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Wirz: Mit Teamgeist an die Spitze © medianet/Katharina Schiffl

Das Team der Geschäftsführung: Michael Schwarzinger, Markus Latzka, Rudolf Reisner, Christoph Bösenkopf, Maximilian Höllerl.

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Das Team der Geschäftsführung: Michael Schwarzinger, Markus Latzka, Rudolf Reisner, Christoph Bösenkopf, Maximilian Höllerl.

Redaktion 18.05.2020

Wirz: Mit Teamgeist an die Spitze

Als Führungscrew-Quintett mit einem langjährigen treuen Team konstant an der Spitze.

WIEN. Ein bewährtes Team aus Rudolf Reisner, Christoph Bösenkopf, Markus ­Latzka, Michael Schwarzinger und Maximilian Höllerl führte die Agentur Wirz in den letzten Jahren an die Spitze der heimischen Fullservice-Agenturen.

medianet bat die beiden Geschäftsführer Rudolf Reisner und Christoph Bösenkopf zum Interview.

medianet: Herr Reisner, fangen wir gleich mit einer Frage zum Team an. In Bezug auf die Führungsstruktur und die zweite Ebene einer Agentur gibt es ja auch diverse Ansätze; welchen verfolgt hier die Wirz?

Rudolf Reisner, Geschäftsführer Wirz: Bei uns gibt es keine zweite Ebene, jeder agiert für seinen Bereich, für seine Kunden und Projekte in der ersten Ebene. Lean Management nennt man das heute, wir praktizieren das schon immer so. Wir können auf ein fantastisches Team vertrauen, das den erfolgreichen Weg der Agentur seit Jahren, ja vielfach seit Jahrzehnten, eigenverantwortlich prägt.

medianet: Die Wirz hat sich im Laufe der Jahre erfolgreich an die Spitze der heimischen Kreativagenturen gearbeitet. Gefragt nach dem Geheimnis des Erfolgs, hört man von Agenturchefs oft die berüchtigten Buzzwords. Was war es denn nun wirklich, das Wirz nun wiederholt nach dem Focus-Werbevolumen zur größten Agentur des Landes machte?

Christoph Bösenkopf, Geschäftsführer Wirz: Unsere Analyse fällt eigentlich recht simpel aus: Wir machen das, was wir machen, seit vielen Jahrzehnten sehr gerne und offensichtlich auch ganz gut. Wir stellen den Erfolg unserer Kunden in den Vordergrund und halten uns so gut wie möglich selbst im Hintergrund.  Daher hört und liest man  nicht viel über uns, heute  machen wir aber gern eine  Ausnahme.

medianet: Seit dem Aufkommen der Digitalisierung in der Werbebranche bezeichnen sich immer mehr Werbeagenturen als Fullservice-Kreativagenturen, die selbstverständlich auch das digitale Spektrum abdecken können. Wie geht die Wirz hier vor, vor allem in Bezug auf das Team? Holt man Experten für möglichst viele Bereiche ins Haus oder arbeitet man auch mit Externen, je nach Bedarf?

Bösenkopf: Das Prinzip der Full-Service-Agentur haben wir zum Glück nie verlassen, jedem Trend von Spezialisierung konnten wir widerstehen. Dafür sind wir in der Branche bekannt. Wir sind keinen Modetrends hinterher- gelaufen. Viele Spezialagenturen sind gekommen und auch wieder gegangen. Uns gibt es noch immer, stärker denn je. Den Grundsatz, die Besten für bestimmte Projekte ins Haus zu holen, sehen wir als einen unseren Erfolgsfaktoren. Für uns macht es keinen Unterschied, 
ob diese fix oder frei sind, der Lead liegt jedenfalls immer bei uns.

medianet: Was können hier die langjährigen Mitarbeiter und die jungen gegenseitig voneinander lernen?

Reisner: Die Leichtigkeit des Seins.

 

medianet: Apropos Team: Welche Rolle spielt dieses beim Erfolg der Wirz?

Reisner: Das Beratungsgeschäft ist ein people-driven Business. Es kommt ausschließlich auf die Menschen hinter der Agentur, also das Team, an. So gesehen müssten wir die Frage so beantworten: ‚Das Team spielt die Rolle.‘

medianet: Bleiben wir beim Thema Mitarbeiter: Wie schwer oder einfach ist es, in der Branche guten Nachwuchs zu finden?

Bösenkopf: Bisher war es leider sehr schwer, guten Nachwuchs zu finden, leider hat unsere Branche viel an Attraktivität verloren, viele gute Talente sind in Richtung diverser Start-ups abgewandert und haben ihre Kreativität dort eingebracht. Das ist sehr schade, daran sind wir – damit meine ich sowohl Werbeauftraggeber als auch Agenturen – durchaus selbst schuld. Wir sollten versuchen, wieder mehr Emotion, mehr Leidenschaft und Spaß in unsere Branche zu bringen und die Zahlenmenschen zu verdrängen.

medianet: Wie beurteilen Sie die diesbezüglichen Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich? 
Genug oder zu wenig, die richtigen Fachrichtungen, etc.

Reisner: Ich halte die Ausbildungsmöglichkeiten für sehr gut, wir bekommen immer wieder sehr gute junge Talente – vor allem von den Fachhochschulen.

Heute wechseln vor allem junge Menschen häufiger ihren Job, als das früher der Fall war.

medianet: Welche Vor- und Nachteile bringt das Arbeitgebern? Und was tun Sie, um Ihre Mitarbeiter zu halten?

Bösenkopf: Von diesem Phänomen sind wir zum Glück kaum betroffen, unsere Mitarbeiter begleiten uns, wie schon oben erwähnt, oft Jahre oder sogar Jahrzehnte. Was immer wir machen, offensichtlich ist es das Richtige.

medianet: Frage zur Brand Wirz: Wie baut man als Werbeagentur sich selbst als Marke auf, ohne dabei in den Vordergrund zu treten?

Reisner: Ganz einfach, bleiben Sie als Agentur im Hintergrund, der Rest ergibt sich von selbst.

medianet: Ein Interview ohne das Thema Corona ist derzeit nicht möglich. Zum Schluss: Welche Auswirkungen hatte 
Coronakrise auf Ihre eigene Agentur?

Bösenkopf: Dank großartiger Kunden wie Spar, Ikea, Lagerhaus, Wüstenrot, etc. zum Glück so gut wie keine. Wir haben Gott sei Dank die besten Kunden und das beste Team, um diese Kunden zu servicieren. So etwas macht sich gerade in Krisenzeiten bezahlt. Vielleicht ist es ja das Glück der Tüchtigen, lassen wir es halt mal so stehen … (red)

 

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