PRIMENEWS
Digitale Wegbegleiter auf Schritt und Tritt © Caroline Piller/Lyme Photography
© Caroline Piller/Lyme Photography

Redaktion 28.06.2019

Digitale Wegbegleiter auf Schritt und Tritt

Ein neues Kapitel: Kesch digital startet als „Österreichs erste Digital Livemarketing-Agentur”.

Mit Kesch digital möchte die Wiener Eventagentur Kesch das Tor zur Zukunft aufstoßen. Gemeinsam mit Andreas Braumann startet Kesch die erste Digital Livemarketing-Agentur, die das Maß der Digitalisierung in den Bereichen Event, Promotion und Sales auf ein neues Level heben soll. „Wir möchten Innovationstreiber bleiben”, sagt Gesellschafter Thomas Kenyeri. Von Augmented Reality-Fotoboxen über völlig neue Dimensionen bei Team-Events mit Virtual Reality-Inszenierungen, Gewinnspielen bis zu Instagram-Walks bietet Kesch digital alle digitalen Werkzeuge für jeden Event. Im Interview sprachen Thomas Kenyeri, Lukas Schütz und Andreas Braumann über die neue Agentur.


medianet:
Herr Kenyeri, Herr Schütz, Herr Braumann, warum braucht es eine digitale Livemarketing-Agentur?
Thomas Kenyeri: Ich bin seit 20 Jahren in der Eventbranche und seit fast zehn Jahren mit Kesch unterwegs. Als Leiter einer führenden Kreativ- und Livemarketing-Agentur muss man immer einen Schritt voraus sein. Deshalb verbringt ein Teil unseres Teams jedes Jahr viel Zeit auf internationalen Messen, Awardverleihungen oder Kongressen. Dabei sammeln wir während des Jahres die aktuellen Trends im Eventbereich. Traditionell zum Jahresende präsentieren wir aufgrund dieser Beobachtungen einen Event Trend Report, und dabei lässt sich feststellen, dass digitale Events bzw. digitalisierte Tools – egal ob im Gästemanagement, bei Promotions- oder bei großen Galas – zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Branche ist also jedenfalls bereit dafür und unsere Kunden noch mehr. Sie lieben unseren Innovationsgeist, da sie selbst in ihrer jeweiligen Branche Innovationstreiber sind, sei es Coca-Cola, Nespresso oder Hendrick’s Gin.

medianet:
Was kann man sich denn unter der Digital Live­marketing-Agentur vorstellen?
Lukas Schütz: In Österreich gibt es bisher keine Digital Livemarketing-Agentur. Events, Promotions, Roadshows, Messen und crossmediale Kampagnen sind eine hochemotionale Sache. Freilich stehen bei der Konzeption strategisch relevante Zugänge, Trendanalysen, Kreativität, Innovationsgeist und Kosteneffizienz im Mittelpunkt. Aber letztlich geht es doch einfach nur um Begeisterung. Durch den Einsatz von neuesten Technologien wollen wir diese Begeisterung auf ein neues Level bringen; es eröffnen sich völlig neue Einsatzmöglichkeiten für die Umsetzung bereits vorhandener, aber auch noch zu entwickelnder Technologien, für die Kesch digital mit Andreas Braumann einen echten Experten hat. Kesch digital ermöglicht die begleitende digitale Umsetzung eines Events als One-Stop-Shop-Agentur. Aber auch Firmen aus der Veranstaltungsbranche bekommen direkt bei uns Dienstleistungen und wirkliche Tools, die bei der Umsetzung eines Events digital unterstützen, d.h. vom digitalen Einladungsmanagement, übers digitale Gästemanagement, digitale Buffetschilder am Catering, VR-Aktivierungstools für Gäste, eine QR-Fotobox, wo das Foto nicht ausgedruckt wird, sondern stattdessen am eigenen Handy erscheint, bis hin zur individuellen Bereitstellung bzw. Entwicklung innovativer Technologien. Wir sind digitale Wegbegleiter! Viele dieser Werkzeuge hat Kesch digital selbst entwickelt, für spezielle VR-Action-Tools und 360 Grad-Fotostationen haben wir uns von internationalen Partnern die exklusive Vermarktung in Österreich gesichert.

