WKÖ-Mrazek: "Österreichs Werbebranche ist vorsichtig optimistisch"© Eva trifft
Michael Mrazek, Obmann des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich
MARKETING & MEDIA Redaktion 01.06.2023

WKÖ-Mrazek: "Österreichs Werbebranche ist vorsichtig optimistisch"

WIFO-Konjunkturtest zeigt trotz schwacher Konjunkturdynamik eine Verbesserung der Konjunkturerwartungen.

WIEN. „Die Werbebranche ist trotz zuletzt etwas schwächerer Konjunktur vorsichtig optimistisch. Die Auftragslage verbesserte sich leicht und dies wirkt sich auch positiv auf die Geschäftslageerwartungen aus“, kommentiert Michael Mrazek, Obmann des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuellen Ergebnisse des Werbeklimaindex‘ des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO).

Der Indikator der aktuellen Nachfrage hat sich per Saldo leicht gegenüber dem Vormonat verbessert und liegt mit einem Saldo von 11 Punkten über dem 5-Jahres-Schnitt. Die Erwartungen zur Nachfrageentwicklung sind per Saldo um einen Punkt zurückgegangen, blieben aber auf einem zuversichtlichen Niveau. Damit liegt Österreich bei der Nachfrageerwartungen im europäischen Mittelfeld, in Griechenland, Italien, Kroatien, Spanien und Portugal fällt die Beurteilung des Nachfragewachstums noch optimistischer aus. 41 % der befragten Werbeunternehmen gaben an, momentan keine Behinderungen ihrer Geschäftstätigkeit zu erfahren – vor 3 Monaten waren es noch 54%.

Konjunkturtest zeigt: Es bestehen noch erhebliche Konjunkturrisiken
Der WIFO-Konjunkturtest signalisierte im April ein gutes Konjunkturumfeld für den gesamten Dienstleistungssektor und unternehmerische Zuversicht für die kommenden Monate: Etwa 46 % der Unternehmen sehen keine großen Hemmnisse bei der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit. 38 % gaben den Mangel an Arbeitskräften als größte Herausforderung an. Anders in der Werbebranche: „Der Nachfragemangel wird wieder als das wichtigste Hemmnis der Geschäftstätigkeit gesehen. 34 % der befragten Werbeunternehmen meldeten im letzten Quartal eine unzureichend hohe Nachfrage. Der Mangel an Arbeitskräften wurde im Vergleich nur von 19 % der Unternehmen als Behinderung der Geschäftstätigkeit gesehen. Diese Rückmeldungen zeigen, dass noch erhebliche Konjunkturrisiken bestehen", so Agnes Kügler, Konjunkturexpertin des WIFO.

Die aktuelle Geschäftslage bleibt angespannt und wird mehrheitlich schlechter als saisonüblich eingeschätzt, dennoch zeigt sich im Vergleich zum Vorquartal ein leichter Aufwärtstrend dieser Einschätzung (per Saldo -13 Punkte) Damit liegt der Wert auch wieder über dem Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre.

Die Rückmeldungen zur Beschäftigungsentwicklung in den letzten Monaten haben sich per Saldo verschlechtert und sind mit – 11 Punkten deutlich in den negativen Bereich abgerutscht. Allerdings erwarten die Unternehmen per Saldo in den kommenden Monaten, den Beschäftigungsstand wieder anheben zu können. Mrazek konkretisiert: „Es bleibt zu hoffen, dass die Konjunkturrisiken den vorsichtigen Optimismus in der Branche nicht brechen. Klar ist: Nur durch Ankurbeln der Werbekonjunktur und einer Verbesserung der Auftragslage können die Unternehmen auch mehr Personal einstellen.“

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