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Wutbürger gesucht - Abreagieren und Zuschlagen erwünscht © Volkstheater
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Redaktion 09.09.2019

Wutbürger gesucht - Abreagieren und Zuschlagen erwünscht

Volkstheater installiert mobilen Wutraum im Museumsquartier zur Bewerbung der Spielzeiteröffnung „Die Merowinger oder Die totale Familie“.

WIEN.  Wutbürger gesucht: Ab sofort steht der Wutraum des Volkstheaters allen offen, die sich einmal richtig abreagieren wollen. Anlässlich der Spielzeiteröffnung mit „Die Merowinger oder Die totale Familie“ (Premiere am 11. September 2019) lädt der Container im Haupthof des Museumsquartiers zum Zertrümmern von Porzellan, Elektrogeräten und IT-Zubehör. Die Teilnehmer/innen können es so der zu explosiven Wutausbrüchen neigenden Hauptfigur Freiherr Childerich III. von Bartenbruch gleichtun und sich dann tiefenentspannt dem Theatergenuss im Volkstheater widmen.

„Die Wut des Zeitalters ist tief“ lautet eines der wohl berühmtesten Zitate aus Heimito von Doderers Roman „Die Merowinger oder Die totale Familie“, der in der Bearbeitung von Franzobel im Volkstheater zur Uraufführung gelangt. Regisseurin und Volkstheater-Intendantin Anna Badora destilliert daraus in ihrer Inszenierung ein Spiegelkabinett Wiener Befindlichkeiten.

Der Wutraum ist vom 4. bis 11. September täglich außer montags von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Nach der Anmeldung vor Ort erhalten die Teilnehmer/innen eine kurze Einweisung sowie Schutzkleidung und können ihrer Wut für fünf Minuten freien Lauf lassen. Die Kampagne wurde konzipiert und umgesetzt von der Agentur Demner, Merlicek & Bergmann: Als Boxsäcke verkleidete Menschen streifen durch die Stadt, Fassadentransparente zieren das Volkstheater und eine Social-Media-Kampagne rundet die Aktivitäten ab. Dies ist bereits die zweite aufmerksamkeitsstarke Aktion im Stadtraum in diesem Jahr: Die anlässlich der Premiere von „Biedermann und die Brandstifter“ abgefackelten Konzertflügel, Autos und Sofas an exponierten Orten der Stadt hatten im Jänner nicht nur massive Medienwirkung, sondern auch ein ausverkauftes Haus zur Folge.

„Mit unserem Wutraum greifen wir eine Grundidee des „Merowinger“-Stoffes auf und machen sie für alle Wienerinnen und Wiener mit einem Augenzwinkern am eigenen Leibe erlebbar. Es kann gut sein, dass ich auch bei der einen oder anderen Gelegenheit zum Vorschlaghammer greifen werde, und ich lade alle herzlich ein, es mir gleichzutun“, kommentiert Volkstheater-Intendantin Anna Badora die Werbeaktion. (red)

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