medianet:
Einige Tools soll es nur bei Kesch digital geben – welche werden das sein?
Andreas Braumann: Wir haben unsere Tools und Dienstleistungen in die Bereiche Eventtools, Virtual Reality Stations, digital Photobox, Social Media und Digital Promotion gegliedert. Dabei greifen wir zum Teil auf bestehende Systeme zurück, haben aber in den letzten Wochen sehr viel selbst entwickelt. Wir haben zum Beispiel eine Fotobox entwickelt, wo das Foto nicht ausgedruckt wird, sondern nach dem Scannen eines QR-Codes direkt auf dem Handy erscheint. So kann man, ohne irgendwo seine Daten eingeben zu müssen, das Foto vom Handy aus direkt in diversen Social Media Streams sharen. Events liefern Content; damit dieser Content schnell auch in der Community landet, überlegen wir uns Tools. Gemeinsam mit einem Partner haben wir ein Gästemanagement-Tool entwickelt, mit dem man mittels RFID-Band Tausende Gäste virtuell organisieren kann. Vorab kann man genau definieren, welcher Gast oder Mitarbeiter welche Berechtigungen hat, wer ein VIP-Gast ist und wer nicht, wer in welchen Raum rein darf usw. Das alles wird mittels eines zentralen Dashboards gesteuert. Bei Summer Splash koordinieren wir so rund 7.000 Jugendliche während einer Woche. Als Nächstes steht ein internationaler Kongress in Wien an, wo wir Hunderte Teilnehmer genau managen, wann wer wo sein darf oder auch nicht. Wer diese Tools einsetzen möchte, für den ist Kesch digital die erste Adresse. Wir sind gerade dabei, einen Webshop zu entwickeln, um die einfache Buchung verschiedenster Werkzeuge zu ermöglichen.

medianet:
In welche Richtung hat sich die Branche entwickelt – ist sie bereit für eine digitale Livemarketing-Agentur?
Kenyeri: Wir bringen ja seit zwei Jahren den Event Trend Report auf den Markt. Mittlerweile wird dieser von diversen Magazinen auch als Basis für deren Trend Report hergenommen. Mich haben in der letzten Zeit immer mehr Kunden und Agenturen angesprochen und gefragt: ‚Alle Trends schön und gut, aber wie kann ich das in Österreich umsetzen und wo bekomme ich diese Tools her?' Das war auch der Anstoß, warum wir gesagt haben: Jetzt gehen wir das Thema an. Wir wollen damit aufhören, über Trends zu sprechen, wir wollen die sein, die Trends in der Branche umsetzen! Die Branche ist bereit dafür!

medianet:
Welchen Mehrwert haben digitale Tools gegenüber analogen Bereichen?
Braumann: Wenn die finanziellen Vorbehalte gegenüber zusätzlichen digitalen Tools ausgeräumt sind, stellen die Kunden, die einzelne Komponenten bereits genutzt haben, erfreut fest, dass sich das Investment kurz- und langfristig auszahlt. Gerade im Einladungsmanagement kann z.B. durch den Einsatz intelligenter RFID-Bänder der Organisationsaufwand beim Event oder einer Pauschalreise enorm reduziert werden, was Kosten spart. Ein anderes Beispiel wäre die Möglichkeit, Kampagnen besser zu tracken. Für Hendrick’s haben wir vor wenigen Tagen den Weltgurkentag umgesetzt. Je nach Kanal oder Medium haben wir unterschiedliche QR-Codes auf den Flyern oder Online-Werbemittel eingesetzt – der große Vorteil für den Kunden war, dass so auf einfachste Art analysiert werden konnte, woher der Kunde von der Promo erfahren hat. Das lässt aufschlussreiche Ergebnisse zu den effizientesten Werbemitteln für die jeweilige Promotion und Zielgruppe zu. Und das öffnet im Promotion-Bereich ganz neue Möglichkeiten. In Zukunft soll es keine Promotion mehr geben, die nicht digital getrackt wird. QR Code-Reader sind bald in alle Handykameras fix installiert. D.h. User brauchen keine App mehr dafür, und das macht das ganze Thema doppelt spannend!

medianet:
Welche Vorteile haben digitale Events gegenüber analogen Inszenierungen?
Schütz: Natürlich sollen bei Events durch angreifbare Inszenierungen positive Emotionen geweckt werden und manchmal gelingt dies durch unmittelbar wahrnehmbare Sinnesreize einfacher. Der bewusste Einsatz von Düften, angenehmen Materialien, Lichtinszenierungen und hervorragendes Catering sprechen für sich und sind nicht ersetzbar. Dennoch gibt es viele digitale Einsatzmöglichkeiten, die ihre unbestrittenen Vorteile haben. Gerade bei zertifizierten Green-Events lassen sich durch digitale Lösungen Ressourcen sparen; dies fängt bei VR-Fotoboxen an, bei denen es keine Fotodrucke mehr gibt, sondern die Bilder direkt aufs Handy geschickt werden, und endet bei Augmented Reality-Inszenierungen, die die Gäste in Welten eintauchen lassen, die sonst nur mit hohem Materialeinsatz kreiert werden könnten. Beim Coca-Cola Cup wurde dieses Jahr das erste Mal parallel zum realen Cup der Coke Cup The Game Edition erfolgreich getestet, der echten Fußball mit virtuellem verband. Das zeigt, wo der Weg hingeht. Wir haben z.B. einen VR-Wuzzler im Angebot, wo man real Tischfußball spielen kann, aber mittels VR- Brille das Gefühl hat, man spielt in einem großen Stadion. Dieses Stadion kann individuell für unsere Partner gebrandet werden.

