die Erwartungshaltung der Ausstellenden noch die der Besucherinnen und Besucher erfüllen. Wolfgang Peterlik, selbst Inhaber der Livemarketing-Agentur pi-five ist von Präsenz-Veranstaltungen überzeugt: „Livemarketing hat als einziges Kommunikationsinstrument den USP, alle fünf Sinne gleichzeitig anzusprechen. Es kann daher nicht durch Livestreaming ersetzt werden. Aber einen Event auch online zu übertragen, wird durch Corona viel verpflichtender. Die Menschen haben sich daran gewöhnt, zwischen der Teilnahme vor Ort oder online wählen zu können.“

„Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, als Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Themen aufzugreifen, die die Branche bewegen. Das Interesse war diesmal besonders breit. Wir hatten Teilnehmende aus den Bereichen Messe, Events und Kommunikation bis hin zu Tourismus, Wissenschaft und Kunst aus verschiedenen Regionen Österreichs, aus Deutschland und aus Tschechien. Ich bin überzeugt davon, dass wir auf ein Wirtschaftswunder zugehen. Daher ist es mir ein Anliegen, unseren Mitgliedern solche Veranstaltungen anzubieten und damit auch Impulse und Vernetzungsmöglichkeiten über die eigene Branche hinaus zu schaffen“, so das Resümee von Fachgruppen-Obmann Jürgen Bauer.

Über die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
Mit über 11.600 Mitgliedern, die in 14 Berufsgruppen tätig sind, ist die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien die stärkste im Fachverband. Sie setzt sich für Wiener Unternehmen der Werbe-, PR- und Kreativbranche gegenüber der Politik ein, fördert JungunternehmerInnen bei den ersten Schritten in der Selbständigkeit und unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen mit zahlreichen Service-, Beratungs- und Bildungsangeboten. (red)

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