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Wertschöpfungsanalyse: Lebenshilfe Wien im Handball-Fieber © Lebenshilfe Wien
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Redaktion 30.01.2020

Wertschöpfungsanalyse: Lebenshilfe Wien im Handball-Fieber

Ein Team der Lebenshilfe Wien führte gemeinsam mit Studierenden der FH Campus 02 eine Umfrage unter Besuchern der Handball EM 2020 in der Wiener Stadthalle durch.

WIEN. Während die österreichischen Handballer am Spielfeld ihr historisch bestes Ergebnis erreichten, unterstützten sieben Herren und eine Dame aus dem Kreis der Lebenshilfe in Wien unter den Veranstaltungsbesuchern eine Wertschöpfungsanalyse. Diese gab der österreichische Handballverbundbund bei der FH Campus 02, der Fachhochschule für Wirtschaft in Graz, in Auftrag. In inklusiven Teams führten Menschen mit und ohne Behinderungen die Befragung dann mittels Fragebogen via Tablet oder Handy an den Sportstätten durch. Bei den Vorrundenspielen in Graz war ein Team der Lebenshilfe Trofaiach im Einsatz, in Wien Kundn der Lebenshilfe Wien.

Kooperation auf Augenhöhe
„Für unsere Fachhochschule war die Zusammenarbeit mit den Organisationen der Lebenshilfe eine spannende Herausforderung, schließlich hatten wir keine Erfahrungswerte und wussten nicht was wir von dieser Kooperation erwarten können. Obwohl die Vorbereitung auf die Befragungen für die Pädagogn und Klientn sicher einen erheblichen Mehraufwand dargestellt haben, hat man die Motivation bei jeder einzelnen Person gespürt. Auch für unserer Studierenden war die Arbeit zusammen mit Menschen mit Beeinträchtigungen eine bereichernde Erfahrung, sowohl in persönlicher als auch in beruflicher Hinsicht.“ Betont Christian Pfummerl, Projektcoach FH Campus02.

Mit neuen Aufgaben wachsen
„Es war toll, dass wir bei diesem Projekt unterstützen konnten. Die Beteiligung an einer Meinungsumfrage war ganz eine neue Aufgabe für uns. Es braucht eine Reihe von Fähigkeiten dafür: zum Beispiel, dass man sich traut, auf Fremde zuzugehen und den Fragebogen abrufen kann. Die Besuchern haben unseren Kunden bereitwillig Auskunft gegeben, auch wenn es etwas länger gedauert hat. Wir sind stolz auf unser Team, das den Auftrag wirklich gut gemeistert hat“, berichtet Joachim Mair, Geschäftsführer der Lebenshilfe Wien. Die sportlichen Erfolge der Österreicher und die gute Stimmung vor Ort haben natürlich auch zu neuen Handballfans in den eigenen Reihen geführt.

Manuela Essbüchl schwärmt von ihrem Auftrag in der Stadthalle: „Es hat mir sehr gut gefallen, es war sehr interessant. Am Anfang war ich ein bisschen nervös wegen den Leuten. Am Anfang ist es immer so. Dann war es sehr interessant mit den Studenten. Mit den Studenten sind wir in die große Halle gegangen. Wir haben die Besucher gefragt, womit sie gekommen sind, ob mit dem Auto, dem Zug oder dem Flugzeug. Wir haben sie gefragt, wieviel Geld sie ausgeben. Wir haben auch die Handballmatches angeschaut und die österreichische Mannschaft angefeuert. Es war sehr schön.“

Lebenshilfe – Wegbegleiterin und Brückenbauerin
Die Lebenshilfe Wien begleitet Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung bei einem möglichst selbstbestimmten Leben inmitten unserer Gesellschaft. 1961 als Elterninitiative gegründet, ist der Verein heute ein moderner Mittelbetrieb mit 280 Mitarbeitern. 425 Kunden mit Behinderung nehmen Dienstleistungen im Bereich Arbeiten und Wohnen in Anspruch. Sie finden innerhalb der Lebenshilfe einen Arbeitsplatz, ein Zuhause, sowie eine Vertretung für ihre Anliegen, die sie politisch und gesellschaftlich stark macht. (red)

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