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CES 2019 - von fliegenden Taxis und faltbaren Handys © Daniel Pfeffer

Bell Nexus

© Daniel Pfeffer

Bell Nexus

Redaktion 09.01.2019

CES 2019 - von fliegenden Taxis und faltbaren Handys

Am gestrigen Dienstag war es so weit: Start der CES 2019. Im Gegensatz zum Vortag waren jetzt auch alle Ausstellungsstände geöffnet und dies machte sich schon ab Beginn in den Besucherzahlen bemerkbar.

Aus Las Vegas berichtet Daniel Pfeffer, Digital Director von Havas Media. Mehr Bildmaterial zur Messe finden Sie am Instagram Account von Havas Media: https://www.instagram.com/havasmedia_austria/

LAS VEGAS. Im Las Vegas-Convention-Center, einem Teil der CES, der vier Hallen umfasst, tummelten sich zehntausend Besucher, um sich zu Themen wie Automotive, TV, Mobilfunk, Fotografie, Gaming, Drohnen oder Künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen.

Wie schon am Dienstag angesprochen, ist die CES für die Automotivebranche eine ausgesprochen wichtige Veranstaltung,  um dort ihre neuesten Errungenschaften Personen aus der Branche, der Presse und damit der Welt, bekannt zu machen. Bell, ein Unternehmen, welches nicht für klassische Automobile bekannt ist, sondern für Luftfahrt, stellte dort einen ausgesprochen stimmig wirkenden Prototyp ihres Flugtaxis mit dem Namen „Bell Nexus“ vor. Dieses Flugtaxi soll mit einem Hybridmotor großteils elektrisch betrieben werden und besitzt auf beiden Seiten je drei Rotoren, die zum senkrecht Starten waagrecht und für den Flugmodus senkrecht geschaltet werden können.

Primär ist der Bell Nexus zum Personentransport ausgelegt, soll aber auch für Warentransporte eingesetzt werden und zuerst in urbanen Regionen zum Einsatz kommen. Gedacht ist kein Privatbesitz der Flieger, sondern eher ein Anbieten über Dienste wie Uber. Um den Passagier in Sicherheit zu wiegen, werden anfangs nur ausgebildete Piloten den Nexus lenken dürfen, laut Bell wird dies aber bald so vereinfacht sein, dass man dies auch ohne Flugschein umsetzen wird können. Angepeilt ist die Marktreife für Mitte der 2020er Jahre, wo das Produkt launchen wird, wird davon abhängig sein welche Stadt sich zuerst traut Bell tatsächlich den Luftraum mit seinen Flugtaxis zu befliegen zu lassen.

Faltbares Smartphone
Vor der CES gab es wilde Spekulationen, ob Samsung sein faltbares Smartphone das erste Mal live vorführen wird. Das faltbare Smartphone hat es auch tatsächlich auf die CES geschafft, nur zur Überraschung aller ist dieses Handy nicht von Samsung, sondern von Royole und heißt „FlexPai“. Die wirkliche Überraschung hierbei ist auch, dass man das Handy bereits kaufen kann, sofern man in China ist. Ausgeklappt hat das Gerät die Größe eines kleinen Tablets, sobald man es zusammenklappt hat es Smartphone- und damit Taschenformat. Betriebssystem ist eine eigene Version von Android 9.0, Kostenpunkt derzeit sind stolze 1.400 USD. Beim Test des Geräts stellte ich fest, dass beim Umfalten der Screen des Smartphone-Tablet-Hybrids die Orientierung verlor, wo nun oben und unten ist. Der Faltprozess im Allgemeinen wirkte etwas unausgereift, wie bei einem Prototyp. Neben Royole und Samsung sollen auch LG und Huawei an faltbaren Smartphones arbeiten.

Autonome Koffer und Fensterputzer
Weiters spannend zu sehen waren autonome Reiserollkoffer, welche dem Besitzer bzw. der Besitzerin auf Schritt und Tritt folgen, ohne dass sie gezogen werden müssen. Autonome Staubsauger kennt man ja mittlerweile schon, nun gibt es aber auch autonome Fensterputzer, welche über einen Luftsog an der Scheibe haften und dort auf und ab fahren, bis die Scheibe sauber ist.

Jede Menge Aussteller gab es auch zu Virtual und Augmented Reality, welche unterschiedlich ausgereifte Lösungen präsentierten. Vieles konnte man auch selbst ausprobieren und sich ein Bild von einer anderen Welte machen. Insbesondere mit der heuer startendend Oculus Quest ist die Hoffnung groß, endlich den Massenmarkt erschließen zu können. Diese Brille verspricht hochqualitative VR, dies aber ohne extra Gaming-PC, wie es bisher bei hochperformanten Geräten wie der Ocolus Rift und HTC Vive üblich ist, sondern stand-alone, also lediglich mit der Brille. Ebenfalls prominent vertreten waren aber auch Austeller, die weniger in die Zukunft des Gamings schauten, sondern in die Vergangenheit. So fand man etliche Lösungen von Arcade Games, die nun entweder auf Miniversionen der damaligen Maschinen zu spielen waren oder auf Geräten, die von der Größe den Originalen entsprechen.

 

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