medianet:
Sind digitale Events nur mit hohem Budgeteinsatz möglich?
Kenyeri: Im Gegenteil. Oft lassen sich gerade bei Budgetknappheit mit digitalen Tools großartige Erlebnisse und Inszenierungen umsetzen. Auch für kleinere Promotions oder Events gibt es vielseitige Einsatzmöglichkeiten, die unsere Kunden begeistern. Denken Sie z.B. an eine Money Maker-Geld-Gebläse-Box. Das ist ein typisches Promotion-Tool, das in der Herstellung einiges kostet. Dasselbe kann man aber auch mittels VR-Brille umsetzen. Für eine Brille werden die Kosten ungefähr gleich sein, wie die analoge Version; wenn Sie es aber in 20 Filialen gleichzeitig machen wollen, ist man digital auf jeden Fall günstiger. Das Gleiche gilt auch für Glücksräder: Jeder kennt das berühmte Glücksrad im Einkaufszentrum. Mit der digitalen Variante des Glücksrads können die Gewinnchancen digital eingestellt und mittels iPad oder Flatscreen Hunderte Glücksräder gleichzeitig in verschiedenen Filialen umgesetzt werden. Das spart Geld, und ich habe den Vorteil, dass ich auf Knopfdruck eine Auswertung habe, wie viele Teilnehmer mitgespielt haben, wie viele Gutscheine man ausgegeben hat usw.

medianet:
Welche Technologien werden in Zukunft nicht mehr wegzudenken sein?
Braumann: QR-Codes erleben gerade eine Renaissance, da die neuesten Handygenerationen den QR-Reader in der Kamerafunktion integriert haben. Waren sie früher nur ein unnötiges Gadget, lassen sich in Zukunft wertvolle Informationen unglaublich schnell und ohne zusätzlichen Aufwand abrufen. Im AR-Bereich wird es genauso sein – bald wird jede Handy-Kamera einen AR-Reader eingebaut haben. Das ermöglicht dann ganz neue Dimensionen in der Promotion.

 

medianet: Wie wurde Kesch digital konkret auf die Beine gestellt?
Schütz: Kesch digital ist zu gleichen Teil im Besitz der Splesch Group und Andreas Braumann sowie den zwei Gesellschaftern Mario Flieger und Rene Nemeth. Andi ist vor einiger Zeit im Zuge einer Vermarktungsidee zu uns gestoßen, er strotzt vor Kreativität für innovative Tools, vor allem im Bereich AR und VR. Mit diesen Themen ist Andreas bei der Rocketbike ARVR GmbH, einem innovativen Virtual Reality Start-up, in Kontakt gekommen, wo er als Technical Director die Entwicklung eines Virtual Reality-Browsers namens ‚booom VR' geleitet hat. Davor hat er sich in der Spieleentwicklerszene einen Namen gemacht und war z.B. bei der erfolgreichen Implementierung der bekannten Ski Challenge beteiligt.

Wir setzen bereits seit einiger Zeit verschiedene digitale Eventtools bei unseren Kunden ein und haben erkannt, dass das Interesse und der Bedarf so groß ist, um mit einer eigenen Agentur an den Start zu gehen. So können wir auch individuelle Kundenwünsche besser realisieren und auch völlig neue Tools entwickeln und professionell vermarkten.

 

medianet: Welche Rolle soll Kesch digital in der Branche künftig spielen? Mit welchen Erwartungen haben Sie das Unternehmen gegründet?
Braumann: Wir wollen der digitale ‚Gamechanger' in der Branche sein. Mit unseren Dienstleistungen und Werkzeugen wollen wir Marken und Unternehmen für die Zukunft des Marketings vorbereiten. Wir sehen uns nicht nur als Know-how-Träger, sondern als jene, die Trends auch umsetzen und anwenden können. Wir reden nicht nur drüber, wir tun es. Mit unserem QR Code-Tracking-Tool wollen wir Offline-Promotions verändern. Alles soll messbar werden – von einer einfachen Flyer-Aktion bis hin zu Produktproben und Give-aways-Anwendungen. Nicht alles ist schon fertig entwickelt, aber vieles. Die Ideen, die wir noch im Kopf haben, werden vieles verändern, aber vieles kann man momentan noch gar nicht erwähnen, da es sich zu skurril anhört, dass so etwas möglich ist. (gs)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL